Pflanzendrinks – die Milchalternative

Servus! Toll, dass du wieder dabei bist und danke für deine Zeit. Ich hoffe, es geht dir gut, wo auch immer du gerade in der Welt bist. 🙂

Ich bin mitten in meiner veganen Woche. Machst du bei dieser Herausforderung auch mit? Wie geht es dir dabei? Fällt es dir schwerer auf Fleisch oder auf die diversen Milchsorten und Milchprodukte zu verzichten? Da dies ein großer Teil unserer Ernährung ist, habe ich mir für heute die Milchalternativen, die sogenannten Pflanzendrinks, als Thema ausgesucht. Ich verzichte schon seit ungefähr 10 Jahren auf die „normale“ Kuhmilch, da ich laktoseintolerant bin und nach dem Kuhmilch-Genuss mit Verdauungsproblemen kämpfen musste.

Ich habe für diese Verkostung verschiedene Firmen herangezogen, werde hier jedoch keine Namen nennen, weil es kein Werbeblog ist!! Ich möchte dir einfach einen kleinen Überblick geben und es war für mich ebenso spannend, jegliche Pflanzendrinks (außer Soja und mit Geschmack (Vanille / Schoko etc.)) auf einmal zu sehen und zu verkosten – „Lebenslanges Lernen“, fällt mir hier spontan ein …

Buchweizen Drink (natural)

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Meine Gedanken und Geschmacksempfindungen dazu:

Der Buchweizen Drink besticht mit seiner samtig-braunen Farbe, seinem nussigen Geruch und seinem typischen Buchweizengeschmack, der nicht aufdringlich ist. Wer Buchweizen nicht mag, der wird mit dem Buchweizen Drink ebenfalls nicht glücklich werden ;-P

Was auf der Packung steht:

  • vegan
  • ist von Natur aus frei von Milcheiweiß, Laktose und Gluten
  • ist ohne Zuckerzusatz, ohne Süßstoffe
  • ist fettarm
  • hat eine milde Eigensüße

Durchschnittlicher Nährwert pro 100 ml:

216 kJ 51 Kcal / 1,1 g Fett / davon 0,2 g gesättigte Fettsäuren (FS) / 0,3 g einfach ungesättigte FS / 0,6 g mehrfach ungesättigte FS / 8,4 g Kohlenhydrate / davon 5,6 g Zucker / 1,6 g Eiweiß / 0,1 g Salz

Inhaltsstoffe:

Wasser, Buchweizen, Sonnenblumenöl, Meersalz. Vor dem Genuss schütteln.

Cashew Drink 

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Meine Gedanken und Geschmacksempfindungen dazu:

Der Cashew Drink ist leicht cremig-gelb in seiner Farbe, hat eine sämige Konsistenz und einen neutralen Geruch, geschmacklich ist nur eine leicht nussige Note zu erkennen, süßlich – nein, nicht wirklich.

Was auf der Packung steht:

  • vegan
  • von Natur aus frei von Milcheiweiß und Laktose
  • ist ohne Zucker, ohne Süßstoffe
  • ist fettarm
  • ist eine Kalziumquelle
  • mit Vitamin B 2, B 12 und D 2, E

Durchschnittlicher Nährwert pro 100 ml:

98 kJ 23 Kcal / 1,1 g Fett / davon 0,2 g gesättigte FS / 2,6 g Kohlenhydrate / davon 2,0 g Zucker / 0,2 g Ballaststoffe / 0,5 g Eiweiß / 0,13 g Salz / 0,75 µg Vitamin D 2 / 1,8 mg Vitamin E / 0,21 mg Riboflavin / 0,38 µg Vitamin B 12 / 120 mg Kalzium

Inhaltsstoffe:

Wasser, Cashewkerne, Zucker, Tricalciumphosphat, Meersalz, Stabilisatoren (Johannisbrotkernmehl, Gellan), Emulgatoren (Lecithine = Sonnenblume) Vitamine (B2, B12, E, D2)

 

Hafer Drink (ungesüßt)

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Meine Gedanken und Geschmacksempfindungen dazu:

Der Hafer Drink sieht wie echte Kuhmilch aus, richtig weiß halt, er riecht neutral und schmeckt leicht, frisch und doch etwas süß, er erinnert definitiv an Getreide und schmeckt mir sehr gut. Meine Tochter empfindet diesen Drink eher säuerlich.

Was auf der Packung steht:

  • vegan
  • von Natur aus frei von Milcheiweiß und Laktose
  • ist ohne Zucker, ohne Süßstoffe
  • ist fettarm
  • ist eine Kalziumquelle
  • mit Vitamin B 2, B 12 und D 2

Durchschnittlicher Nährwert pro 100 ml:

166 kJ 40 Kcal / 1,5 g Fett / davon 0,2 g ungesättigte FS / 5,6 g Kohlenhydrate / davon 0 g Zucker / 1,2 g Ballaststoffe / 0,2 g Eiweiß / 0,09 g Salz / 0,75 µg Vitamin D 2 / 0,21 mg Riboflavin / 0,38 µg Vitamin B 12 / 120 mg Kalzium

Inhaltsstoffe:

Wasser, Hafer, Zichorienwurzelfasern, Sonnenblumenöl, Calciumcarbonat, Meersalz, Stabilisator (Gellan), Vitamine (B2, B12, D2)

 

Haselnuss Drink (original)

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Meine Gedanken und Geschmacksempfindungen dazu:

Der Haselnuss Drink besticht durch seine typisch hellbraune Nussfarbe und dem ganz typischen Haselnussgeschmack, trotzdem absolut nicht süß, die Konsistenz ist eher dünn und passt, für mich, hervorragend für ein Kakao-Getränk!

Was auf der Packung steht:

  • vegan
  • von Natur aus frei von Milcheiweiß, Laktose und Gluten
  • ist fettarm
  • ist eine Kalziumquelle
  • mit Vitamin B 2, B 12, D 2, E

Durchschnittlicher Nährwert pro 100 ml:

122 kJ 29 Kcal / 1,6 g Fett / davon 0,2 g gesättigte FS / 3,2 g Kohlenhydrate / davon 3,2 g Zucker / 0,3 g Ballaststoffe / 0,4 g Eiweiß / 0,14 g Salz / 0,75 µg Vitamin D 2 / 1,8 mg Vitamin E / 0,21 mg Riboflavin / 0,38 µg Vitamin B 12 / 120 mg Kalzium

Inhaltsstoffe:

Wasser, Haselnüsse, Zucker, Tricalciumphosphat, Meersalz, Stabilisatoren (Johannisbrotkernmehl, Gellan), Emulgatoren (Lecithine = Sonnenblume) Vitamine (B2, B12, E, D2)

 

Hirse Drink (natural)

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Meine Gedanken und Geschmacksempfindungen dazu:

Der Hirse Drink sieht gelblich, wie Vanillemilch aus, riecht trocken und schmeckt süßlich, trotzdem sehr nach Getreide.

Was auf der Packung steht:

  • vegan
  • von Natur aus frei von Milcheiweiß, Laktose und Gluten
  • ohne Zuckerzusatz
  • ist fettarm
  • hat eine milde Eigensüße

Durchschnittlicher Nährwert pro 100 ml:

226 kJ 54 kcal / 1,1 g Fett / davon 0,1 g gesättigte FS / 0,3 g einfach ungesättigte FS / 0,7 g mehrfach ungesättigte FS / 10 g Kohlenhydrate / davon 5,5 g Zucker / < 0,5 g Ballaststoffe / 0,7 g Eiweiß / 0,08 g Salz

Inhaltsstoffe:

Wasser, Hirse, Sonnenblumenöl, Meersalz, natürlicher Zucker aus der Hirsefermentation

 

Mandel Drink (geröstet & ungesüßt)

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Meine Gedanken und Geschmacksempfindungen dazu:

Der Mandel Drink ist von seiner Farbe her cremig-weiß, eher dickflüssig und riecht lieblich, der Geschmack erinnert nur leicht an Mandel. Dieser Pflanzendrink ist mein Favorit und ich liebe ihn in meinem morgendlichen Schwarztee <3 !

Was auf der Packung steht:

  • vegan
  • von Natur aus frei von Milcheiweiß, Laktose und Gluten
  • ohne Zuckerzusatz, ohne Süßstoffe
  • ist fettarm
  • ist eine Kalziumquelle
  • mit Vitamin B 2, B 12 und D 2

Durchschnittlicher Nährwert pro 100 ml:

53 kJ 13 kcal / 1,1 g Fett / davon 0,1 g ungesättigte FS / 0 g Kohlenhydrate / 0 g Zucker / 0,3 g Ballaststoffe / 0,4 g Eiweiß / 0,14 g Salz / 0,75 µg Vitamin D 2 / 1,8 mg Vitamin E / 0,21 mg Riboflavin / 0,38 µg Vitamin B 12 / 120 mg Kalzium

Inhaltsstoffe:

Wasser, Mandeln, Tricalciumphosphat, Meersalz, Stabilisatoren (Johannisbrotkernmehl, Gellan), Emulgatoren (Lecithine = Sonnenblume) Vitamine (B2, B12, E, D2)

Reis Drink (natur)

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Meine Gedanken und Geschmacksempfindungen dazu:

Der Reis Drink ist ebenso kuhmilchweiß, eher dünnflüssig und riecht neutral, auch der Geschmack ist eher neutral, leicht süßlich, nichts erinnert an Getreide. Dieser Pflanzendrink ist der Liebling meiner Tochter …

Was auf der Packung steht:

  • vegan
  • von Natur aus frei von Milcheiweiß, Laktose und Gluten
  • ohne Zuckerzusatz, ohne Süßstoffe
  • ist fettarm
  • hat eine milde Eigensüße

Durchschnittlicher Nährwert pro 100 ml:

201 kJ 48 kcal / 1,1 g Fett / davon 0,1 g ungesättigte FS / 9,3 g Kohlenhydrate / davon 6,7 g Zucker / 0,1 g Ballaststoffe / 0,1 g Eiweiß / 0,08 g Salz

Inhaltsstoffe:

Wasser, Reis, Sonnenblumenöl, Meersalz

 

Mein Gesundheitstipp für dich 

alle Pflanzendrinks müssen vor Genuss in der Packung geschüttelt werden

♣ alle Pflanzendrinks müssen nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahrt werden

♣ alle Pflanzendrinks sollten nach dem Öffnen innerhalb von 4 Tagen aufgebraucht werden – so die Packungsaufschrift! Achtung: ich verwende alle diese Pflanzendrinks für 10 bis 14 Tage und sie sind noch nie schlecht geworden. Vertrau da bitte deinem (Haus)Frauenverstand und nicht der Wirtschaft!?!

♣ überprüfe vor Gebrauch einfach mit deinen Sinnen: visuell (Augen), olfaktorisch (Nase) und im letzten Schritt gustatorisch (Zunge) mit einer kleinen Kostprobe, indem du an dem Pflanzendrink nippst!! 🙂 

♣ du kannst die Pflanzendrinks einfrieren und wieder auftauen für den weiteren Gebrauch, dann aber zeitnah genießen

♣ alle Pflanzendrinks können kalt und warm genossen werden

♣ Pflanzendrinks werden bei ihrer Herstellung hocherhitzt, ich verwende sie daher ebenfalls zum Kochen

der Begriff Milch ist ausschließlich für das durchmischte, unveränderte Gesamtmelk einer oder mehrerer Milchtiere zugelassen

Milch anderer Tierarten werden dementsprechend bezeichnet z.B. Schafmilch, Ziegenmilch, Stutenmilch etc.

Pflanzendrinks dürfen daher nicht als „Pflanzenmilch“ verkauft werden

Pflanzendrinks sind keine Babynahrung

♣ Reis Drink wird als glutenfrei markiert und ist für Menschen mit Zöliakie geeignet

♣ Hafer Drink beinhaltet Gluten

wenn du Kuhmilch und Pflanzendrinks in seinen Makronährstoffen vergleichen möchtest, dann ist der Eiweißgehalt in der Kuhmilch eindeutig höher, der Fettgehalt in der Vollmilch (nicht fettarme bzw. teilentrahmte bzw. Magermilch) höher und die Verpackung im Glas bei einigen Milchsorten eventuell besser für die Umwelt

wenn du die ethischen Aspekte von Kuhmilch und Pflanzendrink vergleichen möchtest, dann solltest du wissen, dass eine Kuh am Tag ungefähr 30 Liter Milch geben muss, demnach das Kalb in der Milchindustrie ein „Abfallprodukt“ ist und von ihr sofort getrennt wird, damit die Milch uns Menschen bleibt …

Ich hoffe, diese Zeilen helfen dir bei deinem nächsten Einkauf, wenn du einmal etwas anderes versuchen möchtest.


Viel Freude beim Ausprobieren und Genießen neuer Geschmackserlebnisse!

G’sunde Grüße

Martina


Vegane Weihnacht – so einfach geht’s

Hey. Schön, dass du wieder hier dabei bist.

Bist du ebenfalls im Weihnachtsendspurt und hast noch einige Sachen auf deiner To-do-Liste? Am Tag vor Weihnachten geh ich immer noch einmal auf unseren Bauernmarkt, um die Lebensmittel für den Heiligen Abend so frisch wie möglich zu besorgen. Frisch gekocht, mit regionalen und saisonalen Nahrungsmitteln, ist für mich das A & O für (m)ein gesundes und fittes Leben und natürlich auch für meine Familie und für meine Gäste.

Apropos Gäste: heutzutage gibt es überall ein oder zwei vegetarische oder sogar vegane Gäste in der Runde. Die Alles-Fresser reduzieren sich sogar in Österreich 🙂 Und so werde ich immer wieder gerade vor Festen gefragt, was ich denn so auf den Tisch zaubere. In den letzten Wochen habe ich dir viele vegane Weihnachtsrezepte vorgestellt. Von den vier verschiedenen Suppen, dem Curry-Kraut-Salat bis zu dem veganen Nicecream als süßen Abschluss. Es fehlt also noch ein veganer Hauptgang, den ich dir heute serviere.

All meine Rezepte sind einfach zu kochen, gelingen immer und brauchen nicht stundenlanges Stehen in der Küche. Das heutige Pilaw, ein ursprünglich orientalisches Reisgericht, koche ich sehr gerne mit Buchweizen-Bulgur. Das winterliche Gemüse ist heute der Fenchel. Bulgur gibt es seit einiger Zeit ebenfalls in der getreide- und glutenfreien Variante mit Buchweizen – für mich daher ein MUSS. Da es in unserem Lande immer mehr Menschen mit Glutenunverträglichkeit gibt, ist es vielleicht auch für dich ein neues Gericht.

Bulgur-Pilaw mit Orange

 

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Was wir für 4 Portionen als Hauptgericht brauchen

  • 300 g Buchweizen-Bulgur (aus dem Reformhaus, ich kaufe es im Bioherz in Andritz)
  • 2 rote Zwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 2 mittelgroße Fenchelknollen, in dünne Scheiben geschnitten
  • 2 EL Olivenöl
  • Schale von 2 BIO-Orangen, abgerieben oder mit dem Zestenreißer in dünne Streifen abgeschnitten
  • Saft von 2 BIO-Orangen, mit
  • Wasser auf 600 ml aufgefüllt
  • je 1 Hand voll grüne und schwarze Oliven
  • 1 kleine Hand voll Mandeln, gesalzen, geröstet und in Stifte geschnitten
  • Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • glatte Petersilie, grob gehackt

Wie ich es mache und in 40 Minuten servierfertig bin

Die Fenchelknollen vierteln bzw. achteln, aber nicht ganz durchschneiden, sondern nur bis zum Strunk, diesen entfernen. Dann den Fenchel in sehr dünne Scheiben schneiden.  Je dünner die Scheiben, desto rascher ist dieser gar gebraten und du sparst Zeit und Energie 🙂

Die Zwiebelringe und den Fenchel 10 Minuten in Öl anbraten, bis sich beides mit einer Messerspitze einstechen lässt. Den Buchweizen-Bulgur mit der Orangenschalen- und Orangensaft-Wasser-Mischung einrühren.

Alles aufkochen, die Hitze reduzieren und zugedeckt circa 15 Minuten ziehen lassen. Der Buchweizen-Bulgur soll gut aufgequollen sein und noch einen weichen Biss haben.

Mandelstifte in einer kleinen Pfanne mit dickem Boden ohne Öl anrösten und leicht salzen, dann unter die Gemüse-Bulgur-Mischung rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren die gehackte Petersilie darüber streuen.

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Dieses Gericht ist fein und sehr lecker, ganz ohne Fleisch! Als veganer Hauptgang ideal für Weihnachten. Sind da aber Fleischliebhaber ebenfalls am Tisch, dann einfach einen Fisch, einen Truthahn oder sonst etwas Fleischiges 😛 dazu servieren, damit alle am Weihnachtsabend glücklich sind. Ich bin’s mit veganer und vegetarischer Kost. Für meinen Sohn, der extra aus Spanien über Weihnachten „nach Hause“ kommt, muss ein Fleisch dabei sein. Er, als werdender Basketballprofi, will auf Fleisch noch nicht verzichten …

Eine große Schüssel grüner Blattsalate und ein Gläschen kühlen Weißwein und der Heilige Abend kann in vollen Zügen genossen werden.


Für einen stressfreien UND frisch gekochten, veganen Weihnachtsabend viel Erfolg,

deine Martina

 


Auf die Plätzchen, fertig, Weihnachten!

Hey, du! Schön, dass du wieder mit dabei bist.

Heute ist der 3. Adventsonntag und der Trubel auf den diversen Adventmärkten spitzt sich zu! Hast du dich heuer schon auf einem Adventmarkt in der Kälte getummelt und die vielen Verlockungen gesehen? Ich bin da immer ziemlich zaghaft unterwegs. Vor allem was das Trinken und Essen auf diesen Adventmärkten betrifft. 2 Tassen Glühwein genossen und am nächsten Tag ist dir ein brummender Schädel sicher 😛

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Daher ziehe ich es vor, Punsch, Glühwein & Co. selbst zu machen, Gäste zu mir nach Hause einzuladen und mit ihnen eine ruhige, aber gute Zeit zu verbringen. Wie du rasch und trotzdem ohne Hexerei sensationelle kulinarische Adventmarkt-Genüsse auf deinen Tisch zauberst, verrate ich dir heute. Die Rezepte sind teilweise vegan, Rohkost, getreidefrei und frei von Zucker – clean-eating ist auch zur Adventzeit möglich!!

 

 Glühwein, beerenstark & selbstgemacht 

 

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Was wir für 1 Liter Glühwein brauchen

  • 500 ml Rotwein
  • 150 ml Früchtetee, Teessackerl oder lose 🙂
  • 3 – 4 EL Agavendicksaft oder150 g Zucker optional
  • 1 Zimtstange
  • 3 Gewürznelken
  • 250 g Beerenmix, tiefgekühlt, vom letzten Sommer (Erd-, Him-, Heidel-, Brombeeren), was immer du in deinem Tiefkühler noch findest 🙂

Wie ich es mache und in 20 Minuten servierfertig bin

Früchtetee für 10 Minuten in kaltem Wasser ansetzen, dann aufkochen und ca. 5 Minuten ziehen lassen.

Anschließend in einen großen Topf abseihen. Rotwein, Zucker, Zimt und Nelken dazugeben und nochmals aufkochen und ca. 3 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Beeren leicht antauen und in den Glühwein geben. Auch diese noch kurz ziehen lassen, damit sie das Aroma annehmen.

Die Zimtstange und die Nelken rausfischen – der Rest kann in vollen Zügen genossen werden. In gläserne Heferln füllen, damit die Beeren zur Geltung kommen.

Dieser Glühwein wird das i-Tüpfchen auf deinem Weihnachts-i werden, du wirst sehen. Alle meine Gäste waren hochauf begeistert von den Beeren, die mit ihrer leicht säuerlichen Note die Süße des Glühweins auffangen. Hmmm, lecker!

 

Kinderpunsch – absolut natürlich 

 

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Was wir für 1 Liter alkoholfreien Punsch brauchen

  • 750 ml Apfelsaft, vom Bauernmarkt in der Pfandflasche
  • 250 ml Wasser
  • 1 Zimtstange
  • 2 Bio-Orangen, ausgepresst
  • 2 Bio-Zitronen, ausgepresst
  • 2 TL Agavendicksaft oder etwas Zucker, optional für die ganz Süßen
  • Orangen- und / oder Zitronenscheiben zum Garnieren

Wie ich es mache und in 5 Minuten servierfertig bin 

Apfelsaft und Wasser mit Zimtstange erhitzen, nicht kochen. 2 bis 3 Minuten ziehen lassen. Währenddessen Orangen und Zitronen pressen und den Saft hinzugießen. Mit Agavendicksaft oder Zucker abschmecken und in Tassen füllen und warm genießen.

Dieser selbstgemachte Kinderpunsch ist nicht nur super schnell zubereitet, sondern ist ebenfalls eine tolle Alternative zu all dem chemischen Zeugs, das es auf den Adventmärkten so gibt. Bei allen Kinderfesten im Kindergarten und in der Schule meiner Kinder war mein Punsch der warme Liebling aller Kinder!!

 

Paleo-Nussecken – getreidefrei

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Was wir für ein halbes Backblech / ca. 30 Stück brauchen

  • 2 Eier
  • 25 g Vollrohrzucker (15 g / 10 g)
  • 180 g Mandeln, gerieben
  • 1 TL Backpulver
  • 60 vegane Butter (50 g / 10 g)
  • 1 EL Kokosblütensirup oder Ahornsirup
  • ½ TL gemahlener Zimt
  • 100 g Haselnüsse, gehackt
  • 100 g Walnüsse, gehackt
  • 100 g Nobelbitterkuvertüre 70%

Wie ich es mache und in ca. 40 Minuten fertig bin

Backrohr auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die Hasel- und Walnusskerne zerhacken. Ob du dies mit der Hand oder ganz kurz in einem Blender machst, bleibt dir überlassen. Gib acht, dass die Nüsse nicht zu fein vermahlen werden, sie sollten für ein knackiges Topping groß genug bleiben.

Von den 60 g Butter, 50 g in eine Schüssel geben und schaumig aufschlagen. Von den 25 g Vollrohrzucker, 15 g dazu gießen, ebenfalls die 2 Eier beimengen und alles nochmals mit dem Handmixer aufschlagen. Geriebene Mandeln mit Backpulver mischen und unterrühren.

Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech in einer Größe von 20 x 30 cm verstreichen. Das nimmt in etwa die Hälfte eines normalen Backblechs ein.

Die restlichen 10 g Butter mit den restlichen 10 g Zucker, Kokosblütensirup und Zimt in einem kleinen Topf erhitzen und rühren, bis eine glatte Masse entsteht. Die gehackten Nusskerne ebenfalls in den Topf geben und gut mit der glatten Masse verrühren.

Die noch warme Nussmasse auf dem Teigboden gleichmäßig verstreichen. Ab in den Backofen: auf mittlerer Schiene ca. 15 Minuten backen.

Währenddessen die Kuvertüre in einer kleinen Metallschüssel über Wasserdampf schmelzen. Die Nussecken aus dem Backrohr nehmen, kurz abkühlen lassen, aber noch warm in Dreiecke schneiden. Ob groß oder klein, das ist deinem Geschmack überlassen. Die Nussecken zum Schluss noch mit der warmen Kuvertüre verzieren und vollständig auskühlen lassen. Dann erst in einer Dose verstauen oder sofort vernaschen.

 

Fruchtige Pistazien-Datteln-Kugeln – Rohkost & vegan

 

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Was wir für 20 Kugeln brauchen

  • 120 getrocknete Preiselbeeren – Cranberrys auf Neudeutsch 😛
  • 65 g Datteln ohne Kerne
  • 2 EL Kakaopulver
  • 50 g Cashewkerne
  • 50 g Pistazien
  • 40 g Agavendicksaft
  • 55 g zarte Haferflocken
  • 100 g Pistazien, gehackt für die Deko

Wie ich es mache und in 20 Minuten fertig bin (exklusive 20 Minuten Ruhezeit)

Preiselbeeren, Datteln, Kakao, Cashewkerne, Pistazien und Agavendicksaft in einen starken Mixer (Blender) geben und pürieren. Es soll ein sehr zähe und klebrige Masse entstehen.

Fertige Masse mit Haferflocken verkneten und 20 Minuten ruhen lassen, damit sich die Haferflocken gut mit der Flüssigkeit ansaugen.

Aus der Masse 20 kleine Kugeln formen. Das geht am besten mit nass-feuchten Händen, immer wieder abwaschen, damit die Kugeln auch schön kugelrund 🙂 werden.

Die gehackten Pistazien in einen kleinen, etwas höheren Teller gießen und die fertigen Fruchtkugeln darin wälzen, die Pistazienpanier festdrücken. Dann wandern die Kugeln in einen luftdicht verschlossenen Behälter und werden im Kühlschrank aufbewahrt. Vor dem Vernaschen sollten die Fruchtkugeln wieder auf Zimmertemperatur gebracht werden, denn so schmecken sie am besten.

 

 

Mein Advent-Gesundheitstipp für dich

Genieße in Maßen, d.h. eine Tasse Glühwein oder Punsch und eine Hand voll Kekse haben so viele Kalorien wie eine reguläre Mahlzeit!!  Wenn du diese Adventverlockungen zusätzlich zu dir nimmst, geh es am nächsten Tag ein bisserl gesünder an – Tipps findest du in all meinen anderen Blogposts.

 


Einen stillen Adventgruß an dich, mit viel gutem Genuss und guten Zeiten mit deinen Freund*innen,

deine Martina

 

 


Gold aus unseren Wäldern – veganer Eierschwammerl-Reis

Hey, du! Toll, dass du wieder bei mir dabei bist.

Heute will ich dich auf einen Waldspaziergang inklusive Goldsuche einladen. Ich bin immer wieder begeistert, was unser nahes Umfeld so alles zu bieten hat und wenn du möchtest, könntest du etliche Nahrungsmittel selbst finden und ernten. In meiner Kindheit hatten wir ein Wochenendhaus in Stainz, in der Steiermark. Früher waren Wochenendhäuser „in“, wo wir Städter*innen jeden Samstag und Sonntag, sowie die Ferienzeit verbrachten. Heute fliegt man/frau übers Wochenenden kurz mal nach London oder Paris. Ja, ja! So haben sich die Zeiten geändert.

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Wir waren als Kinder jede freie Minute draußen im Wald und auf der Wiese. Und da kam es dann schon vor, dass sogar ich „Gold“ gefunden habe. Ganz unter dem Motto: „Auch ein blindes Huhn findet einmal ein Korn!“ Meine Großeltern waren aber die absoluten Meister bei der Eierschwammerl-Suche, so wie unser Gold des Waldes in der kulinarischen Küche bezeichnet wird.

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Da ich dieses Wochenendhaus leider nicht mehr habe, bin ich froh, dass es in meiner unmittelbaren Nähe einen wunderbaren Bauernmarkt gibt, der saisonale und regionale Köstlichkeiten anbietet. So auch diese entzückend gelben „Zwerge“. 

 

Apropos Korn – das kleine Reiskorn-Lexikon

Wenn du, so wie ich, teilweise vegetarisch bzw. vegan lebst, dann wird Reis nicht nur eine Beilage für dich sein. Ich liebe Reis mit jeglichen Gemüsearten verfeinert : )

Grundsätzlich unterscheiden wir Rund-, Mittel- und Langkornreis.

  • Rundkornreis findest du mit einer Länge von 3 bis 5 mm. Er saugt sich beim Kochen mit reichlich Flüssigkeit an und wird leicht klebrig. Er eignet sich daher sehr gut für Sushi, Suppen, Aufläufe, Milchreis und Desserts.
  • Mittelkornreis ist zwischen 5 und 6 mm lang. Beim Kochen wird er weich und ebenso leicht klebrig. Er ist der perfekte Risottoreis.
  • Langkornreis misst über 6 mm und beim Kochen bleibt er körnig. Er klebt nicht.
  • Es gibt mehr als 8.000 kultivierte Reissorten, die beliebtesten hierzulande sind sicherlich der duftende Basmati- und der blumige Jasminreis.
  • Zusätzlich gibt’s den Roten Reis, den Wildreis, den Schwarzen Reis, den Mochi und den Sadri Reis und viele mehr.
  • Der Nährwert je nach Reissorte beträgt 345 kcal bei Vollkorn-Basmatireis bis 358 kcal bei Klebreis je 100 g ungegartem Reis.
  • Basmati- und Schwarzer Reis weisen den höchsten Eiweißgehalt je 100 g ungegartem Reis auf -> 9,0 bis 9,8 g, nur getoppt vom Wildreis mit 13,6 g.
  • Der Kohlenhydratgehalt beginnt bei rotem Reis mit 68 g und verläuft bis 81 g bei Klebreis und 81,3 g bei Naturreis für 100 g ungegartem Reis.
  • Als Beilage wird 60 g Reis pro Kopf berechnet, bei Milchreis und Risotto dürfen es 100 g sein.

Als kleines Korn ist er Lebensgrundlage für mehrer Milliarden Menschen auf unserem Planeten. Die weltweit größten Reisanbaugebiete finden sich in Indien und in Südostasien und doch können wir ihn, glücklicherweise, in allen Lebensmittelgeschäften und nun sogar „offen“ im Das Dekagramm & Das Gramm in der Grazer-Innenstadt kaufen.

Reis (Oryza) liegt nach Weizen und Mais, laut Faostat Statistik 2017, mit seinen über 167 Millionen Hektar Anbaufläche weltweit auf Platz 3 der Getreideanbauflächen. Daran alleine lässt sich seine kulinarische Wichtigkeit bzw. Reichweite erkennen.

 

Mein Gesundheitstipp für dich

Reis zählt zur Gattung der Süßgräser (Poaceae), wie sein Verwandter der Weizen. Er ist zwar glutenfrei, aber zu viel genossen ist er ebenso ungesund. Reis erhöht nach seinem Verzehr deinen Blutzucker rapide, fast so wie Weizen. Seine Glykämische Last ist mit 28 sehr hoch. Daher genieße ihn in Maßen – einmal pro Woche eine Hand voll!!

 

Mischst du nun den Reis mit einem Gemüse wie den Eierschwammerln, die einen Brennwert von 11 kcal und 0,2 g Kohlenhydrate (auf 100 g) aufweisen, dann hast du ein perfektes, gesundes und nachhaltiges Essen auf deinen Tisch gezaubert. Wie es geht? Hier das Rezept:

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Was wir für 4 Portionen brauchen:

  • 1 l heiße Gemüsesuppe
  • 1 EL Olivenöl
  • 200 g Eierschwammerl, gebürstet und in mundgerechte Stücke geschnitten
  • 2 mittlere, rote Zwiebeln, kleinwürfelig geschnitten
  • 300 g Risottoreis
  • 1 EL Reiscuisine, optional
  • Salz, Pfeffer
  • 150 Weißwein, optional
  • Schlagobers und Parmesan, wenn jemand absolut nicht darauf verzichten kann

Wie ich es mache und in 30 Minuten servierfertig bin: Öl in einer hohen Pfanne erhitzen.  Den Risottoreis hinzugeben und unter Rühren glasig dünsten. (Mit Weißwein ablöschen, wenn du das unbedingt brauchst – ich nicht ; )) Zwiebelstücke beimengen und diese ebenso andünsten lassen. Die heiße Gemüsebrühe schöpferweise auf den Reis gießen und bei mittlerer Hitze diese einkochen lassen. Immer wieder mit Gemüsebrühe aufgießen, sodass der Reis ständig mit Suppe bedeckt ist. Dieses langsame Köcheln braucht insgesamt 20 Minuten. Bei der Halbzeit, also nach 10 Minuten, füge ich die Eierschwammerln hinzu. Da ich dieses Gericht vegan zubereite, lasse ich Butter, Parmesan und / oder Schlagobers komplett weg. Natürlich ist dann die Sämigkeit nicht so gegeben, aber dafür hab ich einen wichtigen Beitrag für eine gesunde und nachhaltige Nahrung! Wenn du die tierischen Eiweiße (Obers & Parmesan) brauchst, dann füge sie zum Schluss hinzu.

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Mit Salz und Pfeffer, sowie Schnittlauch abschmecken und sofort servieren. Dazu passt eine große Schüssel diverser Blattsalate herrlich! Ein clean eating-Gericht, wenn du den Eierschwammerlreis ohne jegliche Zusätze zubereitest und zero waste, wenn du die Schwammerln selbst suchst ; ) oder am Bauernmarkt mit deinem Korb einkaufst.


Korn  für Korn eine Köstlichkeit für dich und mich!

Guten Appetit,

deine Martina


Trendgetreide Süßlupinen

BlumenvaseMeine Lieben! Heute schenke ich euch einen bunten Blumenstrauß, der nicht nur für die Augen ein Genuss ist, sondern ebenso in kulinarischer Weise vieles bietet.

Alle LeserInnen meiner Generation und älter 🙂 kennen die farbenprächtigen Lupinen in den Bauerngärten, ja sogar an den Straßenrändern auf dem Lande sicherlich noch von der Kindheit her. Oder? Dieses Bild, gemalt von meiner lieben Großmutter (Omi) und Künstlerin Viktoria Röck (1923-2016,) ist ein Werk aus diesen Tagen. Dass diese wunderbaren Blumen, die meine Lieblingsblumen damals waren, eines Tages auf meinem Teller landen und meine Nahrung sein würden, hätte ich mir nie gedacht…

Süßlupinen gehören zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und sind somit verwandt mit der Erbse, der Kichererbse und der Erdnuss. Kosenamen wie Wolfsbohne oder Feigbohne hört frau nur selten. Farbenprächtig sind sie allesamt: Ob weiße, blaue oder gelbe Lupine oder sogar die typisch blau-lilafarbene Vielblättrige Lupine. Im Sommer-Bauerngarten ist die Pflanze nicht wegzudenken. Sie ist einjährig und weist im Normalfall einen hohen Anteil an giftigen Bitterstoffen auf, die beim Kochen alleine nicht zerstört werden. Um diese zu entziehen, wird der Lupinensamen in den traditionellen Anbauländern, dem Mittelmeerraum, für bis zu 14 Tage in Meer- oder Salzwasser gelegt. Bei den modernen Züchtungen, das blieb hier leider nicht aus, genügen 1 – 2 Tage. Aber Vorsicht, es muss gemacht werden!

Diese genießbaren Samen, nur aus Züchtungen, werden sodann für die menschliche Ernährung weiterverarbeitet wie zum Beispiel zu Mehl oder Schrot. Als Zusatzstoff sind sie in diversen Lebensmitteln enthalten. Da gibt es vegane Würstel, Lupinen-Drink oder der durchaus interessant schmeckende Lupinen-Kaffee.

Die weiße Süßlupine weist den höchsten Ertrag / Hektar auf, gefolgt von der Blauen. Das Schlusslicht ist die Gelbe, wobei wiederum die Weiße die höchsten Ansprüche an Boden, Licht und Anbautechnik hat. Das ist halt so mit den Züchtungen…

Wer schon mal in Portugal oder rundherum 🙂 auf Urlaub war, hat vielleicht die eingelegten Samen als „Bier-Snack“ in Gaststätten aufgetischt bekommen.

Für mich als Gesundheitswissenschaftlerin ist die Lupine deshalb so attraktiv, weil sie eine wunderbare Nährstoffzusammensetzung aufweist. Im Vergleich dazu gibts ihre Brüder und Schwestern:

Nährwertangaben: (in % der Korntrockenmasse)

  • Lupine                5 % Kohlenhydrate          36-48 % Eiweiß              4-7 % Fett
  • Sojabohne        14,8 % Kohlenhydrate         35-45 % Eiweiß           18-20 % Fett
  • Erbse                 40 % Kohlenhydrate             23-26 % Eiweiß               1,5 % Fett
  • Bohne          34-45 % Kohlenhydrate                  21 %  Eiweiß               1,6 % Fett

sowie einen hohen Ballaststoffanteil von 15-18 % und einen ebenso sehenswerten Anteil von Mineralstoffen mit 4-5 %.  (Quelle: http://www.biothemen.de/Qualitaet/korn_huelse/lupine.html)

Diese tolle Zusammensetzung ist für SportlerInnen und vegan lebende Menschen unerlässlich und hat, weil ihr nicht nur das Gluten, sondern das weitaus schlimmere Amylopektin A zur Gänze fehlt, nun auch einen Siegeszug in alle anderen Haushalte angetreten. Wer meinen Blog bereits seit längerem verfolgt weiß, dass ich mich getreidefrei ernähre, weil nur das eine artgerechte Ernährung für uns Menschen ist.

Süßlupinen – Nudeln

Diese Spiral-Süßlupinen-Nudeln gibt es bei uns in Graz im „Das Gramm“ als offene Ware im Glas. Ich konnte mich selbst bedienen und in meinen mitgebrachten Behälter einfüllen. Das alleine ist schon Anreiz genug diese orange-altrosafarbenen Nudeln zu kochen und kosten. Die Farbe wird erreicht, indem dieser Nudelart rote Linsen  und Kurkuma beigemengt werden.

Die Kochzeit in Salzwasser beträgt 4 – 6 Minuten, wobei es wieder zum Übergehen schäumt! Wie ihr erkennen könnt, geht die Nudel ziemlich aus der Form und ist deshalb ein guter Bissen im Mund, an dem die Soße gut hängen bleibt.

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Geschmacklich ist die Verwandschaft zur Erdnuss nicht zu leugnen. Sie sind ziemlich trocken und mehlig, für meine Begriffe aber doch kernig. Ich kann mir herzhafte Gerichte damit gut vorstellen. Die Farbe geht, wie bei allen anderen Trendgetreide-Nudeln leider verloren.

Nährwertangaben: (pro 100 g Trockenprodukt)

  • 100 g Süßlupinen-Nudeln geben 180 kcal / 753 kJ
  • 42,8 g Kohlenhydrate, davon 3,7 g Zucker UND
  • 29,8 g Eiweiß
  • 5 g Fett, davon gesättigte FS 0,7 g
  • 8,1 g Ballaststoffe

Lupinenmehl – fein gemahlen

Dieses Mehl kann als Eiersatz in diversen Back- und Teigwaren eingemischt werden und macht das Gelb der Speisen durch die gelbe Farbe des Mehls selbst noch intensiver. Als Richtlinie: 2 EL Lupinenmehl ersetzt 1 Ei.

Nährwerttabelle: (pro 100 g Trockenprodukt)

  • 100 g enthalten 320 kcal / 1.336 kJ
  • 12 g Kohlenhydrate, davon 2,8 g Zucker UND
  • 32 g Eiweiß
  • 9,2 g Fett, davon 1,5 g gesättigte FS
  • 31 g Ballaststoffe
  • 0,03 g Salz
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Links: Lupinenmehl fein gemahlen / rechts: Lupinenmehl getoastet

Lupinenmehl – getoastet

Diese Art von Mehl stammt von geschälten Süßlupinensamen der blauen Sorte, die zuerst getoastet und dann vermahlen werden. Verwenden kann frau es für Brot, Bratlinge, Kuchen, als Beigabe in Suppen, Soßen, Smoothies und Müsli. Das Verhältnis von 1:6 mit Getreidemehl sollte jedoch beachtet werden. Und daher fällt es für mich aus der Reihe meiner gesunden Lebensmittel fürs Backen. Werde aber noch andere Möglichkeiten ausprobieren…

 

Lupinen Kaffee – instant

Dieser Instantkaffee ist schnell löslich und koffeinfrei. Da ich aber keine Kaffeetrinkerin bin, sondern Tee-Liebhaberin, verzichte ich gerne darauf. Ebenso ist die Zutat von 60 % Roggen (Secale cereale) nichts für mich als getreidefreie Genießerin.

Zubereitung: 

  • auf 200 ml heißes Wasser kommt
  • 1-2 TL Lupinen-Kaffee-Instantpulver, umrühren und fertig.

Der Geschmack neigt ebenso hier in den nussigen Bereich hinein.

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Einen bunten Reigen an Genuss für die kommende Woche wünscht euch

eure Martina


3-gängiges Frühlings-Menü – vegan & weizenfrei mit dem neuen Bärlauch SMART BREAD

Mich hat am Wochenende die Kochlust gepackt und daher habe ich bereits für die kommenden Osterfeiertage im Vorhinein ausprobiert, damit dieses Familienfest auch kulinarisch ein Highlight wird. Jetzt ist Bärlauchsaison, daher Suppe und Hauptspeise mit Bärlauch und die Nachspeise ein Aufbrauchen aus dem Tiefkühlschrank. Die Zutaten sind für 4 Personen berechnet. Einiges davon könnt ihr vorbereiten – frisch schmeckt´s halt schon besser.

Und: die Rezepte sind von mir neu kreiert worden, also einfach überraschen lassen…

 

Bärlauch-Wildkräuter-Süppchen

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Es grünt so grün, wenn alles im Garten wieder blüht und daher kommt jetzt frisches Grün auf den Tisch und da gibt es nichts besseres als den knoblauchigen Bärlauch mit Wildkräutern gemischt, damit es noch ein bisschen gesünder wird.

Was wir brauchen:

  • 2 Bund Bärlauch, gewaschen und in Streifen geschnitten
  • 1 Hand voll Wildkräuter (je nachdem, was ihr in eurem Garten findet: Schafgarbe, Gundelrebe, Röhrlsalat…)
  • 1 Zwiebel, in Ringe geschnitten
  • 500 ml Gemüsesuppe
  • 1/2 Becher Lupinen Aufstrich
  • Buchweizenmehl zum Binden
  • Gänseblümchen, Wildkräuter gehackt, Hanfsamen zur Garnitur

Wie ich es mache: Zwiebel in Olivenöl ein bisschen anschwitzen, mit Buchweizenmehl binden, Suppe eingießen und Bärlauch dazu geben. Aufkochen und ca. für 5 bis 8 Minuten köcheln. Dann die Wildkräuter und den Lupinen-Aufstrich dazugeben. Mit dem Stabmixer pürieren und in Teller füllen. Die Blümchen und Kräuter, sowie Hanfsamen als Garnitur darüber streuen, servieren und genießen.

SMART BREAD-Bärlauch Knöderl mit warmer Paradeis-Soße auf Salatbeet

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Das neue Bärlauch Paleo-Brot von SMART BREAD gibt es erst ein paar Tage und ich habe von SMART BREAD eine gratis Kostprobe zum Ausprobieren erhalten – danke dafür. Ich wollte eine Art österreichische Falafel kreieren, die frei von Getreide bzw. Weizen ist und noch dazu arm an Hülsenfrüchten, weil diese nicht jedem gut bekommen. Das Ergebnis lässt sich sehen und kosten…

Was wir brauchen:

  • 1 Wecken Paleo mit frischem Bärlauch von SMART BREAD
  • 1 Bund Bärlauch, fein gehackt
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 TL Johannisbrotkernmehl mit ca. 100 ml kaltem Wasser
  • Olivenöl, Bärlauchsalz
  • Paradeis-Soße (selbstgemacht oder aus dem Glas/der Dose)
  • 2 EL getrockneter Basilikum
  • verschiedene grüne Salate (plus Dressing)

 

Wie ich es mache: Zwiebel und Bärlauch zerkleinern und nach der Reihe in heißem Olivenöl anschwitzen, Bärlauch-Brot in einem High Speed Blender zu einer cremigen Masse zerkleinern und zum heißen Zwiebel-Bärlauch-Gemisch dazumengen. Johannisbrotkernmehl mit dem kalten Wasser anrühren, dann zur heißen Masse mischen und kurz mitköcheln lassen. Bei Bedarf mit Bärlauchsalz nachwürzen. Wenn die Masse etwas abgekühlt ist, mit nassen Fingern Knöderl formen und in heißem Olivenöl herausbraten, dabei immer wieder wenden. Hinaus nehmen und auf einem Küchenpapier das überschüssige Öl abtropfen lassen. Warm stellen. Ergibt, je nach Größe, 20 Knöderl.

Für die Paradeis-Soße die eingemachten, in Würfel geschnittenen Paradeiser aufkochen und mit getrocknetem Basilikum würzen. In der Dose gibt es alles bereits fertig, von Alnatura zum Beispiel.

Verschiedene Blattsalate waschen, grob zerzupfen und mit Olivenöl und Balsamico (oder eurem Lieblingsdressing) abmachen – ich gebe noch immer meine selbst zusammengestellte Salatkräuter-Variation darauf – die bunten Tupfer sehen sehr appetitlich aus.

Salat auf Teller anrichten, Bärlauch-Knöderl darauf verteilen und die Paradeis-Soße in kleine Weckgläser füllen. Rasch servieren. Mahlzeit!

 

Kakao-Nicecream auf  Weichselpüree

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Ältere, sprich reifere Bananen, die im Supermarkt billig abverkauft werden, sind eine gesunde Nachspeisenköstlichkeit. Wir kaufen und schneiden sie in Stücke und frieren sie ein – mindestens 24 Stunden! Erst dann können diese zu einem sogenannten Nicecream verarbeitet werden. Das Nicecream muss direkt vor dem Genießen frisch zubereitet werden, da die Bananen nach dem Antauen schleunigst gegessen werden sollten –  das Weichselpüree kann im Voraus zubereitet werden.

Was wir brauchen:

  • 6 reife Bananen
  • 1 Schuss Pflanzenmilch
  • 3 gehäufte EL „echter“ Kakao 
  • Weichseln im eigenen Saft (aufgetaut vom Vorjahr aus dem eigenen Garten/aus dem Glas vom Reformladen)
  • 1 Prise Johannisbrotkernmehl
  • 4 Minzeblättchen zur Deko
  • 6 Weichselhälften als Deko zur Seite legen

 

Wie ich es mache: Die eingefrorenen Weichseln kurz antauen, in einer kleinen Pfanne zerkochen, Johannisbrotkernmehl mit dem Weichselsaft kalt anrühren, unter die heißen, zerkochten Weichseln einrühren und eindicken lassen. In ein kleines Gläschen füllen.

Die Bananen aus dem Tiefkühler nehmen und für 10 Minuten antauen. Milch, Kakao und dann erst die Bananen in den Blender geben – sonst staubt der Kakao zu sehr 🙂 Alles auf der höchsten Stufe cremig mixen, ab und an mit einem Löffel umrühren, dass alle Bananen zu Mus werden. Diese noch eisige Masse mit einem Eisportionierer auf das Weichselpüree geben, mit einer Weichselhälfte und mit Minzeblättchen garnieren und sofort servieren – es sollte nicht im Glas, sondern auf der Zunge zergehen…


Viel Freude beim Ausprobieren und Genießen an den Familienfesttagen

eure Martina