3. Ziel 2020: eine getreidefreie Woche

Servus! Danke, dass du wieder bei mir mitliest und dir die Zeit nimmst. Ich hoffe, es geht dir gut, wo auch immer du gerade in der Welt bist. 🙂

Für mich, und hoffentlich für dich ebenso, steht eine neue und sehr spannende Herausforderung in der kommenden Woche an. Ich habe ja bei meinen Neujahrsvorsätzen verschiedene Wochen-Challenges ins Leben gerufen und schon von einigen von euch Feedback bekommen, die fleißig mitgemacht und durchgehalten haben. :-))

Vegetarischer und veganer Lifestyle ist ja mittlerweile nicht nur eine Randerscheinung, sondern gerade in den sozialen Medien ein riesengroßer Hype. Wenn von „getreidefrei“ gesprochen wird, dann handelt es sich immer nur um Zöliakie-Erkrankte, die keinen Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Hafer, etc. vertragen, weil sie auf das darin befindliche Gluten allergisch reagieren. Dabei entzündet sich die Dünndarmschleimhaut durch die wirksamen (toxischen) Glutenbestandteile (Kohlenhydratseitenketten der glutamin- und prolinreichen Gliadinfraktion). Es kommt zu einer gestörten Resorption (Aufnahme) aller Nährstoffe inklusive Vitaminen, Mineralien, etc. und daher zu chronischer Diarrhö (Durchfall), Unterernährung, bis hin zu nachfolgender Azidose (Übersäuerung) und Exsikkose (Austrocknung). Das sind alles lebensbedrohliche Zustände. Spät- beziehungsweise Folgeerscheinungen können Karzinome sein.

(Quelle: Pschyrembel Naturheilkunde und alternative Heilverfahren, De Gruyter, 2011)

Das alles zeigt für mich eindeutig, dass das Getreide (Süßgräser, lat. Poaceae), das von der Getreidelobby als Grundnahrungsmittel verherrlicht wird, als alles andere als „ein Mittel zum Leben“ bezeichnet werden kann!!

Zahlen, die repräsentativ sind, finden sich kaum: es heißt, dass 1 Person von 100 an Zöliakie erkrankt ist, jedoch viele davon es gar nicht wissen.

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Das Label glutenfrei! Achtung nicht getreidefrei!!

Glutenunverträglichkeit oder Glutensensitivität hat jetzt per se nichts mit der oben beschriebenen Allergie Zöliakie zu tun, ist meines Erachtens aber um vieles häufiger anzutreffen. Geht es dir denn nicht auch so, dass du nach weizenlastiger Nahrung, wie Nudeln, Pizza und reichhaltigem Brotverzehr einen aufgeblähten Bauch oder Blähungen hast? Ein eindeutiges Zeichen, dass du den Weizen nicht verwerten kannst und er dir demnach schadet. Dabei geht es aber nicht um das Gluten. Denn Gluten ist nicht das Böse, wenn es um deine Gesundheit im eigentlichen Sinne geht. Das, was uns alle krank macht, ist das Amylopektin A in allen Getreidearten. Es wird von uns Menschen sehr rasch verdaut und treibt den Blutzucker Gramm für Gramm stark nach oben. Sogar stärker als normaler Zucker. Jegliches Getreide ist sehr kohlenhydratreich.

Das oben beschriebene Amylopektin A gehört, wie alle anderen Lektine, zu den Proteinen (Eiweiße), die noch dazu giftig sein können, denn sie sollen in der Pflanze vor Schimmelbefall oder anderen Fressfeinden schützen, damit die Pflanze überleben kann. Das heißt, wir essen natürlich mit den Getreidesamen diese „Abwehrwaffe“ mit. Nicht alle Lektine sind für uns Menschen giftig, so kann ein Spinatlektin harmlos sein, aber das Lektin aus der Castorbohne, alias Wunderbaum Rizin, möchtest du sicher nicht verspeisen. Es ist ebenfalls ein Lektin und tödlich!!

Bitte mach dich auf große Veränderungen gefasst, wenn du mit mir diese Woche getreidefrei durchlebst. <3 

Wenn du den kompletten Getreideverzicht mit mir ernsthaft eine Woche durchmachst, dann wirst du nach 2 bis 3 Tagen Entzugserscheinungen haben, die dich nicht weiter beunruhigen sollen. Weizen hat dich physisch und psychisch süchtig gemacht, musst du wissen. Du solltest nur gut darauf vorbereitet sein und dir einen Plan B zurecht legen. Das heißt keine versteckten Brotkrümeln oder Süßigkeiten, die Getreide beinhalten (z.B. Kekse). Die Heilung beginnt ab dem vollständigen Verzicht, den ich dir mit meinem Speiseplan weiter unten gerne mitgeben möchte. Deine Hochs und Tiefs werden dann Vergangenheit sein und das Bedürfnis nach immer mehr an getreidehaltigem Essen fällt weg. Getreidefreiheit ist der erste wichtige Schritt für eine ganzheitliche Gesundheit, die dich leichter atmen, besser verdauen, klarer denken und intensiver bewegen und fühlen lassen wird. Habe ich dich überzeugt? Ja! Super, dann bist du nun sicherlich voll motiviert …

 

Frühstück und Abendessen anders denken

Wir Österreicher sind die Kipferl-Königinnen und Semmerl-Kaiser! Das sollte sich aber bitte ändern, denn Frühstück und Abendessen kann so viel mehr als das. Ich habe in den letzten Monaten bereits viele sensationelle Alternativen gepostet, die du vielleicht bereits ausprobiert hast und in der nächsten Woche vermehrt auf deinen Speiseplan stellen sollst. Hier dein Menüplan für die getreidefreie Woche:

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Mit (Ur)Kraft voraus – Paleo-Wiesen-Wildkräuter-Sandwich mit SMART BREAD

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Auf die Beere fertig los – ein Beerenmüsli zum Frühstück

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Bruschetta einmal anders: steirisch und mit Hirsebrot von SMART BREAD

 

Was gibts zu Mittag?

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Montag: Nudelgericht! Du kannst hier alle alternativen Nudelarten verwenden – Rhonen-Nudeln, Buchweizen-Nudeln, Linsen-Nudeln etc.

Alles Gute aus einer Schüssel: Rhonen-Nudeln mit Curry und gebratenen Zitrusfrüchten

 

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Dienstag: Bio-Linsen als Eiweißquelle, mit den momentan regionalen Gemüsesorten, sanft gegart.

Bunte Gemüse-Bowl: Linsen-Allerlei mit Crunchy Slides von SMART BREAD

 

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Mittwoch: Reistag. Einmal pro Woche ist Reis unbedenklich. Er gehört ja ebenfalls zum Getreide. Daher nimm mehr von den Eierschwammerln oder Champignons und du bist im grünen Bereich. 🙂

Gold aus unseren Wäldern – veganer Eierschwammerl-Reis

 

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Donnerstag: Nudeltag. Ich verwende auch gerne Maisnudeln. Natürlich zählt Mais zu den Getreidearten, ist jedoch einmal in der Woche okay. Je gröber die Struktur, desto „gesünder“. Daher nach diesem Essen einen bewegungsreichen Nachmittag anpeilen. Wenn du einen Maiskolben grillst wäre das auf jeden Fall gesundheitlich besser.

Vatertag – Einladung zu einem etwas anderen kulinarischen Zusammentreffen

 

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Freitag: Erdäpfeltag. Ich liebe Erdäpfel in all ihren Varianten. Ob Püree oder Rosmarin-Erdäpfel aus dem Backrohr als Beilage zu Zucchini, Aubergine, Paradeis und Zwiebel, alias Ratatouille echt ein totaler Genuss. Ein Muss für uns in dieser Woche, denn die Auberginen und Zucchini haben jetzt Hochsaison. Falls dir diese Kochart zu aufwendig ist, im Rezept gibts die einfachere Kochversion 😛

Ratatouille – nicht nur ein sensationeller Film

Deine Einkaufsliste, damit du optimal vorbereitet bist

Deine Einkaufsliste für die getreidefreie Woche …

 

Mein Gesundheitstipp für dich

♣ Wenn du meine Blogposts über die Bücherserie „Weizenwampe“ von Dr. Williams Davis nachlesen möchtest, um mehr Hintergrundwissen zu haben, dann klick bitte hier …

Getreidefrei und alles wird gut # 1

Getreidefrei und alles wird gut # 2

♣ Wenn du meinen Blogppost über die verschiedenen Nudelalternativen nachlesen möchtest, dann klick bitte hier …   

Alles Nudel, oder was?

♣Verwende in dieser Woche alle möglichen Nudelalternativen!

Vermeide Weizen, Dinkel, Roggen und Gerste.

♣ Erlaubt sind einmal in der Woche Reis, Erdäpfel, Hafer und Hirse.

♣ Es geht hier absolut nicht um Zöliakie und Glutenunverträglichkeit, sondern um absolute Gesundheit und artgerechte Ernährung ohne Getreide!!

♣ Wir haben Hochsaison für (fast) alle Gemüsearten: von Zucchini, Aubergine, Gurke, Frühkraut bis hin zu Rhonen, Kürbis und Paradeiser. Alles ist in Hülle und Fülle auf einem Bauernmarkt in deiner Nähe zu kaufen.

♣ Bitte kaufe regional & saisonal und versuche „zero waste“ zu essen, so oft wie möglich.

Quelle: Weizenwampe. Warum Weizen krank macht; 2013 // Weizenwampe. Getreidefrei fit und schlank. Der Gesundheitsplan; Dr. Williams Davis; Goldmann; 2016.

Auf eine Woche ohne Gras essen 😛

Wirklich g’sunde Grüße

Martina

 

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