#1 Challenge 2021: zuckerfreie Woche

Halli-Hallo! Schön von dir, dass du wieder bei mir mitliest. Danke für deine Zeit. Ich hoffe, es geht dir gut, wo auch immer du gerade in der Welt bist. 🙂

Es ist soweit. Ich möchte nun endlich eine, meine große Herausforderung annehmen. Das heißt, ich werde auf eine zuckerfreie Woche beziehungsweise ein zuckerfreies Leben hin arbeiten. Möchtest du mich auf dieser Reise begleiten? Ganz unter dem Motto: geteiltes Leid ist halbes Leid!? Oder wird es nicht so schlimm werden? Was meinst du? Meine Erfahrungen aus der Umstellung hin zu weizenfreier Ernährung hat mich jedoch anderes gelehrt. Es gibt wirklich Entzugserscheinungen, wenn du gewisse Nahrungsmittel nicht mehr zu dir nimmst. Aber, das ist die gute Nachricht, es ist zu schaffen. Und wenn du es geschafft hast, dann geht es dir viel, viel besser. Also: lass es uns wagen!

Genug ist genug

Nicht nur die Wissenschaft, sondern (fast) alle wissen, dass zu viel Süßes, sprich Zucker, kein harmloses Genussmittel mehr ist. Zu viel an Zucker macht dick! Aber nicht nur das. Viele seriöse Studien haben bewiesen, dass auch andere Erkrankungen als die Adipositas (Fettsucht) aus zu viel an Zucker resultieren können. Da findet sich in der langen Liste unter anderem die Herz-Kreislauf-Krankheiten, Alzheimer und Krebs, ganz davon zu schweigen Karies und Diabetes. Wenn du nun all dem entkommen willst, dann ist eine Ernährungsumstellung unumgänglich. Was es dazu braucht, erfährst du hier.

Deine Zuckerentwöhnung

Gleich mal vorweg: in dieser einen Woche werden wir die Umstellung auf ein zuckerfreies Leben nicht schaffen. Ich möchte ehrlich sein. Aber es ist ein Anfang und zwar der richtige. Eine Zuckerentwöhnung braucht in deinem Körper drei (!) Monate. Diese Zeit braucht dein Stoffwechsel, um sich zu normalisieren, wenn du von „null“ anfängst. Bist du bereits ein Stück mit mir und meinem Blog gegangen, dann hast du bereits die erste große Hürde genommen. Du bist weizenfrei, vielleicht sogar schon getreidefrei. Damit meine ich, dass du die herkömmlichen Getreidearten wie Dinkel, Roggen und Gerste nicht mehr auf deinem Speiseplan hast. Wenn das noch nicht so ganz klappt, dann mache nun den ersten Schritt. Mit dem Link unten kommst du nochmals zu meiner Challenge der getreidefreien Woche. So bist du für die nächste Herausforderung „zuckerfrei“ gut gerüstet.

3. Ziel 2020: eine getreidefreie Woche

Step by Step

Wir werden diese Umstellung schrittweise gehen und uns kleine, aber machbare Ziele setzen. Und eines gleich vorweg: Ich mache diese zuckerfreie Challenge nicht um an Gewicht abzunehmen, denn diese Frage erhalte ich zu oft. Es geht mir hier nicht um purzelnde Kilos, nein! Es geht mir um ein gesünderes, fitteres Leben, wo ich mit Lebensstil-Prävention alle Krankheiten fern von mir halte. Und damit meine ich auch das Unwort mit dem C. 😛 Und nein, ich lebe nicht zuckerfrei. Ich liebe Nuss-Schokolade wirklich sehr!

Dieses große Ziel werden wir nur erreichen, wenn wir kleine Etappenziele einbauen. Dazu habe ich folgenden Plan:

⊗ Die Zuckerfallen müssen erkannt werden

⊗ Die Ziele müssen realistisch gesteckt werden

⊗ Wir wechseln zu gesundem Zucker

⊗ Wir entdecken neue Lebensmittel

⊗ Wir leeren unsere Zuckerspeicher

Und damit ich dich mit diesen vielen Aufgaben nicht gleich verschrecke, wirst du heute von mir die ersten beiden Punkte als Input erhalten.

Punkt 1: Die Zuckerfallen müssen erkannt werden

Dazu ist es unumgänglich ein Essens-Tagebuch zu schreiben. Nur für eine Woche, das sollte im Normalfall reichen, um die ungesunden von den gesunden Sachen zu unterscheiden. Das braucht jetzt kein wunderschönes, gebundenes Buch zu sein. Es reicht ein Heft oder 10 bis 12 DIN-A-4 Blätter zusammengeheftet. Mache neun Kategorien nach unten und schreibe bitte folgendes hinein:

  1. Das war mein Essen (Zutaten, Nährstoffe, bei Fertiggerichten die Zutaten notieren):

2. Uhrzeit: Wann habe ich gegessen?

3. Das war mein Trinken (kalorienfrei bzw. kalorienreiche Flüssigkeiten separat aufschreiben):

4. Wie schnell war ich wieder hungrig?

5. Habe ich daher nochmals etwas gegessen? Wenn ja, was?

6. So habe ich mich vor dem Essen gefühlt? (stressig, langweilig, war Streit)

7. So habe ich mich nach dem Essen gefühlt? (Schreib morgens bitte auch deine Schlafqualität auf)

8. Was habe ich an Bewegung gemacht? (Alltagsaktivitäten & Sport)

9. So viel Alkohol habe ich getrunken:

Mach fünf Kategorien zur Seite und schreibe bitte folgendes:

Frühstück — Vormittag — Mittagessen — Nachmittag — Abendessen

Vergiss nicht das Datum in eine Ecke zu schreiben. Für die ganz Eiligen, gibt es hier eine Vorlage, die du beliebig oft drucken kannst. 🙂

Essenstagebuch

Seit der Kindheit sind wir auf Süßes konditioniert worden

Wenn du deine heimlichen Zuckerlieferanten bereits weißt oder du ihnen nun mit dem Essens-Tagebuch auf die Schliche gekommen bist, dann kommt der erste große Schritt auf dich zu. Du solltest so rasch als möglich diese Zuckerfallen beseitigen. Das heißt nun im Klartext, entrümpel deine Laden, Vorratskammer, Kühl- und Tiefkühlschrank. Mach Platz! Sieh es als Osterputz, bei dem du Luft und Energie aus dem Frühling reinholst. Bei deinem Einkauf gilt ab sofort, dass du diese Produkte gar nicht mehr mit nach Hause nimmst. Du wirst es schaffen, wenn du stattdessen auf eher fett- und ballaststoffreiche Lebensmittel umsteigst. Diese Nahrungsmittel verdienen dann nämlich wirklich den Namen „LEBENSmittel“, denn sie sind Mittel zum Leben! ♥

Mit dem Essenstagebuch kannst du gerne schon ab Freitag beginnen oder lass dir Zeit und starte mit der neuen Woche am Montag. Die Karwoche sollte ohnehin ein bisserl kalorienärmer ausfallen, was aber in der momentanen Corona-Maßnahmen-Aussnahmesituation (ein krasses Wort 😛 ) wahrscheinlich eher ins Gegenteil ausschlagen wird. Also nichts überstürzen, keine extremen Veränderungen von heute auf morgen einführen, denn sie sind anfällig für Rückfälle. Und das bringt außer schlechtem Gewissen rein gar nichts. Für dieses Tagebuch schreiben brauchst du eine Woche.

Nach Ostern, wenn der Alltag uns wiederhat, werden wir mit den „neuen“ Einkaufslisten in die nahen Bio-Läden und Bauernmärkte einkaufen gehen und eine Woche lang tolle Rezepte kochen. Bis dahin liefere ich dir genug Infos über die gesunden Zuckervarianten und über die Tricks, wie die Zuckermafia uns überall auflauert und uns einknicken sehen möchte…

Wenn du mich bis jetzt begleitet hast, dann haben wir bereits die ersten beiden Punkte unserer 5-Punkte-Liste. Gratulation! Im Hinblick auf Ostern ist es empfehlenswert, die konventionellen Oster-Schokoladen-Geschenke den anderen zu überlassen. Du suchst und findest sicherlich bereits Schokohase, die mit alternativen Süßungsmitteln oder „zart-bitter“ bis „bitter“ und eventuell sogar vegan hergestellt wurden. Du hast andere Ideen? Dann lass es mich wissen. Ein Kommentar von dir würde mich sehr freuen.

Und zum Schluss möchte ich dir noch erzählen, woher diese Fotos stammen. Ich habe sie bei unserem Nizza Urlaub im Jahr 2014 gemacht. Am Hafen von Nizza war eine Art Garage, ein offenes Geschäft, in dem dort diese extremen Naschsachen in großen Kisten zum Verkauf angeboten wurden. Natürlich haben wir, meine Kinder und ich, eingekauft. Aber dieser Überfluss war, auch für unsere Augen, eher abschreckend, als einladend. Also passt der erste Titel perfekt: Genug ist genug!

Quelle: Zucker der heimliche Killer; Wie wir krank und süchtig werden; K. Mosetter; Th. Probst, W. A. Simon; A. Cavelius; GU Verlag; München; 2015.


Für eine konsequente Tagebuch-Woche wünsche ich dir viel Energie!

Zuckerfreie Grüße, Martina

9 Kommentare zu „#1 Challenge 2021: zuckerfreie Woche

  1. Ich fand die Bilder von den Süßigkeiten ganz schön gemein 🙂 Hat echt vom (sehr ernsten) Thema abgelenkt. 😉
    Ich verwende meistens Datteln, manchmal Stevia, manchmal Honig und wenn Zucker, dann den Vollrohrzucker oder Dattelzucker. Ich habe es aber die letzten Wochen tatsächlich geschafft, nicht mehr täglich zu naschen. Mein Gamechanger war keine Schokolade mehr zu Hause zu haben.

    Danke für die Challenge! Schön, wenn es so motivierte und motivierende Menschen wie dich gibt.

    1. Liebe C.!
      Das sind so nette Worte, die mich sehr berühren. Ich kann dich da draußen motivieren in die gesunde Richtung zu gehen – wow. Danke für dein Mitmachen. Bzgl. der Fotos:ich habe keine eckeligen Süßigkeitenfotos gefunden; bemühe mich aber beim nächsten Mal mehr 😛

      Bleib dran – ich mache noch weiter.

      G’sunde Grüße, Martina 🙂

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