[Werbung] Natur pur – WOLLfühlmatte von Frau Helga Holzer

Hallo! Schön, dass du dir wieder die Zeit nimmst, bei mir reinzuschauen.

Auf meinen letzten Blogposts habe ich dich in die Welt der Faszien-Rollmassagen und Engpassdehnungen von Liebscher & Bracht mitgenommen, die ich auf meiner trendigen WOLLfühlmatte in der freien Natur gemacht habe. Heute möchte ich dir mein „neues“ Naturstück näher vorstellen.

Alle die mich ein bisschen näher kennen, wissen von meiner Affinität zur Natur und zu Bio-Produkten. Ich kaufe, wann immer möglich, alles biologisch, fair produziert, regional sowie zero waste! Das ist oft ein echtes Problem bzw. es ist sehr schwierig. Bei meiner neuen WOLLfühlmatte von Frau Helga Holzer habe ich wieder einmal einen Volltreffer gelandet. Die WOLLfühlmatte ist in nur kürzester Zeit zu meinem ständigen Begleiter und meinem Lieblingsstück geworden 🙂

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Der Weg zu meinem neuen Lieblingsstück

Oft sind es die Umwege, die zu einem guten Ziel bzw. zu einem guten Ende führen. So war es definitiv bei dieser – meiner – WOLLfühlmatte. Eine liebe Freundin brauchte mich im Sommer als ihre Vertretung im Ladies-Fitness-Center in Graz. Ich trainiere sonst nicht dort und so lernte ich viele neue Fitness begeisterte Damen kennen, die ebenso begeistert in meine Stunden kamen, um sich mit mir zu bewegen, zu schwitzen, zu lachen und auszutauschen. So war ich als Faszien-Expertin in meinen Yoga-Stunden als eine Trainerin der Ruhe, der Entspannung und der Natürlichkeit bekannt und lernte eine Freundin von Frau Helga Holzer kennen. Sie ist die treibende Kraft hinter den naturbelassenen WOLLfühlmatten.

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Vom Schaf zur Wolle

Der Weg vom Schaf bis zur Schafwolle ist ein langer und mit vielen Handgriffen verbunden. Im Handwerk der Weberei lernte Frau Helga Holzer diese Fertigkeit von ihrem Vater und ihrem Großvater. Die Weberei ist quasi seit jeher ein Familienunternehmen und wird dementsprechend familiär, in der Nähe von Pöllau, in der Oststeiermark, geführt. Ich durfte Frau Helga Holzer und ihre Schafe im Spätsommer besuchen und mir wurde die Weberei „vorgestellt“. Zum Schäfchen zählen bin ich nicht gekommen …

Bild 1: Die naturbelassene Schafwolle zeigt sich im erdigen Braun. Sie ist hier bereits gewaschen und dann getrocknet.

Bild 2: Zeigt die kardierte Wolle, also das Wollvlies. Das Kardiergerät zieht und wälzt die Rohwolle – bei diesem Vorgang werden die einzelnen Fasern in eine Richtung gekämmt.

Bild 3: Jetzt wird das Wollvlies zu einer Schnur verarbeitet, genannt Dochtschnur, welche Frau Helga Holzer dann verweben kann.

Von der Dochtschnur auf den Webstuhl

Hölzerne Webrahmen und einfache Webstühle kennt die menschliche Geschichte bereits aus der Jungsteinzeit. Im Jahr 1785 konstruierte der Engländer Edmond Cartwright die erste mechanisch betriebene Webmaschine. Es musste immer alles schneller und vor allem billiger werden, das war schon damals so …

Der Webstuhl von Frau Helga Holzer ist jedoch eine sensationelle, für mich gesehene Wundermaschine, die „nur“ durch Menschenhand und Menschenkraft erbaut wurde und auch heute noch betrieben wird.

Bild 1 und 2: Der Webstuhl aus Holz zeigt seine Ecken und Kanten und würde dir und mir wahrscheinlich so einiges erzählen, könnte er sprechen.

Bild 1, 2 und 3: Die Fäden der Natur, fein säuberlich aufgebunden, jedes an seinem richtigen Platz, abwartend auf den richtigen Moment, um dann als Ganzes zu brillieren. Meisterlich!!

Vom Webstuhl zur WOLLfühlmatte

Nach vielen Stunden der Handarbeit ist dann dein Lieblingsstück fertig. In der eigenen Lieblingsfarbe, in der individuellen Lieblingsgröße und natürlich ebenso in der ganz persönlichen Lieblingsdicke, denn nicht jede Yoga- und Faszien-Dame ist gleich empfindlich bei ihrem Training am Boden. So bin ich eine, die immerfort mit geröteten Knien aus der Bewegung 8 der Shaolin Formel, „Drei Teller fallen zu Boden“ bzw. dem sogenannten Frosch aus dem Yoga, aufsteht. Jetzt nicht mehr, denn ich habe mir eine wunderbar „dicke“ WOLLfühlmatte aussuchen dürfen.

Maße meiner WOLLfühlmatte: 175 cm lang / 74 cm breit / 1 cm dick!!

Bild 1: WOLLfühlmatte in Violett – meine absolute Lieblingsfarbe!!

Bild 2: WOLLfühlmatte in Rosa – für alle, die es gerne fruchtig haben wollen.

Bild 3: WOLLfühlmatte in Grün – für diejenigen, die den Frühling immer bei sich haben möchten.

Bild 4: WOLLfühlmatte in Blau – für alle, die es gerne kühl und klar bevorzugen.

Und damit gar nix mehr beim Training schiefgeht, näht Frau Helga Holzer auf der Unterseite der WOLLfühlmatte einen rutschfesten Naturlatex an. Das Lieblingsstück kann sogar mit Handwäsche gewaschen werden – ich mache es jedoch wie mit allen Schafwoll-Naturprodukten – ich hänge bzw. lege sie öfters über Nacht auf die Terrasse. Morgens ist sie wunderbar von der Feuchtigkeit der Nacht gesäubert. Die Natur macht’s möglich.

Und was für mich persönlich noch das Tüpfelchen auf dem „i“ ist, ist die Tragevariante, mit dem einfachen Strick – besser geht’s echt nicht!! Zero Waste vom Feinsten!!!

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Wenn ich dir jetzt Lust auf mehr gemacht habe und du für das kommende Weihnachtsfest ein besonderes Geschenk für einen besonderen Menschen brauchst, dann würde ich mich freuen, wenn du bei Frau Helga Holzer mit meinem Code MARTINA eine WOLLfühlmatte ganz nach deinen Wohlfühl-Zutaten bestellst. Durch meine Empfehlung hier auf meinem Blog und deine Nennung des Codes MARTINA erhalte ich ein Empfehlungshonorar. Danke!

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Deine Bestellung bitte an: Frau Helga Holzer, Tel: 03336/2110 oder 0664/5683974 oder per Mail: schauweberei@aon.at! Du kannst sie natürlich auch gerne in ihrer Schauweberei persönlich besuchen und dir alles zeigen lassen. Anmeldung erbeten.

Ganz im Sinne von „Everyday for Future“ sollten unsere Trainingsgeräte einen biologisch fairen und vor allem kleinen Fußabdruck haben – diese WOLLfühlmatte hat einen!!

Ich gebe dir hier im Kommentar gerne Auskunft und weitere Informationen, wenn du noch etwas wissen möchtest.


Auf ein natürliches und nachhaltiges funktionelles Training auf deiner WOLLfühlmatte,

freut sich deine

Martina

 


Resilienz!? Was bleiben lassen? Was tun?

Hey, du! Schön, dass du wieder dabei bist.

Resilienz? Wer oder was ist das? Ein Begriff der in den Medien, vor allem in unserer Blogger-Szene, in letzter Zeit weit verbreitet ist. Wieso, fragst du dich? Wieso erst jetzt, frage ich mich.

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Der Begriff Resilienz ist bereits 1974 (!!) von Murphy in die Literatur eingeflossen und er beschreibt in dieser Definition das „resiliente Kind“, welches in jedem von uns angelegt ist – also in dir und in mir : ) Das ist einmal ein guter Start. Denn bei der Geburt eines jeden Individuums sind zahlreiche Fähigkeiten, Begabungen, Anlagen, sowie Ressourcen angelegt und sie stehen jeder Zeit für dich und mich zur Verfügung. Ich möchte es mit Vertrauen, ja sogar mit dem sogenannten „Urvertrauen“ gleichsetzen, das wir von Anbeginn haben.

Das Wort Resilienz stammt ursprünglich aus den Materialwissenschaften und wird aus dem Lateinischen resilire abgeleitetEs bedeutet „zurückspringen“, „zurückprallen“ und beschreibt dort Materialien, die nach fester Anspannung wieder in ihre anfängliche Position zurückschnellen. Wir, in den komplementären Gesundheitswissenschaften, verbinden es mit „Gedeihen und Wachsen, trotz widriger Umstände“ – eine psychische Widerstandsfähigkeit laut Duden. 

1979 erweiterte Antonovsky diesen spannenden Bereich mit seiner damals neu eingebrachten Salutogenese, der Entstehung der Gesundheit. Für ihn sind es drei Komponenten, die ein gesundes Individuum verinnerlicht hat, um einen gesunden Lebensweg einzuschlagen.

  1. Handhabbarkeit / Machbarkeit
  2. Verstehbarkeit
  3. Bedeutsamkeit / Sinnhaftigkeit – der wichtigste dieser Drei.

Eine der wichtigsten Arbeiten kam 1992 von Werner & Smith, die 698 Kinder und deren Lebensweg über 30 Jahre lang beobachteten. Werner nannte die Kinder, die trotz widriger Umstände ein erfolgreiches und gesundes Leben meisterten, resilient.

Rogers (2004), ein bisserl später, spricht dann von der „Selbstverwirklichungstendenz“, die in jedem lebenden Organismus vorhanden ist, ebenfalls in Tieren. Die Tendenz ist eine Neigung zu wachsen, sich zu entwickeln und alle seine Möglichkeiten zu verwirklichen. 

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Aber was macht dich nun resilient?

Du kennst es sicherlich, wenn du eine Situation hast, wo du hinten und vorne nicht weißt, wie du das je meistern sollst. Ob es nun physischer und / oder psychischer Stress ist, Krankheit, Trauer oder Tod. Die Löcher, die uns tagtäglich auflauern, sind vielfältig. Was machst du dann? Oder was machst du gerade eben nicht? Wie kannst du deine Anspannung erfolgreich auflösen und sogar daran wachsen?

Drei Grundlagen erscheinen mir essentiell, um ein Vertrauen als Basis für eine gelebte Resilienz entfalten zu können:

  • Ein Vertrauen in sich selbst, ein Selbstwertgefühl, eine Fähigkeit zu lieben, sich auch selbst zu lieben;
  • ein Vertrauen ins Du, in andere, in Partnerschaften und in Freundschaften;
  • ein Vertrauen in das Ganze, in die Welt.

Willst du die psychische Widerstandsfähigkeit von dir (oder deinen Kindern, deinen Schüler*innen, deinen Studierenden) fördern, dann lege deinen Fokus auf folgende Erfahrungen:

Zuversicht & Freude

Vertrauen & Sicherheit

Integration & Zugehörigkeit

Hoffnung

Wohlbefinden

Sinn finden

Wiedergewinn von Unabhängigkeit

Unabhängigkeit im Denken, Wollen, Entscheiden, Handeln, Ausdruck von Gefühlen

Wertschätzung

Geborgenheit & Zuwendung & für andere da sein

 

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Mein Gesundheitstipp für dich

Suche dir von den oben genannten positiven Lebenserfahrungen zwei heraus, welche in deinem Leben bis jetzt noch keine große Rolle gespielt haben, aber die du in den kommenden Wochen speziell erleben und somit in dir fördern möchtest. Lass dir Zeit, spür‘ in dich hinein. Immer und immer wieder, bis du diese, deine „neuen“ Fähigkeiten, verinnerlicht hast. Bleib dran – es lohnt sich!

Sorge nicht, wohin dich der einzelne Schritt führt, nur wer weit blickt, findet sich zurecht. (Don Hammarskjöld)

Bei der Resilienz ist es wie bei der Gesundheit. Sie lässt sich nicht herstellen, nur fördern! Und bei diesem Fördern möchte ich dir mit meinen Blogposts und Rezepten behilflich sein! Das Thema ist sehr, sehr groß und heute ist einmal der Start …


… Schritt für Schritt in die richtige Richtung, wünscht dir

deine Martina


Fridays for Future! Sei du selbst die Veränderung, die du in dieser Welt haben möchtest!!

Hey! Schön, dass du wieder dabei bist.

Heute war der große „Klimatag“ auf der ganzen Welt. Warst du dabei? Auf der Straße? Schreiend und lärmend? Ich war dabei, aber als Zaungast, denn ich habe dieses Klima-Rettungs-Spektakel beobachten wollen. Das tat ich auch! Und ich bin doch enttäuscht, was ich da alles so gesehen habe …

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Der Demonstrationszug hat fast ganze 40 Minuten gedauert. Junge Kinder und Jugend, älter und ebenso mein Alter waren heute mobil für das Klima der Erde. Die Straßen der Grazer Innenstadt waren dafür gesperrt. So weit, so gut.

Die Transparente waren bunt und die Sprüche recht originell:

  • „Klima retten – Kapitalismus entsorgen“
  • „Zöpferl tik tak ist die neue Taktik“
  • „go vegan“
  • „vegan for the planet“
  • „the earth is hotter than you … mit einem Bild von Leonardo Di Caprio“
  • „Vielfalt mit Biobauern“
  • „Ich bin erst 7 Jahre alt und möchte auf dieser Welt alt werden“ (gehalten von einem kleinen Buben)
  • „Ich liebe Wasser“ (gehalten von einem Kleinkind im Kinderwagen)
  • und mehr als ein Dutzend Mal „Fridays for Future“ etc.

 

Einiges erinnerte dann doch an den Grazer-Faschingsumzug: Gladiatoren im Zweispänner, von Jungs gezogen, die sich im Kampf für den Planeten verkleidet hatten ..

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Einzelkämpfer, die ruhig und authentisch das zum Ausdruck brachten, was wichtig ist …

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Enttäuschend waren für mich die vielen DemonstrantInnen, die mit ihren ganz und gar nicht „Klima-neutralen“ Smartphones am Ohr mitmarschierten und das war ein Großteil!! Die, die rot, grüne und pinke Haare hatten, weil das Haare färben ihrer Ansicht nach toll für die Umwelt ist!? Die, die rauchend anscheinend die Emissionen nur bei den anderen sehen!? Die, die mit Hund an der Leine dabei waren, obwohl der Hund, das (!) Haustier mit dem größten biologischen Fußabdruck ist!? Ich bin sprachlos : /

Alles Sachen, die ich einfach nicht verstehe, weil sie keinen Sinn ergeben. Weil sie für das „Klima-retten“ keinen Sinn ergeben. Ich bin nicht perfekt, jedoch gehe ich jeden Tag den nachhaltigeren Weg, wo immer es möglich ist. Obwohl er schwerer ist! Auf Facebook gebe ich Tipps, wie und wo etwas nachhaltiger und umweltfreundlicher zu machen ist, bitte folge mir auch dort und mache deine Veränderung.

Hier auf diesem Blog möchte ich aber nun ein Zeichen für diesen „Klimarettungstag“ setzen, indem ich dich bitte, deine Weltverbesserung, die du heute bereits gemacht hast oder die du in den nächsten Tagen vorhast, mit uns zu teilen. Vielleicht, weil du von mir durch diese Zeilen zum „TUN“ motiviert wurdest. Jeder noch so kleine erste Schritt von dir mit Verzicht, mit Achtsamkeit, mit Ruhe und Stille ist ein Schritt in die richtige Richtung. In die Richtung einer lebenswerten Zukunft.

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Und noch ein letzter Gedanke: am Ende der Demonstrantenschlange ist ein junger Mann im Rollstuhl mitgefahren – alleine, ganz alleine. Und das auf einer Veranstaltung, die besseres Leben zum Ziel hat – es stimmt mich nachdenklich. Dich auch?


Mit den Worten von Gandhi möchte ich heute schließen: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“

Mach eine, deine Veränderung,

viel Kraft dabei, deine Martina


Alte Wege, neue Lehre – bewege dich frei mit dem AP-Therapy-Tower (#2)

Hey, du! Schön, dass du wieder reinschaust.

Falls du meinen letzten Blog aus der Vorwoche gelesen hast und ganz begeistert vom Premiumgym warst, dann hast du mit diesen kommenden Zeilen nun die gesamte Information, die das Physiorefreshment™ und die neuralinduktive AP-Therapy, nach Michael Ketels, ausmachen. Und wenn du nun glaubst, schon alle Fitness-Geräte zu kennen, dann werde ich dich jetzt wahrscheinlich enttäuschen, denn diesen AP-Tower gibt es erst seit Kurzem und er ist ganz neu im österreichischen Fitness- und Gesundheitsbereich und einzigartig im House of Balance, Graz. Darauf bin ich als Grazerin natürlich stolz.

Ebenso bin ich stolz, dass ich bereits die ersten Informationen und Einschulungen auf diesem Gesundheitsgerät bekommen habe, die noch dazu viel Spaß gemacht haben.

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Der AP-Tower und das Funktionsboard Premiumgym sind zwei Module, die als Werkzeuge für aktive, assistive und passive Interventionsmöglichkeiten im Alltag, im Sport und ebenso in der Therapie einsetzbar sind. Beide Teile lassen sich wunderbar zu einer funktionellen Einheit verbinden, somit kann Platz und Zeit gespart werden. Wie du oben auf dem Foto erkennen kannst, steht dem AP-Tower ein Premiumgym voran. Es könnte allenfalls noch ein zweites unter den Sitz dazu gestellt werden. Die Aussparungen sind gut sichtbar und daraus wird dann ein rundum Fitness-Fasziengerät für eine Drehrichtung in alle vier Himmelsrichtungen! Es kann mit ihm Kraft, Mobilisation, Haltung und Beweglichkeit, sowie Dehnungen in einem trainiert werden. Falls es von einem Therapeuten genutzt wird, können verschiedenste Lagerungs- und Behandlungstechniken damit ausgeführt werden.

Fotos oben: in sitzender Position, gut gehalten mit den Händen an den glatten Holzkugeln und die Beine wunderbar auf einer Faszienkugel rollend, kann komplett isoliert der Rücken nun gestreckt und gebeugt werden. Das ist Mobilisation der Wirbelsäule vom Feinsten.

Für mich als Gesundheitstrainerin und Faszienexpertin eine wirklich spannende Sache, denn der spielerische Ansatz ist mit dem AP-Tower ebenso gegeben. Ob reitend ohne Pferd, ob Schi fahrend ohne Schnee oder rudernd ohne Boot – der Fantasie sind hier ebenso keine Grenzen gesetzt.

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Endlich einmal ein „Behandlungsstuhl“, vor dem frau sich nicht fürchten muss… ; P denn er kann als

  • Trainingsturm
  • Sitz für manual-therapeutische Behandlungen
  • für spezielle Dehntechniken
  • für diverse Lagerungsmöglichkeiten hergenommen werden und macht außerdem viel Spaß und eine gute Figur…

Ob in gerader oder in schiefer Ebene, alles ist möglich und will ausprobiert werden.

Nochmals zurück zum Premiumgym, welches ich ab Herbst zum Training und Gesundbleiben anbieten werde. Mit viel Fantasie und Spaß haben meine Kolleginnen und ich einzelne Grundübungen mit „netten“ Begriffen versehen.

Der kickende Kranich – KK – kicking crane & der haxerl-hebende Hund – HHH – the mad dog usw. erwarten dich in einer unserer Premiumgym-Fitnesseinheiten im House of Balance.

http://www.houseofbalance.life

Du bist neugierig? Du möchtest mit dem neuesten Faszien-Fitnessgerät auf dem österreichischen Markt trainieren? Super, melde dich bei mir oder im House of Balance und wir bringen deinen Körper gemeinsam ins Schwitzen.

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Danke Mike für deine tollen Erfindungen!


Spiralförmige Fitnessgrüße von deiner

Martina


Alte Lehre, neue Wege – bewege dich frei mit dem Premiumgym (#1)

Hej, du! Schön, dass du wieder dabei bist.

Warst du am vergangenen Wochenende am Berg? Oder bist du vielleicht im See geschwommen? Warst du Rad fahren? Alles ist super, Hauptsache du machst Bewegung. Ich konnte als eine der Ersten in Österreich am Samstag und Sonntag eine ganz spezielle Art der Bewegung machen bzw. kennen lernen.

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Original von Michael Ketels

Wir Menschen, so wie wir heute sind und immer schon waren, sind für die Bewegung ausgerichtet und ausgestattet. Das 3. Jahrtausend tut aber alles daran, dass wir uns so wenig wie möglich körperlich verändern müssen. Wir fahren mit dem Auto und dem Motorrad, wir benutzen den Lift oder die Rolltreppe, wir fahren mit dem Scooter – es gibt sogar schon E-Scooter, damit noch weniger von uns in Bewegung sind, wir sitzen auf Stühlen, wo immer möglich… Wann werden unsere Extremitäten in alle vier Himmelsrichtungen gemeinsam mit einer Rotation im Oberkörper durchgeführt?

Richtig! Nie mehr. Unsere Kinder machen es noch, bevor wir sie im Kindergarten oder in der Schule auf Sessel zwingen. Leider ist der Trend hin zur Kinderkrippe für unsere 0- (!?) bis 3-Jährigen ein schlechtes Zeichen unserer modernen Zeit. Sie und wir müssen erneut lernen und anfangen uns richtig zu bewegen, denn die „freie Mobilität ist das Ziel“ und die Idee hinter dem Premiumgym, laut Michael Ketels.

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Original von Michael Ketels

Nach einem schweren Fallschirmunfall, bedingt durch seine Arbeit als Bundeswehrfallschirmspringer, war Mike, wie er in Sportkreisen genannt wird, über acht Monate an den Rollstuhl gefesselt. Die Schulmedizin hatte wenig Antworten darauf und so hatte Mike selbstständig damit begonnen, wieder Schritt für Schritt in (s)ein normales Leben zu finden. Er hat dabei unter anderem das Premiumgym, ein Funktionsboard, und den AP-Tower erfunden, entworfen, gebaut und Schulungskonzepte mit diesen Tools erarbeitet. Als Mitbegründer der Rückenschule 2.0 sind ihm die haarsträubenden Zustände unserer Wirbelsäulen gut bekannt. Sein Leitspruch „weicht der Druck, weicht der Schmerz!“ ist demnach ein wichtiger Ansatz, um unser Klientel, das wir coachen, bereits im ersten Setting mit Motivation, größerer Vertrautheit und Selbstsicherheit, für die eigene Gesundheit etwas tun zu können, auszustatten. Denn schon nach einer intensiven Stunde am Premiumgym spürst du dich freier und offener. Du hast einfach ein anderes Körpergefühl.

Was ist nun dieses Premiumgym-Funktionsboard?

  • ein aus Holz gefertigter Halbkreis, ca. 8 cm hoch, mit je drei kugelförmigen Aussparungen auf der rechten und linken Seite
  • 2 dazugehörige „Stöcke“ aus rostfreiem Stahl, in der Höhe individuell verstellbar, mit leicht einzurastendem Zahn
  • auf beiden Seiten der Stöcke aus Holz gefertigte Kugeln, die in die Aussparungen perfekt hineinpassen
  • nicht dazugehörend aber optional eine Matte, wenn Übungen am Boden liegend durchgeführt werden sollen

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Der Anblick alleine verlangt nach mehr – hochheben, drehen, verstellen. Da kommt das verspielte Kind in uns allen wieder zum Vorschein. Und genau das sollte hier in Kombination passieren – spielerische Selbsterfahrung und Kreativität, gepaart mit unterschiedlichen Anreizen und Antrieben, die von der Trainerin kommen.

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Diese glatte Holzkugel basiert auf dem Prinzip der Kugelmechanik. Sie imitiert quasi das menschliche physiologische Hüft- und Schultergelenk und lässt, bei vorgegebener Richtungszuweisung, dreidimensionale Bewegungsmuster zu.

Daher ergeben sich eine Vielzahl an Trainings- bzw. Bewegungsformen für eine

  • hocheffektive
  • funktionelle
  • spiraldynamische
  • langkettige
  • anspruchsvolle UND
  • spielerische Gymnastikstunde!

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Die in der richtigen Höhe eingerasteten Holzkugeln auf äußerster Position gestellt ergeben eine wunderbare Rotationsübung, die wir Menschen im Alltag einfach nicht mehr machen, aber unbedingt machen sollten.

Von einem 2-Punkt-Stand werden wir durch das Premiumgym in einen sicheren 4-Punkt-Stand geholt, was für viele Menschen heute zusätzlich Sicherheit gibt und die Bewegungsausführung somit optimaler machen lässt.

Gehalten in der Rotation als Dehnübung, gemeinsam mit einem Ausfallschritt, bringst du nicht nur deinen Oberkörper in Form, sondern lässt deine Beine gleichsam mittrainieren (Foto oben links).

In einem Ein-Bein-Stand kannst du nun ein Bein schwingend vor und zurück bewegen. Dieses Schwingen ist die Art Faszien überhaupt in die richtige Form zu bringen. Mit dem Halt an den Holzkugeln und geführt in den Aussparungen bringt es für viele mehr Sicherheit (Foto oben rechts).

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Bist du erst einmal aufgewärmt, kann es mit Kraftübungen weitergehen. Die Grätsche / Squat mit gleichzeitigem Bizeps-Trizeps-Training, wenn du dich an den Kugeln mit deinem Gewicht wieder hochziehst. Die dabei notwendig Koordination ist ein tolle Herausforderung.

Gleichzeitig kannst du dich mal richtig hängen lassen … affenähnliche Bewegungen können leicht nachgeahmt werden und sind essentiell für ein gesundes und schönes ; ) Faszienkostüm.

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Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Bodenübungen, mit hohem Körpergefühl und guter Körperspannung werden wieder entdeckt und sind genauso schweißtreibend wie eine Kraftkammer, die mit vielen Geräten vollgestellt ist. Hier ist aber alles in einem – vom Aufwärmen, Kräftigen, bis hin zur Koordination und Achtsamkeitsübung, wenn du deine Augen bei vielen Übungen zusätzlich schließt. Eine propriozeptive Wow-Erfahrung, die du nicht missen solltest.

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Danke Mike, Michael Ketels, Erfinder und Instruktor von Physiorefreshment™ / Premiumgym und neuralindukative AP-Therapy, für die spannende Einführung in diese brandneue und in Österreich einzigartige Trainingsmethode.

Möchtest du mit dem Premiumgym trainieren?

Möchtest du mehr Infos bekommen?

Kontaktiere das House of Balance  unter

https://houseofbalance.life/locations/oesterreich/graz/

…schau in den Stundenplan, ab September bieten wir 3-mal wöchentlich den Premiumgym in Form einer Gruppenfitness an.

Oder kontaktiere mich gleich mit unten stehendem Formular.


Mit spielerischen Grüßen für einen fitten Herbststart

deine Martina


Vitamin D – lass die Sonne rein

Hey, du! Toll, dass du wieder hier rein liest.

Du liegst gerade in der Sonne an einem netten Seeufer hier zu Lande oder packst deine Koffer für deinen Strandurlaub am Meer? Egal wo du gerade bist, ich hoffe, du bist draußen unter dem freien Himmel und genießt den wunderbaren Sommer und die vielen Sonnenstrahlen, die uns dieser Tage beschert sind. Ich weiß schon: einige werden jetzt sagen, aber Achtung – zu viel Sonne ist schlecht für uns und unsere Haut. Schwachsinn, antworte ich. Ohne Sonne kein Leben – für keinen von uns. Im Gegenteil – wer sich der Sonne entzieht, wird krank und das auf viele bereits bekannte und viele noch nicht (von der Schulmedizin) anerkannte Weisen.

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Foto: Stefan Bacher

Symptome von Vitamin-D-Mangel – findest du dich darunter?

  • psychische Beschwerden: z.B. Schlafstörungen bzw. nicht erholsam aus dem Schlaf aufzuwachen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, innere Unruhe, Stimmungsschwankungen, Depressivität bis Burnout (und noch mehr)
  • physische Beschwerden: z.B. Zuckungen und Verkrampfungen der Muskeln an Armen und Beinen, unruhige Beine, Kopfschmerzen vom Nacken ausgehend, bis hin zu Osteoporose als chronischer Defizitzustand (und noch mehr)

Nimm dir Zeit und lies genau, wenn du mehrere Faktoren bei dir bemerkt hast, denn du kannst es ohne großen Aufwand ändern!

Vom Vitamin zum Hormon

Die Herstellung des lebenswichtigen Stoffes passiert aus dem Basisfettstoff – Cholesterin aus dem Blut – Provitamin D3 entsteht > durch UV-B-Sonnenbestrahlung wird Vitamin D3 gebildet > von der Haut geht es dann in die Leber > dort wird umgebaut in 25-Hydroxy-Vitamin-D ( 25(OH)D ) > von dort gelangt es zu den Nieren und wird in das aktive Vitamin-D-Hormon 1∝,25(OH)2-D3, respektive Calcitriol synthetisiert > von dort geht es in alle Zielorgane (Nieren, Darm, Knochen, Nebenschilddrüsen…). Relativ neu sind die Forschungsergebnisse, dass fast alle Zelltypen im menschlichen Körper Vitamin-D-Rezeptoren aufweisen, um selbst diese letzte Synthesestufe durchzuführen. Vitamin D ist daher für deine Gesundheit, dein Wohlbefinden und deine Langlebigkeit unumgänglich!!

Es ist so, wie mit allen Dingen auf dieser Erde: „…nur die Dosis macht das Gift“ (Paracelsus 1493-1541) und wer schon im Frühling mit kurzen Sonnenexpositionen beginnt, kann diese bis in den Sommer steigern und sollte dies auch unbedingt tun, denn das Sonnenvitamin D ist essentiell, d. h. lebensnotwendig für uns Menschen.

Als Säugling hast du, und ich ebenso, Vitamin D in Tropfenform in den Mund bekommen, damit deine Knochen „ordentlich“ wachsen. Mineralisieren nennt die Medizin diesen Vorgang, wenn das vorhandene Vitamin D das im Blut zirkulierende Kalzium zum Knochenaufbau heranzieht. Der Kalziumspiegel im Blut muss dazu aber konstant sein. Ist dies nicht so, kommt das Parathormon ins Spiel.

Und so sieht das Gesamtkonzept in uns aus

  • Prävitamin D 3 wird unter UV-B-Lichtbestrahlung in der Haut synthetisiert oder über den Darm durch spezielle Nahrungsmittel (fetter Fisch, spezielle Pilze, Nahrungsergänzungsmittel) aufgenommen. Zwischenstufen werden in Leber und Niere in eine aktive Form umgewandelt. Gleichzeitig hebt es die Resorption von Kalzium aus dem Darm an.  
  • Der Gegenspieler, das Kalzitonin (in der Schilddrüse gebildet), senkt den Kalziumspiegel im Blut, indem es dieses in die Knochen einbaut. Ein wunderbarer Kreislauf, wenn alles im Normbereich liegt.
  • Das Parathormon wird vermehrt ausgeschieden (gebildet in der Nebenschilddrüse), wenn der Kalziumspiegel im Blut sinkt und es wird sodann aus dem Knochen Kalzium abgebaut, damit wieder genug im Blutkreislauf vorhanden ist, usw.. Das heißt ein ausreichender Vitamin-D-Blutspiegel hält die Parathormonbildung in Schach und somit unsere Knochen stabil!

Ist zu wenig Vitamin D im Blut, sinkt in Folge dessen der Kalziumspiegel und diese oben angeführte Kaskade an Vorgängen wird gestartet. Ein konstanter Kalziumspiegel im Blut ist aber für etliche weitere Körperprozesse von Nöten –

  • es ist ein Mitspieler bei der Blutgerinnung,
  • wichtig bei der Hormonsignalübermittlung,
  • bei Vorgängen der Nerven-Reiz-Überleitung sowie
  • der Kontraktion von Muskeln.

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Wenn wir auf unsere Ahnen zurück blicken, wird gleich klar, dass wir mit 120.000 Generationen Jäger & Sammler immer an der Sonne waren, dann kamen 500 Generationen Ackerbau und wir waren wieder draußen an der Sonne. Die letzten 10 Generationen industrielle Revolution haben uns in dunkle Fabrik- und Büroräume verfrachtet und in der letzten Generation, wo ich und vielleicht auch du hineinfällst, sind wir vor dem PC und Internet noch viel weiter von der natürlichen Sonnenbestrahlung entfernt, als je zuvor. Was wird mit der kommenden Generation….?

Vitamin-D-Räuber in unserem täglichen Leben sind zusätzlich:

psychischer Stress

Nikotin

Alkohol

extremer Sport / Indoor Sport

chronische Entzündungen (MS, Rheuma)

Reizdarm

Diabetes Mellitus

Adipositas / Fettleibigkeit

Medikamente

Kulturelle Vorgaben

Und für alle, die jenseits der 60er-Marke sind, diese Haut kann leider kein Vitamin D aus den Sonnenstrahlen mehr umwandeln…

Aus all den oben angeführten Fakten siehst du selbst, dass ein ausreichender Vitamin-D-Spiegel im Blut für unser Leben, besonders wenn du Sport treibst, wichtig ist. Daher lege ich dir ans Herz, miss deinen Vitamin D-Spiegel regelmäßig, d. h. zweimal im Jahr zu Beginn wäre gut und danach entscheide selbst, ob und wie viel du in den Sommermonaten in die Sonne gehst : ).

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Die völlige Überforderung, wenn du planlos in den Geschäften etwas Passendes für dich suchen sollst – also bitte nicht!!

Sei nicht so naiv und schlucke irgendetwas, wenn du dir nicht sicher bist. Einfach Tropfen oder Kapseln einzunehmen, ohne zu wissen, wie bzw. wo du stehst, davon rate ich dir definitiv ab. Ich habe in meinen 43 Jahren meines Sportlerinnenlebens noch nie irgendein Mittelchen einfach so eingenommen. Der Nahrungsergänzungmarkt redet uns das aber leider immer mehr ein. Die Mittelchen gibt es ja bereits überall zu kaufen – sogar online. Daher bringe ich regelmäßig als Prävention ein bisserl Blut ins Labor. Das Resultat hat mich anfangs doch geschockt. Ich bin ein Mensch, der sehr viel im Freien ist – ich habe einen Garten und bin gern draußen. Meinen Job – den Sport, mache ich jedoch fast ausschließlich Indoor und da liegt der Haken. Die vielen Stunden im Turnsaal, sowie in den Fitness-Studios können die Zeit in der Sonne leider nicht ausgleichen. Stress und meine drei Schwangerschaften, sowie mein vegan/vegetarischer Lebensstil sind hier gerade auch nicht hilfreich.

Meine letzte Untersuchung liegt ein paar Wochen zurück und ich bin wieder einmal „gerade“ so im Normbereich – 31 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) und daher handle ich bereits zukunftsweisend für mich und meinen Körper und fülle nun meinen Speicher auf!

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Was zeigt der Blutbefund? Verwirrend für uns „Endverbraucher“ sind die beiden Einheiten, die bei Vitamin-D-Bestimmungen auf dem Laborausdruck ersichtlich sind. Hier zu Lande kann der Wert in ng/ml  (Nanogramm pro Milliliter) oder in nmol/l (Nanomol pro Liter – Umrechnungsfaktor 2,496) auf dem Befund stehen. Bei mir sind es die ng/ml. Der Normbereich beginnt für gewöhnlich bei 30 ng/ml und geht bis zu 100 ng/ml. Diese Werte werden aber nicht allseits anerkannt, respektive kritisch diskutiert.

Die Werte im Überblick

< 20 ng/ml … absoluter Mangel

21-29 ng/ml … relativer Mangel

30-100 ng/ml … regelrechte Versorgung

40-60 ng/ml … optimale Versorgung

100-150 ng/ml … übermäßige Versorgung

Und leider meinen viele ÄrztInnen, dass bei 30 oder ein bisserl drüber alles im „grünen Bereich“ sei. Da bin ich, mit einigen anderen, anderer Meinung. Diese empfehlen bei einem Mangel, d. h. nun alles unter und bis 30 ng/ml, eine Auffüllung mit 10.000 – 15.000 IE (Internationale Einheiten) pro Tag über 4 bis maximal 8 Wochen, danach 3.000 IE pro Tag als Erhaltungsdosis, vor allem im Winter. Empfehlungen aus dem Buch „Vitamin D“ von Dr. med Eberhard J. Wormer gehen von 800/1.000 bis 3.000 IE Vitamin D 3 aus. Fakt ist, dass wir hier in Österreich auf der nördlichen Hemisphäre während der dunkleren Jahreszeit kein Vitamin D in der Haut produzieren können, weil die UV-B-Strahlung ausbleibt. Unsere Nachbarn Deutschland, Schweiz, Ungarn und alles darüber haben natürlich das gleiche Schicksal. Daher können wir ruhig vom Vitamin-D-ilemma sprechen, da die meisten Menschen ihren Vitamin-D-Wert leider nicht wissen.

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Wer mehr wissen möchte, als ich hier im Blog aus dem Buch herausgenommen habe, dem empfehle ich „Vitamin D“ von Dr. E. J. Wormer

 

Hast du dich nun entschieden, etwas mehr „Sonne“ in dein Leben zu lassen und deine Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen, dann gratuliere ich dir. Mach einen Termin beim nächsten Labor oder bei deiner Ärztin, die das Vitamin D, also das 25-Hydroxy-Vitamin D / (25(OH)D / Calcidiol, misst. Nur dieses ist aussagekräftig!!

Hier noch einige Tipps auf was du beim Kauf achten solltest, falls dir deine Ärztin nicht eine „Firma“ aufdrängt.

Wichtig beim Kauf von Vitamin-D-Produkten ist nun

  • Reinsubstanz, muss es sein 
  • keine Zusatzstoffe, lies den Beipackzettel mit Ruhe durch
  • Qualität der Rohstoffe
  • Verträglichkeit, ist bei jeder von uns anders – achte darauf
  • keine Verunreinigung
  • Dosierung – wie oben ausführlich beschrieben. Zum Auffüllen muss es 1.000 IE / Tropfen sein, sonst musst du viel zu viel schlucken.

Ich habe schon einige für dich ausprobiert – hier im Vergleich:

Biogena: 1 Tropfen hat 1.000 IE / Trägerstoff: Sonnenblumenöl, Cholecalciferol / Inhalt: 25 ml / Preis: € 26,90

Pure: 1 Tropfen hat 1.000 IE / Trägerstoff: mittelkettige Triglyceride, Cholecalciferol / Inhalt: 22,5 ml / Preis: € 29,90

Dr. Jacob’s:  1 Tropfen hat 800 IE / Trägerstoff: High-Oleic-Sonnenblumenöl (94 %), Antioxidationsmittel stark tocopherolhaltige Extrakte (Vitamin E natürlichen Ursprungs), Vitamin D3, Menachinon (Vitamin K2, all-trans MK-7) / Inhalt: 20 ml / Achtung bei gemeinsamer Einnahme mit Vitamin-K-Antagonisten – Gerinnungshemmer vom Cumarin-Typ / Preis: € 19,95

Eigenmarke der Adlerapotheke (Graz) ohne Foto: 1 Tropfen hat 1.000 IE / Trägerstoff: Weizenkeimöl, Cholecalciferol / Preis: € 9,95

Fazit – es gibt aber ebenso viele andere Hersteller, die hier nicht getestet wurden:

  • Eigenmarke – auf Grund von Weizenkeimöl für mich nein danke
  • Dr. Jacob’s – auf Grund der vielen Zusatzstoffe für mich nein danke
  • Pure – auf Grund von Übernahme durch den Nestlé Konzern und daher ethischen Bedenken für mich nein danke.
  • Ich bin bei Biogena „hängen geblieben“ und sehr zufrieden. Dies ist eine österreichische Firma aus Salzburg und weist für mich alle oben angeführten Kriterien eines optimalen Nahrungsergänzungsmittel auf!

Die Wahl liegt aber natürlich ganz bei dir selbst…

Wenn du dich im Sommer für die Sonnenvariante entscheidest, dann ist folgendes interessant zu wissen: ein sonniger Sommertag in Norditalien lässt bei einem hellhäutigen Menschen (dazu zählen wir) innerhalb von 10 bis 12 Minuten Vitamin D produzieren, welches einer Tagesdosis von 10.000 bis 20.000 IE gleichkommt. Also – lass die Sonne rein bzw. rauf auf deine Haut!!


Mit der Hoffnung, ein bisserl (Sonnen-)Licht ins Dunkle gebracht zu haben,

schicke ich dir sonnige Grüße

deine Martina


Sternenmütter lasst uns reden

Hi! Schön, dass du wieder rein schaust.

SternenmütterSternenkinder? Vielleicht kennst du den Begriff „noch“ gar nicht oder unter Umständen bist du sogar eine Sternenmama oder ein Sternenpapa oder ein Sternengeschwisterchen?

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Mit diesem Blog nehme ich die im Titel gestellte Aufforderung der heurigen Muttertagsausgabe der Kronen Zeitung von Frau Vikarin Julia Schnizlein, MA (Wien-Währing) an und widme die nächsten Zeilen allen, die dieses Leid gemeinsam mit mir bereits ertragen mussten, aber auch für jene, die bis jetzt unter Umständen immer die Augen und Ohren vor „Kindern, die fehlen„, respektive vor toten Kindern verschlossen hatten, weil sie diesen unsagbaren Schmerz von anderen Frauen nicht ertragen konnten. Habe Mut und lies bis zum Ende.

Der Tod hat viele Gesichter. Ich, aus der professionellen Pflege stammend, kann dies mit Sicherheit bestätigen, denn ich habe schon sehr viele Sterbefälle miterlebt und begleiten dürfen. Für jeden von uns ist sein eigener Verlust der schwerste, ist sein Bingerl, das er trägt,  das schwerste. Der Tod gehört zum Leben dazu, obwohl wir in der aufgeklärten Welt diesen zu verdrängen versuchen. Ganz unter dem Motto „für immer jung“. Dass wir sterben, wenn wir alt und krank sind, liegt in der Natur des Menschen. Was ist aber, wenn ein Ungeborenes, ein Baby oder Kind stirbt? Das ist so wider der Natur, dass es uns sprachlos zurücklässt. Unsere Geschichte zu erzählen, ist jedoch als Orientierungshilfe, gerade im Zeitraum der jungen Trauer, extrem wichtig. Obwohl die Geschichte meines Sternenkindes Benjamin nun bereits 18 Jahre lang dauert und ich vor allem zu Beginn Tagebuch geschrieben habe, gehe ich erst heute damit „wirklich“ nach außen. Das Erzählen vom eigenen Erlebten macht unser Leben wieder heil – ein Stück zumindest. Und daher erzähle ich dir heute einen kleinen Teil meiner Geschichte…

Ich bin so unendlich einsam! Ich fühle mich so leer und der Schmerz ist so unendlich groß. Ich glaube, heute ist Mittwoch (27. Juni 2001). Die Zeit scheint eine Ewigkeit zu sein. Ich blicke zurück und es kommt mir vor, als ob ich diesen Schmerz schon mein ganzes Leben lang mit mir getragen habe. Dabei ist es erst 2 Tage her, genau 44 Stunden.

Lange Zeit wollte ich es nicht wahr haben. Doch Gefühle täuschen nicht. Man hat Vorahnungen, wenn sie negativer Natur sind, schiebt man sie schnell zur Seite. Der Kopf ist groß genug. Sind sie positiv und richten uns Menschen auf, dann holt man sie immer und immer wieder hervor. Warum sprachen wir am Sonntag (24. Juni 2001) beim Frühstück über die Totgeburt eines Babys von einer mir fremden Person? Ich kenne nur ihre Mutter und das nur flüchtig. Sie erzählte es mir in den Anfängen meiner Schwangerschaft mit Benjamin. Furchtbar tragisch, entsetzlich und grauenvoll empfand ich es, doch wie gesagt, negative Empfindungen haben nur ganz hinten Platz. So ein Drama passiert lediglich anderen Frauen.

Warum kam dann unser Gespräch am Samstag (23. Juni 2001) zuvor auf nicht spürbare Kindsbewegungen im Mutterleib? Es war bei der Hochzeit von Freunden. Wir hatten ein Pärchen (I. & R.) erst auf dieser Hochzeitsfeier kennengelernt. Zwei hochschwangere Frauen finden recht schnell Kontakt und Gemeinsamkeiten. Da gibt es viel zu erzählen und zu erfragen. Da ich die „erfahrenere“ Schwangere von uns beiden war, musste ich eher Antworten geben. Und auf die Frage, ob ich denn auf die Klinik fahren würde, wenn ich mein Ungeborenes einmal einen Tag zum Ende der Schwangerschaft nicht mehr spüren würde, war es doch sonnenklar: auf jeden Fall! Hatte ich die selben Gedanken bei meiner ersten Schwangerschaft mit meiner Tochter Laura? Ich glaube nicht. Als schwangere Frau schenkt man doch Leben, oder?

In der Nacht zu Sonntag, es war ca. 2 Uhr früh, weckten mich die ersten Wehen auf. Ich schlich mich aus dem Schlafzimmer, um R. nicht zu wecken. Die Blase drückte bei dem großen Bauch natürlich und so ging ich leise auf die Toilette. Ebenso sollte Laura unbedingt schlafend bleiben. Da die Geburt zu Laura sehr schwer und langwierig war, entschied ich mich bei dieser, meiner zweiten Geburt, schon früher los zu lassen, nicht erst im Kreisssaal, unter mahnenden Worten der Hebamme. Das tat ich dann, mit streichelnden Bewegungen über meinen dicken Babybauch und Gesprächen zu meinem ungeborenen Sohn, sitzend auf dem WC.

Ich würde ihn gehen lassen, sagte ich mehrmals. Ohne die Bedeutung von „gehen lassen“ auf ein, für immer und ewiges Fortgehen gemeint zu haben. So kam es, dass sich mein ungeborener Sohn in dieser Nacht von mir verabschiedete, für immer, ich den Sonntag über keine Kindsbewegungen mehr verspürte und ich bis Montag abwartete, um ins Krankenhaus zu fahren. Ich solle nicht hysterisch sein und mich beruhigen, hieße es aus meiner engsten Runde. Und so kam bei mir alles anders,  als ich gesagt und vor allem geplant hatte. Das weiß ich aber erst jetzt, Tage nach der Totgeburt meines Sohnes Benjamin am Montag, dem 25. Juni 2001 und ich finde keine Antworten darauf – das ist das Schlimmste…

…Freitag (29. Juni 2001): die ersten Stunden wieder zu Hause. Ich hatte sie mir schwieriger vorgestellt. Als ich mit R. vorgefahren bin, waren gerade Arbeiter der Zaunfirma vor Ort. Meine Mutter und Laura standen an der offenen Haustüre, um die Schlüsseln von diesen zu empfangen. Die Augen meiner Tochter leuchteten hell, als sie mich sah. Beide, Laura und meine Mutter, riefen „Mama“! Ein Mama, welches einen meiner schwersten Schritte im Leben doch etwas leichter fallen ließ. Ich tat diesen Schritt in ein Haus, welches nun doch nicht mit unverkennbaren Neugeborenenschreien erfüllt werden würde. Im Gegenteil. Lautes Wehklagen und Schluchzen werden Teile der Tage und vor allem der Nächte sein…

Heute, 18 Jahre danach, würde ich mir wünschen, dass es den gleichgesinnten Frauen, leichter gemacht wird. Dass sie ihre erlebte Geschichte gleich einmal erzählen dürfen, dass ihnen von Anbeginn zugehört wird, dass sie sich ihren Weg der Trauer selbst bestimmen dürfen und dass sie für all das Mut aufbringen. Da ich in meiner Freundesrunde bzw. in meinem Bekanntenkreis die erste Sternenmama war und irgendwie dann doch viele es auch wurden, habe ich schon oft einer traurigen Geschichte gelauscht. Ich bin eine starke Frau, die resilient und salutogenetisch ihren Lebensweg verfolgt, auch wenn dieser, zahlreiche schwarze Löcher und damit schwere Stunden für mich bereit hält.

Vielleicht will die eine oder andere mit mir reden – ich höre auch dir gerne zu. Auch hier auf meinem Blog. Geh deinen Weg, den du für richtig empfindest.

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Mein Gartenblumenstrauß für Benjamin am heutigen 25. Juni

Und lass es mich dir sagen: es gibt Tage wie heute, wo es mir mit und in meiner Trauer wieder einmal schlechter geht. Aber es gibt ebenso Tage, wo ich all das Bodenlose bereits heilsam in mein Leben integriert habe. Das Schwierige dabei ist, dass diese Schwankungen für mich unkontrollierbar sind. Vielleicht werde ich dies auch nie ganz können, denn meine Gefühle als Sternenmama kommen und gehen in Wellen. Besonders an Jahrestagen wie dem heutigen Sterbetag, dem errechneten Entbindungstag, Muttertagen oder den großen Feiertagen.

Ich möchte schließen mit dem Song von Eric Clapton, der ein Sternenvater ist und dies auf wunderbarer Weise in einem seiner größten Hits heilsam nach außen getragen hat und bei all seinen Konzerten immer und immer wieder erzählen darf:

Tears in Heaven

Would you know my name
If I saw you in heaven?
Would it be the same
If I saw you in heaven?
I must be strong
And carry on
Cause I know I don’t belong
Here in heaven
Would you hold my hand
If I saw you in heaven?
Would you help me stand
If I saw you in heaven?
I’ll find my way
Through night and day
Cause I know I just can’t stay
Here in heaven
Time can bring you down
Time can bend your knees
Time can break your heart
Have you begging please
Begging please
Beyond the door
There’s peace I’m sure
And I know there’ll be no more
Tears in heaven
Would you know my name
If I saw you in heaven?
Would it be the same
If I saw you in heaven?
I must be strong
And carry on
Cause I know I don’t belong
Here in heaven
Cause I know I don’t belong
Here in heaven


Ich wünsche dir als Sternenmama an deinen speziellen Tagen viel Kraft und Mut deinen  ganz eigenen Weg zu gehen und ich würde mich freuen, wenn du mich daran teilhaben lässt, deine Martina

 

 


Resümee der House Of Balance“Prevention days“ Graz

Hey! Schön, dass du reinschaust.

Am Wochenende sind die „Prevention days“, die Gesundheitsvorsorgetage im House of Balance in unserer wunderbaren Stadt Graz zu Ende gegangen. Zwei Wochen zuvor durfte ich mit meinem Faszienvortrag bereits mein Faszienwissen an Interessierte weitergeben. Aber dazu später:

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Die Vortragsreihe begann am Dienstag, 11. Juni, abends mit Dr. Arno Sommeregger, Arzt für Allgemeinmedizin, Vorsorge- und Orthomolekularmediziner aus Klagenfurt. Sein Thema „Warum bin ich so müde – Leben wir noch artgerecht?“ ließ uns Einblick in die wichtige Welt der Vitamine und Spurenelemente nehmen und bestätigte mir die Relevanz einer täglich ausgewogenen, regionalen und saisonalen – demnach gesunden Ernährung. Speziell natürlich im Sport, wo ich zu Hause bin, und gerade da ist im Bereich Jugendsport in Österreich, sicherlich ebenso bei unseren Nachbarn in Deutschland großer Handlungsbedarf.

Nahrungsergänzungsmitteln werden ja von uns Sportlern wie Zuckerln eingenommen – sollten aber nur gezielt und nach einem Blutcheck so verordnet werden, dass es quasi eine „Auffüll-Therapie“ ist. Ist der Speicher voll, können wir getrost ohne Mittelchen weitermachen – artgerechte Ernährung und Lebensstil vorausgesetzt.

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Falls du zu denjenige gehörst, die Nahrungsergänzungsmitteln einnehmen, beachte bitte:

  • Reinsubstanz soll es sein
  • keine Zusatzstoffe sollen reingemischt sein
  • achte auf die Qualität der Rohstoffe 
  • die Verträglichkeit ist bei jedem anders, höre dabei in dich hinein
  • keine Verunreinigung durch diverse falsche Zutaten oder Produktionsschritte
  • Dosierung (!) – auf die kommt es an

Den Beipackzettel genau durchzulesen oder in der Apotheke / Reformhaus einmal mehr nachzufragen, ist hier sicher empfehlenswert. Einen Vortrag darüber zu besuchen, ist natürlich vor dem Start in eine Vitamin- und Spurenelemente-Auffüll-Therapie optimal!

 

Am Donnerstagabend, 13. Juni ließ ich mich von Michael G. Leinter in „Die Kraft des mentalen Trainings“ entführen und war wirklich fasziniert, denn ich hatte noch nie einen Vortrag angehört, in dem, bis auf eine Folie, alles „nur“ Bilder gezeigt wurden und der Vortragende uns damit zu einem „spielerischen Lernen“ einladen wollte.

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Mentales Coaching verschafft Überblick, den wir in unserem stressigen Leben ab und an verlieren. Deshalb sehe ich mentales Coaching oder Training als Hilfe zur Selbsthilfe an, denn nur du kannst dein Leben selbst ändern, in dem du anfängst, das zu tun, wovon du überzeugt bist!!

 

Das Highlight dieser Präventionstage waren sicherlich die beiden Vorträge von Prof. Dr. Joseph Godges, MA, MSc. in Physikalischer Therapie, BEd. in Sportmedizin, der aus Los Angeles, USA angereist kam. Stattgefunden haben sie am Mittwoch, dem 12. und Freitag, dem 14. Juni. Der Titel seiner Vorträge: „Wie bewege ich mich richtig und beuge Schäden am Bewegungsapparat vor?“ ist hochbrisant, denn die  Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates sowie Herz-Kreislauf- und Psychiatrische Erkrankungen zählen zu den häufigsten drei Ursachen für die Zuerkennung einer Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension in Österreich und sicherlich in so ziemlich jedem unserer Europäischen Nachbarländer. Spannend waren seine manuellen Eingriffe gleich während des Vortrages an Personen im Publikum und die damit verbundenen „live“ Erfahrungsberichte der Therapierten. : ) 

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Die fünf Grundprinzipien, die bei einer Bewegung ausschlaggebend sind, laut Godges:

  • kritische Elemente, die in jeder Bewegung auftreten können
  • häufige Bewegungsfehler, die wir irgendwann in unserem Leben falsch eingelernt haben
  • die dazugehörigen körperlichen Beeinträchtigungen
  • die daraus entstehenden Übungen zur Behandlung der körperlichen Beeinträchtigungen
  • sowie zum Schluss natürlich die Übungen für die Umerziehung oder Ausbildung für eine korrekte Bewegungsausführung 

Während dieser Woche konnten noch viele andere sehr interessante Workshops und Schnupperstunden erlebt werden – z. B.: Alles zur Ayurveda Marma Therapie, Shiatsu und Do-In, Einführung in die bunte Welt des Taiji und Qigong, Kinesiologisches Tapen, sowie die faszinierende Faszientherapie des Rolfings.

Wie schon oben erwähnt, durfte ebenso ich, als Faszientrainerin im House of Balance meinen Vortrag „Faszien – die Alleskönner“ am Samstag, dem 25. Mai, zum Besten geben und hatte eine ausschließliche Damenrunde zu betreuen. Viele interessante Fragen wurden aufgeworfen – ich hatte Zeit alle zu beantworten. Ich bot einen aktiven Vormittag, bei dem die Damen gleich während meiner Informationsveranstaltung ein kleines, aber feines Faszientraining absolvieren konnten. Wir hatten dazu das typische Faszienwerkzeug wie die Hartschaumrolle, diverse Bälle und natürlich unseren Körper griffbereit und konnten somit ebenfalls die 12 Übungen der Faszientransformation der Shaolin-Formel am eigenen Leib ausführen und spüren. Hochmotivierte Damen schrieben sich gleich im Anschluss in meinen Kurs ein – ich bin seitdem ihr persönlicher Faszien-Bewegungscoach, bedanke mich für dieses Vertrauen und freue mich auf die kommenden Wochen des gemeinsamen Trainings!!

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Das House of Balance gibt es am Hauptplatz in Graz : ), in der Schweiz in Zürich – Glattbrugg & in Bad Zurzach, in Spanien in Malaga & Marbella und in den USA, in Santa Barbara, CA. Wenn ihr dort seid – reinschauen, es lohnt sich!

www.https://houseofbalance.life/

In diesem Sinne wünsche ich dir, wo immer du auch gerade bist, einige interessante Inputs und eventuell Ideen, wie du dein Leben in die richtige Richtung steuern kannst – mit genügend Vitaminen und Spurenelementen, mit mentaler Stärke und der richtigen, artgerechten Bewegung : ) …


Get all in one mit mir und g´sunde Grüße

deine Martina

 


Alles über Faszien – meine Artikel in diversen Zeitschriften

Meine Lieben! Schön, dass ihr wieder da seid.

Das von der WHO ausgerufene „Lebenslange Lernen“ ist so eine Sache. Einerseits wird das Wissen auf der Welt immer größer, andererseits kann frau das Rad nicht neu erfinden, oder? Ihr kennt das sicher. Eigentlich sollten wir uns ständig weiterbilden und Kurse besuchen. Irgendwie gibt´s aber nicht wirklich etwas Neues. So dachte ich mir das jedenfalls. Immerhin bewege ich mich nun schon 45 (!) Jahre im Sportbereich und habe so ziemlich alles ausprobiert. Angefangen mit Ballet, als ich 3 Jahre alt war, über die Rhythmische Sportgymnastik, bis ich mit 12 Jahren verletzungsbedingt aufhören musste – jedoch nur für kurze Zeit. Denn ohne Sport, respektive Bewegung kann ich nicht leben. Und so bin ich bereits in meiner Jugend mit Aerobic in Berührung gekommen und habe dort meine Leidenschaft entdeckt. Aerobic-Auswüchse gab es danach ja genug und so kamen Step Aerobic, Latin Aerobic, Pilates, Yoga, Piloxing, Tae Bo udgl. dazu, doch so richtig neu war dann mein erstes Faszientraining!

Das war vor 4 Jahren. Bei einem Vortrag auf unserer LehrerInnen-Konferenz am USI Graz, wurde das Faszientraining nach den Shaolin Formeln vorgetragen. Ich habe mir die Bücher von DI Robert Egger gekauft, seine Workshops besucht und mich dann sogar in den Buddhistischen Tempel nach Wien begeben, um vom Großmeister Shi Yan Liang selbst zu lernen. Das, was in diesen letzten 4 Jahren mit meinem Körper passiert ist, hat mich dazu bewogen, immer und immer mehr in Richtung Faszienwissen, Faszientraining und Faszienvorträge zu gehen.

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Daher bin ich stolz, dass ich nun sogar von der UNI Graz gefragt wurde, einen kurzen Artikel in Ihrer Bedienstetenzeitschrift zu schreiben. Der Hype um das Faszientraining hält nach wie vor an und viele Menschen können mit dem Begriff Faszien noch immer nichts anfangen – leider, denn Faszien und das richtige Training gehören zur Fitness und zur Gesundheit, ohne Wenn und Aber, dazu. Wer es am eigenen Leibe erfahren hat, kann mich verstehen. Wer sich noch nicht schwingend, federnd und endgradig bewegt hat, hat wirklich viel verpasst.

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Ebenso bin ich in der Hauszeitung des House of Balance in Graz veröffentlicht worden, wo ich sogar am kommenden Samstag einen 2-stündigen Vortrag mit Hands-On- Training halte und das Faszienwissen von Ost und West in Zusammenhang bringen werde. Die Zugangsweise ist nämlich eine konträre und sehr spannend, weil beides ausgezeichnete Ergebnisse auf physischer und (!) psychischer Ebene zeigt. Wir Westler sollten natürlich Faszienwerkzeuge wie die Hartschaumrolle oder Faszienbälle kaufen. Da sind die Asiaten viel Umwelt orientierter, denn ihnen reicht das Werkzeug des eigenen Körpers…

 

Für alle, die diesen Termin nicht schaffen, hier ein paar neue Fakten über den menschlichen Körper:

WissenschaftlerInnen fällt es schwer neue Entdeckungen im Körper zu machen; Organe, Knochen, Muskeln – fast alle sind schon seit einigen Jahrhunderten bekannt, kartografiert und beschrieben worden. So war das bis vor Kurzem aber nicht bei den Faszien! Die italienische Forscherin und Professorin Carla Stecco an der Universität Padua (I) hat damit ein neues Kapitel in der anatomischen Forschung aufgeschlagen und 10 Jahre lang hunderte Leichen seziert, sodass ein einmaliges Werk vom „Atlas des menschlichen Fasziensystems“ entstehen konnte. Ihr Vorwort beginnt so: „Die großen anatomischen Atlanten beschreiben ausführlich die Organe und Muskeln des Körpers. Die Hülle dieser Strukturen, die Faszien, werden jedoch meist der Vorstellungskraft des Lesers überlassen.“ 

Und damit hat sie vollkommen Recht!

Die von ihr aufgezeigten zahlreichen Funktionen der Faszien deuten auf deren Wichtigkeit hin. So sind dies:

  • Stützfunktion – sie sind für den Körper ein stützendes Gerüst und halten Organe und Systeme in ihrer anatomischen Form
  • Verbindung von Körpergewebe – Bänder, Sehnen und Faszien verbinden alles, was in beweglicher Verbindung zueinander stehen soll
  • Schutzfunktion – durch eine Polsterung umgeben die Faszien Organe und füllen die Zwischenräume aus
  • Metabolische Funktion – alles, was gegessen und aufgespalten wird, um in die Zelle zu gelangen, geht den Weg über dieses angrenzende Bindegewebe / Faszien
  • Energiespeicherung – im Fettgewebe, einem spezialisierten Bindegewebe, wird Energie gespeichert
  • Regulierende Funktion der Diffusion – diverse Stoffe müssen reguliert werden, bevor sie ein- oder ausströmen / diffundieren können
  • Bildung von Narbengewebe – die Faszien haben grundlegende Bedeutung bei der Heilung von Gewebeverletzungen

Und wer diese lange Liste nun durchgedacht hat, muss zum Schluss kommen, dass die Faszien als Alleskönner nicht nur die medizinischen und Medizin nahen Berufe, sondern gleichfalls den Sport revolutioniert haben. Daher lohnt es sich für jede/n bald einmal ein Faszientraining aktiv mitzumachen und hineinzuspüren. Gerne bei und / oder mit mir ; )


Viele ent-spannende Momente in eurem nächsten Faszientraining

wünscht euch

eure Martina


Den eigenen Rhythmus finden – die Chronobiologie macht es sichtbar

Meine Lieben!

Es ist Freitag und auf meiner „To-do-Liste“ sind noch zahlreiche Punkte unbearbeitet. Ich könnte das Wochenende durcharbeiten, trotzdem wäre ich nicht fertig und irgendwie sind mir alle Tage zu kurz. Kennt ihr das, wenn die Zeit einfach nicht ausreicht? Oder, wenn frau in der Früh nicht aus dem Bett kommt, dafür mit der noch anfallenden Arbeit die Nacht zum Tage macht?

Irgendwie verkehrt, werden jetzt alle sagen! Die Wissenschaft sagt, dass es Morgen- und Abendtypen von Menschen gibt, die sogenannten Eulen oder Lerchen, bildlich gesprochen. Viele von uns sind Mischtypen, aber wir neigen meist zu einem der beiden Chronotypen. Ebenso sollen Morgentypus-Eltern Kinder bekommen, die genau so ticken. Demnach spielen die Gene hier ein Rolle. Die Pubertät stellt alles ein bisserl auf den Kopf, die hormonelle Umstellung ist dafür verantwortlich – das haben wir doch alle durchgemacht, oder? Wahrscheinlich zum Leidwesen unserer Eltern.

Da ich nun bereits mehrfach „Elter“ – ähh – älter ; ) bin, erlebe ich gerade das Gegenspiel. Noch dazu wird der eigene Rhythmus durch die moderne, schnelllebige Welt  immer schwerer lebbar. Weil ich mich für das „Ticken der inneren Uhr“ stets interessiert habe, in meinem erlernten Beruf der professionellen Pflege, aber ebenso im Sport,  die Krankheitsanfälligkeit, sowie Burn-out-Rate immer weiter anstieg, beschäftigte ich mich bereits 2012 bei meiner ersten akademischen Abschlussarbeit an der Donau Uni Krems mit der Chronobiologie. Ich durfte Prof. Maximilian Moser kennen lernen und in Vorträgen seine Passion zum Aufzeichnen dieser menschlichen Rhythmen erleben (u. a. an der Karl-Franzens-Uni Graz und bei der „Fit im Job“-Gala). Da ich ein Fan von Sigmund Freuds Richtschnur bin, die aussagt, dass nur „Erfahrungen am eigenen Leib“ dir weiterhelfen, habe ich mich mit einem Herz-Raten-Variabilität-Gerät (HRV) für 24 Stunden verkabelt und einen Selbstversuch gestartet. Ich wollte sehen, was passiert in mir drinnen, wenn ich diverse Tätigkeiten – aktive und passive – verrichte.

Das Ergebnis war sehenswert, für meine Prüferinnen nicht, da sie keine Ahnung von solchen HRV-Geräten hatten und noch nie ein Selbstversuch als Thesis eingereicht wurde :). Eigentlich braucht frau jedoch keine Spezialistin zu sein, um zu sehen, dass die Herz-Raten-Variabilität und damit der Marker zur Aktivierung und Erholung in der Nacht in allen Bereichen nach unten sinkt. Aber nicht nur Nachts, sondern auch in der Zeit zwischen 14 und 16 Uhr. Und gerade da hatte ich einen Leberwickel gemacht, in Form einer 20-minütigen Ölkompresse, mit gleichlanger Nachentspannungsphase. Wirklich spannend zu sehen, dass ich all meine innere Aktivität sofort auf tiefgreifende Erholung herunterfahren konnte. Was viele von uns nämlich nicht mehr können, ist einfach mal abzuschalten und zu entspannen und außerdem können wir uns unserem Typus nicht ganz entziehen und das müssen wir uns einfach eingestehen. Dagegen arbeiten oder einen anderen Tagesrhythmus leben, macht uns krank bzw. krankheitsanfällig. Keine Entspannungsphasen oder Pausen einlegen, das Gleiche.

So sieht es ebenso Klara Fuchs, die in ihrem neuen Blog über Tipps schreibt, die aus der Erschöpfung führen:

https://www.klarafuchs.com/2019/05/12/in-5-schritten-aus-der-erschoepfung-rauskommen/

Und hier meine Tipps für euch, wenns einmal so gar nicht funktionieren sollte:

1. Eine kurze Ruhephase ist nach dem Essen besonders ratsam – wenn möglich legt euch in Rückenlage hin. Das viele Sitzen verspannt nicht nur den Ileopsoas, den Hüftbeuger, sondern überdehnt auch eure Rückenstrecker. Gerade Rückenlage ist immer top, denn die Wirbelsäule kann ihrer Form entsprechend auf der Matratze zur Entspannung kommen. Kein oder nur ein flaches Kopfkissen verwenden.

2. Wenn wir keine Ruhe finden, hilft Wärme überaus gut – zudecken ist die einfachste Methode und beide Hände auf den Unterbauch legen. Hilft das aber ebenso nicht…

3. Eine Wärmeflasche ist schnell bei der Hand – Achtung vor Verbrennungen, wenn ihr sie ohne Schutz auf die Haut auflegen solltet. Der Bereich des Sonnengeflechts – Solar Plexus – um den Nabel, ist gut geeignet.

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Noch besser, die Leberregion auf der rechten Oberbauchseite! Wir reden dann von einem klassischen Leberwickel, wenn er feucht-warm gemacht wird, der nicht nur sehr gute Entspannung bringt, sondern ebenso gut die Entgiftung ankurbeln kann.

4. Mein Geheimtipp – eine warme Ölkompresse, gerne mit 1 Tropfen eures ätherischen Lieblingsdufts verfeinert an Tagen, wo ihr eurem Körper und eurem Geist ganz besonders viel Gutes tun wollt.

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Ich arbeite in meiner Praxis mit Ölen von Evelyn Deutsch-Grasl und Farfala aromapflege.com/wie-mache-ich-einen-leberwickel 

Was benötige ich für diesen temperierten Wickel

  • Bio-Pflanzenöl deiner Wahl
  • einen Esslöffel
  • Baumwolltuch / Geschirrtuch ( sauber  🙂 )
  • Plastiksackerl klein
  • Wärmeflasche befüllt mit heißem Wasser
  • Unterlage wie einen Polster mit Rohwolle gefüllt oder einfach ein Holzbrett
  • ein Handtuch oder einen Schal zum Fixieren / das Unterhemd oder T-Shirt tuts auch

Wie mache ich diesen temperierten Wickel:

1 bis 2 Esslöffel Bio-Pflanzenöle (z. B. Johanniskraut, Mädesüß oder einfach  nur Mandelöl) auf ein vierfach gefaltetes Baumwoll- oder Geschirrtuch verteilen, zusammenfalten und in ein Plastiksackerl geben. Dieses gefüllte Sackerl zwischen eine Wärmeflasche und einem Rohwolle-Kissen legen. Wenn das nicht vorhanden ist, einfach ein Holzbrett als Wärmespeicher nehmen. Etwa 10 bis 15 Minuten erwärmen – inzwischen könnt ihr euch zum Hinlegen bereit machen. Die Stelle rund um die Leber frei machen, das erwärmte Baumwolltuch aus dem Sackerl nehmen und mit der Öl benetzten Seite auf die Haut aufbringen. Mit Handtuch / Schal oder dem Shirt fixieren, sodass der Hautkontakt wunderbar vorhanden bleibt. Zudecken, Augen schließen und loslassen – ihr werdet sehen, ihr könnt euch dieser Entspannung auf keinen Fall entziehen.

Wer mehr Info über den Zusammenhang zwischen HRV, Burn-out und die komplementären Anwendungen mittels Aromapflege und ihren Wickeln möchte, dem empfehle ich meine Thesis im Anhang.

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Foto: Croce & Wir


Viele entspannte Erfahrungen an eurem eigenen Leibe, damit ihr dann wieder die volle Lebensenergie versprühen könnt,

wünscht euch

eure Martina


Osterfest – für mich immer mit Tradition verbunden

Meine Lieben! Das Osterfest steht vor der Tür. Und bei all diesen traditionellen Festen schwelge ich immer in Erinnerungen, wie es früher einmal war. Geht es euch genau so?

Als meine Kinder klein bzw. jünger waren, bemühte ich mich besonders in der Fastenzeit vor Ostern auf Diverses zu verzichten. Und zu Ostern gab es all das, was eben so dazu gehört: Karsamstags-Osterspeisensegnung, anschließende Osterjause mit Kren und Osterpinze, Auferstehungsgottesdienst mitten in der Nacht, gefärbte Ostereier und viel Schokolade am Ostersonntag in den vielen kleinen Osternesterln versteckt…

Was ist geblieben, nachdem meine Kinder, 19- und 16-jährig, nicht mehr an den Osterhasen glauben?

Ich bemühe mich oft verzweifelt an Altbewährtes festzuhalten und doch wird jedes Osterfest immer mehr anders. Der Osterschinken wird, wie schon in den vergangenen Jahren, durch Kichererbsen-Hummus ersetzt, die Weizen-Osterpinze wird durch das Paleo Bärlauch SMART BREAD heuer zum ersten Mal getauscht. Die gute „alte“ Schokolade darf bleiben, so auch das Eier färben. Heuer aber einmal anders, nämlich mit Blau-Holz aus unserem Bioherz-Reformhaus in Andritz.

Ebenso Premiere ist, dass mein Sohn seine Freundin mit nach Hause zur Osterjause und Osterfeier mitbringen wird, die dieses Osterfest somit ganz speziell werden lässt. Ebenso ein Pflichttermin ist die „Fleischweihe“ am Fuße des Kalvarienberges, da der Besuch am Kalvarienbergfriedhof bei meinem Beni gerade an diesen Tagen ein MUSS für mich ist.

Und bevor ich nun in die letzten, doch mit ein bisserl Stress versetzten, Vorbereitungen eintauche, noch einmal kurze Stille und Blick auf die Gegenwart, auf das Hier und Jetzt. Veränderung ist Leben – leben ist Veränderung!

In diesem Sinne euch allen ein gesegnetes und fröhliches Osterfest, wie auch immer ihr es heuer feiern werdet…


dies wünscht euch eure Martina


Alles Nudel, oder was?

Für mich als Berufssportlerin, Fitness- und Wellnesstrainerin waren Nudeln fast täglich auf meinem Tisch. Ob als kurze Farfalle, in langer Spaghetti- oder in dicker „Fingernudel“-Form, wie sie meine Kinder gerne nannten. Die Kohlenhydrate, die ich durch meinen täglichen Sport verlor, wurden hauptsächlich durch Nudelgerichte wieder aufgefüllt. Natürlich variierten die Soßen bzw. das Topping und ohne Salat geht bei mir gar nichts, aber trotzdem waren diese kohlenhydratreichen Dinger allgegenwärtig.

Diese Gewohnheit sehe ich aber nicht nur bei mir als „Bewegungsmaschine“, sondern auch bei all jenen, die sich fast kaum bewegen, die acht Stunden im Büro sitzen, mit dem Auto zur Arbeit und retour zur Wohnung fahren und am Abend gemütlich vor dem TV-Gerät sitzen. Da ist diese extreme „Kohlenhydratüberdosierung“, so wie ich es nenne, natürlich fragwürdig. Und obwohl ich meine Kohlenhydratspeicher täglich leerte und alsbald wieder auffüllte, fühlte ich mich nie in Höchstform. Also begann ich mich näher mit dem Thema „Weizenverzicht“ zu beschäftigen. Ich las Bücher, ging nicht mehr zwingend in Supermarktketten, sondern in diverse Reformhäuser und hielt auf Bauernmärkten Ausschau nach Alternativen.

Und diese gibt es nun bereits überall! Für alle, die nicht so experimentierfreudig sind wie ich, hier einige Infos.

Rote Linsen-Nudeln

Sie waren meine erste Wahl, weil ihre Farbe alleine schon sehr ansprechend ist. Ich habe sie von Alnatura, einer Firma, von der ich sehr gerne kaufe. Die Nudelart ist eine kleine, feine Spirelli, also gewunden, sodass viel Soße hängen bleibt – mhhh!

Die Kochzeit beträgt 4 – 8 Minuten (je nach Sorte) in heißem, nicht mehr kochendem Salzwasser. Leider verlieren sie danach sehr rasch ihre Form. Auch geht das schöne Rot der Linsen-Nudeln beim Kochen verloren, danach sind sie orange bis gelblich.

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Alle  hier beschriebenen Nudelsorten schäumen beim Kochen extrem über, bitte aufpassen!

Der Geschmack ist süßlich.

Sie sind aus 100% rotem Linsenmehl hergestellt – also vegan (tierbestandsteil- und tierversuchsfrei!!) Das ist ein sehr positiver Nebeneffekt bei all diesen Nudelsorten.

Nährwertangaben: (sind ungefähre Angaben, da je nach Sorte unterschiedlich)

  • 100 g Rote Linsen Nudeln geben 334 – 381 kcal / 1.412 – 1.613 kJ
  • 50 – 57 g Kohlenhydrate, davon 1,2 – 1,6 g Zucker UND
  • 26 – 28 g Eiweiß
  • 1,7 – 2,2 g Fett
  • 7,6 – 10,8 g Ballaststoffe

Grüne Mungbohnen-Nudeln

Sie haben mich als Zweiter angelacht, weil ich diese Bohnenart gar nicht kannte und neugierig auf deren Geschmack war. Die Farbe ist nicht gerade einladend, wenn frau keine Spinattigerin ist. Ihre Form gleicht allen anderen Nudelalternativen. Auch hier lässt die  Spirallenform die Soße gut dran.

Die Kochzeit (in Salzwasser) beträgt 8 bis 9 Minuten und zu langes Ziehen ergibt den gleichen Effekt des Zerfallens, wie bei den Linsen-Nudeln – leider.

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Geschmacklich reihen sie sich unter die Kategorie sehr dezent ein. Erinnert an Spinat. Kein WOW-Effekt, da müssen schon gut gewürzte Soßen oder herzhaftes Gemüse drüber.

Sie werden aus 90% gemahlenen grünen Mungbohnen und goldgelben Leinsamen hergestellt. Auch sie sind vegan!

Nährwertangaben: (sind ungefähre Angaben, da je nach Sorte unterschiedlich)

  • 100 g grüne Mungbohnen-Nudeln geben 274 – 348 kcal / 1.146 – 1.456 kJ
  • 41 – 47,2 g Kohlenhydrate, davon 1,4 – 4,8 g Zucker UND
  • 23,1 g Eiweiß
  • 1,2 – 5,3 g Fett
  • 17,3 – 17,8 g Ballaststoffe

Kichererbsen-Nudeln

Kichererbsen sind, wenn frau vegan leben möchte, ein Hauptbestandteil der Ernährung. Ich liebe den herkömmlichen Hummus bereits zum Frühstück, Kichererbsenpfanne mit Kohl und Kichererbsen mit Curry zu Mittag, aber die Nudeln aus dieser Hülsenfrucht haben mich nicht umgehauen…

Die Kochzeit beträgt bei ihnen 5 Minuten, fallen ebenso aus ihrer Form, wenn sie zu lange im Wasser sind.

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Ihr Geschmack ist erdnussartig, doch ein bisschen trocken.

Sie bestehen aus 100% gemahlenen Kichererbsen. Also ebenso vegan! Die dm-Nudeln sind aus Italien.

Nährwertangaben: (sind ungefähre Angaben, da je nach Sorte unterschiedlich)

  • 100 g Kichererbsen-Nudeln liefern 363 kcal / 1.531 kJ
  • 50 – 55 g Kohlenhydrate, davon 2,5 – 3,9 g Zucker UND
  • 19 – 20 g Eiweiß
  • 5,7 g Fett davon
  • 0,9 g gesättigter Fettsäuren
  • 9,2 g Ballaststoffe

Buchweizen-Nudeln

Und da kommen wir jetzt zu meinem Favoriten! Sie wurden von mir erst zum Schluss entdeckt – und sind jetzt schon überall zu sehen. Ich beziehe meine bereits regional vom Bauernmarkt in Andritz. Da weiß ich erstens was drinnen ist und zweitens unterstütze ich Menschen in meiner Nähe. Besser gehts nicht! Die Farbe schreckt viele ab, aber als vormals Dinkelmehlesserin, steht dieses Braun für mich für gesund. Sie sind die dicksten in ihrer Form, also geben sie am meisten her.

Hervorzuheben ist die extrem kurze Kochzeit mit nur 2 Minuten (bei meinen Buchweizen-Nudeln vom Markt), sonst steht 6 – 8 Minuten auf den Verpackungen. Dies scheint mir sehr lange… Nach einem Sportabend für mich das ideale Kochgut! Aber auch hier, gleich stehen bleiben beim Herd, denn alles über die Zeit lässt sie zerfallen und unansehnlich werden.

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Der Geschmack von Heidenmehl ist unverkennbar nussig.

Hergestellt werden sie aus 100% Buchweizenmehl. Vegan!

Nährwertangaben: (sind ungefähre Angaben, da je nach Sorte unterschiedlich)

  • 100 g Buchweizen-Nudeln liefern 347 – 354 kcal / 1.469 – 1.497 kJ
  • 65 – 67 g Kohlenhydrate, davon 0,9 – 1,4 g Zucker UND
  • 11- 12 g Eiweiß
  • 2,9 – 3,1 g Fett davon
  • 0,7 g gesättigter Fettsäuren
  • 9,2 g Ballaststoffe

 

Ob diese Nudelalternativen zu den low-carb-Lebensmitteln gehören oder nicht, wird gerne vielerorts diskutiert. Darum geht es mir hier gar nicht so sehr. Viel mehr möchte ich den hohen Eiweißgehalt hervorheben, der gerade bei uns Sportlerinnen wichtig ist, um Muskelaufbau zu betreiben und andererseits ist es eben auch dieses Eiweiß, welches den höchsten Wert der induzierten Thermogenese von 15 – 20% hat. Daher arbeitet jede Diät mit eiweißhaltigen Lebensmitteln und ich würde ganz ohne Diät einfach vermehrt zu diesen Lebensmitteln greifen… ; )

Zweitens sind Eiweiße extrem wichtig für unsere Fasziengesundheit: Kollagen und Elastin, die Bausteine der Faszien, sind Proteine in unserem Köper. Kollagen mit über 30% Anteil an der Gesamteiweißmasse ist sogar am häufigsten vertreten.

Und Drittens: alle hier getesteten Nudelalternativen sind getreidefrei und darauf kommt es an, wenn frau gesund, fit und schön sein möchte! Im Vergleich: herkömmliche Hartweizen-Nudeln haben über 70 g Kohlenhydrate / 100 g. Weitere negative Aspekte von Getreide sind in meinen anderen Blogs nachzulesen…


Für einen guten Start in eine vielleicht Kohlenhydrat reduzierte Woche

eure Martina