Vatertag – Einladung zu einem etwas anderen kulinarischen Zusammentreffen

Meine Lieben! Schön, dass ihr wieder da seid.

Vatertag ist ja bereits in ein paar Tagen und die meisten von euch werden schon alles vorbereitet oder organisiert haben. Stimmst´s? Ich bin eine „Immer-fort-spontane-bis-zum-bitteren-Ende-Hinwartende“ und daher poste ich für alle, die noch Ideen brauchen. Oder für die, die sehr spontan sich nochmals alles anders überlegen wollen. Auch das kenn ich gut… : P

Hier ein etwas anderer Vatertagsgenuss, für unsere modernen Väter und solche, die durch „hipe“ Töchter gar keine andere Wahl haben, als am Pulse der Zeit zu bleiben – der Appetit wird heute mit vegetarischer Hauptspeise und antialkohlischem Anstoßen gestillt und mit getreidefreier Süßigkeit zum Dessert abgerundet – die Radieschensuppe von voriger Woche eventuell noch dazu und es ist perfekt für alle Geschmacksrichtungen etwas dabei.

Maisnudelauflauf

mit Zucchini auf Schmelzparadeiser

 

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Was wir brauchen für 14 Stück Muffins (Tupperware-Silikon-Form):

  • 200 g Maisnudeln
  • 200 g Zucchini, fein gehobelt
  • 50 g Schalotten oder Zwiebeln, geschält und gewürfelt
  • 2 Zehen Knoblauch, zerdrückt
  • 200 ml Schlagobers
  • 4 Dotter
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer, italienische Gewürze bzw. nur Basilikum
  • Öl und Maismehl für die Form

Für die Schmelzparadeiser:

  • 250 g Cocktailparadeiser, halbiert
  • 100 g Schalotten oder Zwiebeln, geschält und gewürfelt
  • 40 ml Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Basilikumblättchen zur Garnitur

 

Wie ich es in ca. 40 min. mache: Muffinformen mit Öl ausstreichen und mit Maismehl ausstreuen. Backrohr auf 180° C vorheizen. Maisnudeln bissfest kochen – dauert je nach Marke 3 bis 6 min. Abseihen, beiseite stellen. Schalotten und Zucchini in heißem Olivenöl anrösten, Basilikum oder italienische Kräuter nach Wahl untermischen, mit den noch heißen Maisnudeln vermengen und in die Muffinformen schichten. Das geht mit einem Esslöffel sehr gut. Obers mit Dotter, Salz und Pfeffer gut verrühren und über die Nudeln gießen. Im Rohr ca. 20 min. überbacken, wer es schön kross haben möchte, braucht ein bisserl länger.

Für die Schmelzparadeiser zuerst in einer kleinen Pfanne Olivenöl erhitzen, Schalotten und Paradeiser beimengen und ca. 5 min. schmoren lassen. Eventuell noch mit Salz und Pfeffer würzen.

Maisnudel-Muffins auf Suppenteller platzieren, mit Schmelzparadeiser an der Seite anrichten und mit Basilikum garniert servieren.

Alternative: natürlich könnt ihr für eure Papis hier auch Schinken oder Speck druntermischen – dann eben Zucchini und Fleischzutat in der Menge halbieren, d. h. 100 g Zucchini und 100 g Schinken ODER ihr bratet ein kleines Steak ab und die Maisnudeln sind die Beilage. Ihr wisst ja selber, was euren Vätern so schmeckt… ; )

 

Miss Virginia SWAN – ein Exotic Longdrink

 

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Was wir brauchen für einen Longdrink:

  • eine Handvoll Rucola
  • 1 cl Ingwersirup (oder weniger, wenn ihr es nicht so süß haben wollt!)
  • 7 cl Maracujasaft, aus der Flasche
  • 2 cl Orangensaft, ev. frisch gepresst oder aus der Flasche
  • 2 cl Limettensaft, frisch gepresst
  • 1/2 TL Rohrzucker

Wie ich es in 5 min mache: Rucola in ein Stövchen geben und so zermörsern, dass die Aromen frei werden, mit Zucker, Sirup und Limettensaft in ein Gefäß geben und nochmals zerstampfen. Mit Ma- und O-Saft auffüllen, Eiswürfeln dazu geben und shaken. In ein Longdrink-Glas strainen, ein Teesieb tut hier gute Dienste und mit crushed Ice auffüllen oder einfach nur ein paar Eiswürferln dazugeben. Mit einer Limettenscheibe und einem Rucolablatt garnieren und rasch servieren.

 

Hadn – Herren – Torte

 

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Was wir brauchen für eine Torte mit 26 cm Durchmesser:

  • 200 g Haselnüsse, gerieben
  • 250 g Hadnmehl – Buchweizenmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 200 g Butter, zimmerwarm – ich hab vegane Butter genommen
  • 7 Eidotter
  • 50 g Honig
  • 1 TL echter Vanillezucker
  • 1/2 TL Zitronenschale, gerieben
  • 125 ml Milch – ich hab Haselnussmilch genommen
  • 7 Eiklar
  • 130 g Kokosblütenzucker
  • zerlassene Butter und Zucker für die Tortenform
  • 250 – 300 g Preiselbeermarmelade
  • 2 g Apfelpektin, in ca. 150 ml kaltem Wasser angerührt, für das Topping
  • 70 g Mandelblättchen, geröstet

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Wie ich es mache – es braucht doch 2,5 Stunden: Die Tortenform mit Butter ausstreichen und mit dem Zucker bestreuen. Backrohr auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Haselnüsse, Buchweizenmehl und Backpulver in einer Schüssel vermischen. Butter mit der Kitchen-Aid / dem Mixer luftig-schaumig schlagen. Nach und nach Dotter unterrühren, Honig, Vanillezucker und Zitronenschale zum Schluss untermischen. Jetzt die Mehlmischung und die Milch abwechselnd in die Buttermasse rühren.

Eiklar schaumig schlagen und dabei den Zucker langsam einrieseln lassen. Zu einem mittelfesten, noch geschmeidigen Eischnee weiter schlagen und luftig unter den Handteig mischen – geht mit einem Küchenspachtel oder einem Holzkochlöffel sehr gut. Den Teig in die vorbereitete Tortenform füllen – nicht schrecken, das geht bis zum Rand. Oberfläche glattstreichen und im Rohr auf mittlerer Schiene ca. 40 – 50 min. backen.

Die Torte vollständig auskühlen lassen – ich habs über Nacht gemacht. Behutsam aus der Form lösen und in der Waagrechten halbieren.

Die untere Tortenhälfte mit Preiselbeermarmelade bestreichen, oberen Teil wieder behutsam aufsetzen. Pektine und Wasser kurz aufkochen lassen, ausschäumen und die restlichen Preiselbeeren einrühren. Köcheln lassen, bis eine gelartige Masse entsteht. Die komplette Torte damit bestreichen und mit den Mandelblättchen bestreuen.

Dazu schmeckt ein Tässchen Earl Grey Tee sensationell ; )


Für alle Papis, werdenden Papis oder vielleicht einmal Papas – ganz speziell aber für

meinen Papa,

mit dem ich am kommenden Vatertag feiern werde,

eure Martina


Wärmend scharfe Radieschensuppe mit Brunnenkresse

Meine Lieben! Schön, dass ihr da seid.

Es ist Ende Mai und der Frühling will nicht wirklich ins Land ziehen. Es regnet fast jeden Tag und die Sonne wärmt mich noch nicht so, wie ich es gerne hätte. Geht es euch genau so? Könnt ihr den Sommer auch kaum erwarten? Für alle, die sich daher von innen her wärmen möchten, habe ich heute die perfekte Suppe gekocht und möchte sie euch wärmstens empfehlen. : )

Die Senföle im Radieschen machen putzmunter und wärmen. Der Vitamin-C-Gehalt in der Brunnenkresse übertrifft so ziemlich alles: 100 g Brunnenkresse deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen, daher die Blättchen nicht kochen, denn Vitamin C wird ab 60 C° zerstört. Dadurch ist dieses Gericht eine tolles „Faszien-Food, denn Vitamin C ist für straffe Faszien unumgänglich! Mineralstoffe (Eisen, Jod Phosphor, Kalzium), Bitter- und Gerbstoffe, der sekundäre Pflanzeninhaltsstoff Aucubin, sowie Saponine sind weitere Highlights in diesem Kraut. Alles in allem: perfekt gegen die Frühjahrsmüdigkeit und zum Aufwärmen und Heiß werden, bevor noch der Sommer kommt…

Radieschensuppe

Was wir dazu brauchen:

  • 2 Bund Radieschen, gewaschen und grob zerkleinert
  • 1 große Zwiebel oder 3 Schalotten, geschält und gewürfelt
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Buchweizenmehl
  • 3/4 l Gemüsebrühe
  • 1 Handvoll Brunnenkresse, zerkleinert
  • 100 g Frischkäse / für Vegane einfach Nussmus verwenden
  • Salz, frisch gemahlener weißer Pfeffer
  • Blüten und Blätter zur Garnierung
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Mein BIO-Radieschen aus dem eigenen Garten – ohne Spritzmittel, ohne Düngemittel, einfach nur BIO!! Aber halt mit Ecken und Kanten  : )

 

Wie ich es mache: Die Radieschenknollen von den Blättern schneiden, einige kleine hellgrüne Blätter beiseite legen. Radieschen und Zwiebel in heißem Öl glasig dünsten, das dauert ca. 5 Minuten. Mit Buchweizenmehl bestäuben, einige Male umrühren und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Aufkochen und 10 Minuten leicht köcheln / garen lassen.

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Radieschen und Zwiebel gewürfelt in heißem Olivenöl glasig dünsten

Inzwischen die beiseite gelegten Radieschenblätter und die Brunnenkresse waschen, trocken tupfen und zerkleinern. Die Suppe pürieren, mit den zerkleinerten Blättchen und dem Frischkäse nochmals warm machen – nicht kochen (!) –  salzen und pfeffern. Mit rosa-lila Blüten (ich habe eine Schnittlauchblüte genommen) und mit Brunnenkresse garnieren. Servieren und einen Löffel voller Wärme und guter Vitamine zu euch nehmen. Hmmm!


Einen lieben Gruß aus dem verregneten Graz

eure Martina


Trendgetreide Süßlupinen

BlumenvaseMeine Lieben! Heute schenke ich euch einen bunten Blumenstrauß, der nicht nur für die Augen ein Genuss ist, sondern ebenso in kulinarischer Weise vieles bietet.

Alle LeserInnen meiner Generation und älter 🙂 kennen die farbenprächtigen Lupinen in den Bauerngärten, ja sogar an den Straßenrändern auf dem Lande sicherlich noch von der Kindheit her. Oder? Dieses Bild, gemalt von meiner lieben Großmutter (Omi) und Künstlerin Viktoria Röck (1923-2016,) ist ein Werk aus diesen Tagen. Dass diese wunderbaren Blumen, die meine Lieblingsblumen damals waren, eines Tages auf meinem Teller landen und meine Nahrung sein würden, hätte ich mir nie gedacht…

Süßlupinen gehören zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und sind somit verwandt mit der Erbse, der Kichererbse und der Erdnuss. Kosenamen wie Wolfsbohne oder Feigbohne hört frau nur selten. Farbenprächtig sind sie allesamt: Ob weiße, blaue oder gelbe Lupine oder sogar die typisch blau-lilafarbene Vielblättrige Lupine. Im Sommer-Bauerngarten ist die Pflanze nicht wegzudenken. Sie ist einjährig und weist im Normalfall einen hohen Anteil an giftigen Bitterstoffen auf, die beim Kochen alleine nicht zerstört werden. Um diese zu entziehen, wird der Lupinensamen in den traditionellen Anbauländern, dem Mittelmeerraum, für bis zu 14 Tage in Meer- oder Salzwasser gelegt. Bei den modernen Züchtungen, das blieb hier leider nicht aus, genügen 1 – 2 Tage. Aber Vorsicht, es muss gemacht werden!

Diese genießbaren Samen, nur aus Züchtungen, werden sodann für die menschliche Ernährung weiterverarbeitet wie zum Beispiel zu Mehl oder Schrot. Als Zusatzstoff sind sie in diversen Lebensmitteln enthalten. Da gibt es vegane Würstel, Lupinen-Drink oder der durchaus interessant schmeckende Lupinen-Kaffee.

Die weiße Süßlupine weist den höchsten Ertrag / Hektar auf, gefolgt von der Blauen. Das Schlusslicht ist die Gelbe, wobei wiederum die Weiße die höchsten Ansprüche an Boden, Licht und Anbautechnik hat. Das ist halt so mit den Züchtungen…

Wer schon mal in Portugal oder rundherum 🙂 auf Urlaub war, hat vielleicht die eingelegten Samen als „Bier-Snack“ in Gaststätten aufgetischt bekommen.

Für mich als Gesundheitswissenschaftlerin ist die Lupine deshalb so attraktiv, weil sie eine wunderbare Nährstoffzusammensetzung aufweist. Im Vergleich dazu gibts ihre Brüder und Schwestern:

Nährwertangaben: (in % der Korntrockenmasse)

  • Lupine                5 % Kohlenhydrate          36-48 % Eiweiß              4-7 % Fett
  • Sojabohne        14,8 % Kohlenhydrate         35-45 % Eiweiß           18-20 % Fett
  • Erbse                 40 % Kohlenhydrate             23-26 % Eiweiß               1,5 % Fett
  • Bohne          34-45 % Kohlenhydrate                  21 %  Eiweiß               1,6 % Fett

sowie einen hohen Ballaststoffanteil von 15-18 % und einen ebenso sehenswerten Anteil von Mineralstoffen mit 4-5 %.  (Quelle: http://www.biothemen.de/Qualitaet/korn_huelse/lupine.html)

Diese tolle Zusammensetzung ist für SportlerInnen und vegan lebende Menschen unerlässlich und hat, weil ihr nicht nur das Gluten, sondern das weitaus schlimmere Amylopektin A zur Gänze fehlt, nun auch einen Siegeszug in alle anderen Haushalte angetreten. Wer meinen Blog bereits seit längerem verfolgt weiß, dass ich mich getreidefrei ernähre, weil nur das eine artgerechte Ernährung für uns Menschen ist.

Süßlupinen – Nudeln

Diese Spiral-Süßlupinen-Nudeln gibt es bei uns in Graz im „Das Gramm“ als offene Ware im Glas. Ich konnte mich selbst bedienen und in meinen mitgebrachten Behälter einfüllen. Das alleine ist schon Anreiz genug diese orange-altrosafarbenen Nudeln zu kochen und kosten. Die Farbe wird erreicht, indem dieser Nudelart rote Linsen  und Kurkuma beigemengt werden.

Die Kochzeit in Salzwasser beträgt 4 – 6 Minuten, wobei es wieder zum Übergehen schäumt! Wie ihr erkennen könnt, geht die Nudel ziemlich aus der Form und ist deshalb ein guter Bissen im Mund, an dem die Soße gut hängen bleibt.

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Geschmacklich ist die Verwandschaft zur Erdnuss nicht zu leugnen. Sie sind ziemlich trocken und mehlig, für meine Begriffe aber doch kernig. Ich kann mir herzhafte Gerichte damit gut vorstellen. Die Farbe geht, wie bei allen anderen Trendgetreide-Nudeln leider verloren.

Nährwertangaben: (pro 100 g Trockenprodukt)

  • 100 g Süßlupinen-Nudeln geben 180 kcal / 753 kJ
  • 42,8 g Kohlenhydrate, davon 3,7 g Zucker UND
  • 29,8 g Eiweiß
  • 5 g Fett, davon gesättigte FS 0,7 g
  • 8,1 g Ballaststoffe

Lupinenmehl – fein gemahlen

Dieses Mehl kann als Eiersatz in diversen Back- und Teigwaren eingemischt werden und macht das Gelb der Speisen durch die gelbe Farbe des Mehls selbst noch intensiver. Als Richtlinie: 2 EL Lupinenmehl ersetzt 1 Ei.

Nährwerttabelle: (pro 100 g Trockenprodukt)

  • 100 g enthalten 320 kcal / 1.336 kJ
  • 12 g Kohlenhydrate, davon 2,8 g Zucker UND
  • 32 g Eiweiß
  • 9,2 g Fett, davon 1,5 g gesättigte FS
  • 31 g Ballaststoffe
  • 0,03 g Salz
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Links: Lupinenmehl fein gemahlen / rechts: Lupinenmehl getoastet

Lupinenmehl – getoastet

Diese Art von Mehl stammt von geschälten Süßlupinensamen der blauen Sorte, die zuerst getoastet und dann vermahlen werden. Verwenden kann frau es für Brot, Bratlinge, Kuchen, als Beigabe in Suppen, Soßen, Smoothies und Müsli. Das Verhältnis von 1:6 mit Getreidemehl sollte jedoch beachtet werden. Und daher fällt es für mich aus der Reihe meiner gesunden Lebensmittel fürs Backen. Werde aber noch andere Möglichkeiten ausprobieren…

 

Lupinen Kaffee – instant

Dieser Instantkaffee ist schnell löslich und koffeinfrei. Da ich aber keine Kaffeetrinkerin bin, sondern Tee-Liebhaberin, verzichte ich gerne darauf. Ebenso ist die Zutat von 60 % Roggen (Secale cereale) nichts für mich als getreidefreie Genießerin.

Zubereitung: 

  • auf 200 ml heißes Wasser kommt
  • 1-2 TL Lupinen-Kaffee-Instantpulver, umrühren und fertig.

Der Geschmack neigt ebenso hier in den nussigen Bereich hinein.

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Einen bunten Reigen an Genuss für die kommende Woche wünscht euch

eure Martina


Getreidefrei und alles wird gut # 2

Das finale Faschingswochenende steht vor der Tür und die Krapfenberge in den Cafes und Bäckereien werden immer höher. Natürlich ist Fasching und der Krapfen für uns ÖsterreicherInnen untrennbar miteinander verbunden. Aber ist das, was uns so schmeckt, auch gesund?

Nein – nicht im Falle von Weizenverzehr. Und ich möchte in diesem Blog nur einen Aspekt wieder herausnehmen, nämlich den Insulinkick, den uns der Weizen beschert.

Was passiert eigentlich in unserem Körper, wenn wir ein Stück Krapfen oder aber nur ein Stück (Vollkorn-)Brot essen: das gerade Genossene wird in seine Hauptbestandteile aufgespalten. Im Falle von Getreide ist das hauptsächlich der Makronährstoff Kohlenhydrat – in Englisch kurz carbs, der wiederum in Mono-, Di-, Oligo-, Polysaccharide und in komplexe Kohlenhydrate eingeteilt wird. Diese Saccharide, sprich Zucker, kommen über die Schleimhautresorbtion (Mund- und Darmschleimhaut) in unser Blut und damit zu allen Zellen, wo sie zur Energiegewinnung verbraucht werden. Dazu braucht es Insulin. Der Rest kommt zur Leber, wo die Glukose zu Leberglykogen aufgebaut und gespeichert wird. So der Normalfall ; )

Zirkuliert nun „zu viel“ Glukose im Blut, weil wir nach dem 2. Krapfen noch immer Lust auf den nächsten haben, dann haben wir einen zu hohen Blutzuckerspiegel. Nun tritt der Pankreas – die Bauchspeicheldrüse auf den Plan, weil eine gewisse Schwelle erreicht ist, die unbedingt abgebaut werden muss. Der Pankreas setzt über seine Langerhansschen Inseln Insulin frei, das, wie bereits oben beschrieben, essentiell für den Glukoseeinschub  in alle Zellen ist. Wenn der Pankreas über Jahre hindurch ständig gefordert wird, ist er irgendwann einmal zu müde, um genug vom Hormon Insulin zu produzieren. Diabetes (Typ II) entsteht!

Ein hoher Glukosespiegel im Blut bedeutet auch gleichzeitig ein hoher Insulinspiegel im Blut. Dieser provoziert die Bildung von Bauchfett, weil der Körper die Glukose nicht mehr in den Zellen verbrennen bzw. in der Leber speichern kann. Wenn nun der Bauchumfang wächst und wächst, bedeutet das eine vermehrte Erzeugung von Entzündungssignalen, weil da ja was nicht stimmt. Diese vorherrschende, unterschwellige Entzündung ist wiederum verantwortlich, dass die (Muskel-) Zellen und die Leber verringert auf das Insulin ansprechen. Es wird hier von Insulinresistenz gesprochen. Der Pankreas reagiert darauf mit einer erhöhten Produktion, weil die Glukose irgendwie aus dem Blut geschaffen werden muss.

Der Teufelskreis ist perfekt – erhöhte Insulinresistenz – erhöhte Insulinproduktion – vermehrte Bildung von Bauchfett und erneut … nochmalige Erhöhung der Insulinresistenz.

Wir müssen aber keine DiabetikerInnen sein, um diese Achterbahn von Hyper- und Hypoglykämie – Über- und Unterzuckerung zu erleben. Spürt einmal in euch hinein, nachdem ihr Krapferln und Semmerln verspeist habt. Der unweigerliche Abfall unseres Blutzuckers ist die natürliche Antwort unseres hohen Insulinspiegels und schon ist uns klar, woher der nächste Heißhunger auf was Süßes – darfs das nächste Krapferl sein? – kommt. Und dieses Schauspiel wiederholt sich, so Dr. William Davis, alle 2 Stunden.

Das nun der vermeintlich gesunde Weizen den Blutzucker höher treiben lässt, als gewöhnlicher Haushaltszucker, ist kaum zu glauben. Die Liste des Glykämischen Index (GI) spricht aber eine klare Sprache. Der GI misst, wie stark der Blutzucker in den 90 bis 120 Minuten nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel in die Höhe steigt und spricht von hohem GI bei >70. Die Liste der Weizenprodukte in dieser Sparte ist lang… Kritisch sei der Vollständigkeit wegen angemerkt, dass der GI mittlerweile kontroversiell diskutiert wird. Ich halte es einfach wie Sigmund Freud, der von „Erfahrungen am eigenen Leib“ spricht. Also: einfach ausprobieren und selbst erkennen, dass eine low-carb Ernährung mit einem Getreideverzicht leicht erreichbar und gesund für unseren Köper ist .

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GI von Zucker 68, GI von Vollkornbrot fein 70, GI von Baguette 95 https://www.ugb.de/glykaemischer-index/glykaemischer-index-tabelle/

Ich bin für Gesundheits-Coaching zu buchen. Bitte einfach melden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Viel Spaß beim Ausprobieren und Hineinhören in euren Körper

eure Martina


Gemüse-Creme-Suppen mit Crunchy Slides von SMART BREAD

Obwohl der Frühling schon in den Startlöchern steht, will ich mich an den kalten Abenden noch ein wenig mit cremigen Gemüsesuppen wärmen. Dazu passen supergut die Crunchy Slides von SMART BREAD – die getreidefreie Brotvariante, als Beilage.

Zutaten für 4 Portionen Süßkartoffel-Creme-Suppe:

  • 4 Stk. Süßkartoffeln, geschält, in Stücke geschnitten
  • 1 kleine Stange Lauch, in Scheiben
  • 1,5 l Gemüsesuppe
  • 1 Lorbeerblatt, Pfeffer, 1 EL Kürbiskernöl, ev. Hafercuisine zum Verfeinern
  • 1 Pkg. Crunchy Slides von SMART BREAD

Zubereitung: Wasser aufkochen (nicht gleich mit der Suppenwürze, denn dann ist es Energie sparender), die Gemüseschnitz, Lorbeerblatt und die Suppenwürze beimengen, weich kochen. Das geht bei den Süßkartoffeln sehr rasch – 4 bis 5 Minuten.          Lorbeerblatt entfernen, den Rest mit einem Stabmixer pürieren mit Pfeffer, Öl und Hafercuisine verfeinern. Bei Bedarf noch etwas abgekochtes Wasser hinzufügen. Wer will mit der Cuisine oder einem Sauerrahm Figürchen zeichnen, mit den Brot-Crakers garnieren und servieren.

Zutaten für 4 Portionen Sellerie-Creme-Suppe:

  • 1 große Knolle Sellerie, geschält und in Stücke geschnitten
  • 1 Erdäpfel, geschält und in Stücke geschnitten
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 1,5 l Gemüsesuppe
  • 1 Lorbeerblatt, Pfeffer, 1 EL Kürbiskernöl und -kerne, ev. Hafercuisine zum Verfeinern
  • 1 Pkg. Crunchy Slides von SMART BREAD

Zubereitung: Wasser aufkochen, Gemüseschnitz und Suppenwürze hinzufügen und weich kochen – 10 Minuten, Lorbeerblatt entfernen und mit Pfeffer, Öl und der Cuisine verfeinern und mit dem Stabmixer pürieren. Wenns zu dick ist, ein wenig abgekochtes Wasser hinzufügen. Mit den Brot-Crakers garnieren und servieren.

Crunchy Slides Paleo Urkraft von SMART BREAD

Crunchy Slides Paleo Urkraft von SMART BREAD

 

Hineinspüren und die Wärme, die vom Bauch aus geht, genießen….der nächste Sommer kommt bestimmt. : )


Einen angenehmen Winterausklang und Mahlzeit,

eure Martina


Karotten-Creme-Suppe im Karottenbrot von SMART BREAD serviert – low carb und getreidefrei

Wer in die neue Woche mit einem sensationellen Rezept und viel oranger Farbe im dunklen Winter starten will oder bei der nächsten Freundeseinladung für einen WOW-Effekt sorgen möchte, für den hab ich was:

Eine Karotten-Creme-Suppe, die in einem getreidefreien Karottenbrot von SMART BREAD angerichtet wird. Sieht nicht nur super schön aus, schmeckt auch super lecker.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 4 Stück Karottenbrot von SMART BREAD
  • 750 g Karotten, in Scheiben geschnitten
  • 1 l Gemüsebrühe „Hildegard von Bingen“
  • Pfeffer, 1 Prise Zucker
  • einen Teil des ausgehöhlten Brotes
  • zerkleinerte Kürbiskerne & Kürbiskernöl, beides zur Garnierung

Zubereitung dauert ca. 30 min.,  dafür die Suppe aufkochen und die Karottenstücke beigeben und bissfest kochen. Je nach Schnittgröße 8 bis 10 min. Währenddessen die vier Brote schmal am oberen Rand „köpfen“ und mit einem Melonenlöffel aushöhlen, am Boden rund 1 bis 1,5  cm an Brot übrig lassen (es soll ja dicht sein 😀 ). Die Krümel beiseite stellen. Zum Schluss der Kochzeit in die Suppe die Karottenbrot-Krümel beifügen, würzen und pürieren. In den vorbereiteten Brotlaib füllen und mit Kürbiskernen, sowie Kürbiskernöl garnieren, den Deckel vorsichtig drauflegen und servieren.

Die Suppe kann selbstverständlich in einem Teller genau so gut serviert werden und das Brot als Brotwürferl drübergestreut werden. Falls ein Brot übrig bleibt – zerkleinern und einfrieren und für die nächste Creme-Suppe habt ihr dann gleich was bei der Hand.

paleo karotteDie Brote von SMART BREAD, einer steirischen Bäckerei, sind der Hit, da sie low-carb, Paleo, vegan und viele davon sogar getreidefrei sind – ich werde die verschiedenen Sorten in einem eigenen Blog vorstellen…

Und nicht vergessen: die Karotte ist das Gemüse mit dem meisten Carotingehalt – welches sowohl in der Alpha- als auch in der Beta-Carotin Variante vorkommt (= Provitamin A, einer Vorstufe von Vit. A) Es ist essentiell für die Sehtüchtigkeit, das Immunsystem und das Zellwachstum. Also ran an die Karotte…

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Gutes Gelingen und Mahlzeit,

eure Martina


Gebratener Fenchel und Rote Beete mit Zitrone und Rosmarin – absolut getreidefrei und vegan

Falls ihr euch nun gefragt habt, was sollen wir essen, wenn das Getreide am Feld stehen bleibt, dann hab ich da ein leckeres Rezept – super für den Winter!

Zutaten für 2 – 3 Portionen, je nachdem ob mit oder ohne Beilage:

  • bis zu 500 g Rote Beete (Rhone)
  • 250 g Fenchelknollen
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Prise Chiliflocken
  • 2 TL Rosmarin, fein gehackt
  • 1 TL Agavendicksaft (Honig für Nicht-Veganer)
  • 50 ml Zitronensaft, frisch gepresst und 2 Tropfen ätherisches Zitronenöl
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zubereitung dauert ca. 30 Minuten:img_0424.jpg

Rote Beete putzen, waschen, in mundgerechte Stücke schneiden. Fenchelknollen am Wurzelansatz und an den Spitzen leicht stutzen, Knollen putzen, waschen und ebenso in Stücke schneiden. Große Pfanne mit Olivenöl erhitzen und das Gemüse hineingeben und bei hoher Temperatur etwa 10 Minuten braten. Es soll gar, aber noch bissfest sein. Knoblauch schälen, fein gehackt in den letzten Minuten der Garzeit zusammen mit den Chiliflocken, dem Rosmarin, Agavendicksaft (oder Honig) und Zitronensaft hinzufügen.

Gut vermischen, mit Salz und Pfeffer würzen, das ätherische Zitronenöl unterrühren – danach nicht mehr erhitzen!

Schmeckt solo gut, aber mit Erdäpfelpüree oder Bratkartofferln noch besser. Dazu passt eine große Schüssel grüner Blattsalate, die es derzeit auf den heimischen Bauernmärkten zu kaufen gibt.


Mahlzeit und mit allen Sinnen essen…

g´sunde Grüße, eure Martina

 


Getreidefrei und alles wird gut # 1

Das neue Jahr ist erst ein paar Tage alt und unsere Vorsätze eines gesünderen, fitteren Lebensjahres sind noch fest im Hinterkopf formuliert.

Was ist aber gesund bzw. gesünder? Wie werde ich fitter? Bewegungsmuffeln werden nun aufatmen, denn nicht nur durch vermehrte Bewegung werde ich schlanker und gesünder, nein auch durch eine „kleine“ Nahrungsumstellung lässt sich viel erreichen. Durch ein weizen- bzw. getreidefreies Essen nehmen wir automatisch 400 kcal weniger pro Tag zu uns und damit ist abnehmen garantiert!

In den letzten 40 – 50 Jahren, also mein ganzes Leben lang, habe ich vom gesunden Vollkorn, dem gesunden Stück Jausenbrot, der Dinkelpizza gehört, gelesen und natürlich gegessen, sodass ich vorigen Sommer ein böses Erwachen hatte, als ich die Bücher  „Weizenwampe“ von Dr. med. William Davis als Urlaubslektüre las.

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Quelle: Dr. med. Williams Davis „Weizenwampe“

Weizen, genau gesagt, alle üblichen Getreidearten sind ungesund, ja sogar Verursacher der typischen Zivilisations-krankheiten wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arthrose, sowie Demenz und Karzinome. Ihr schüttelt wahrscheinlich nun voller Ablehnung den Kopf und meint ich sei verrückt. Aber begleitet mich in der nächsten Zeit auf einen getreidefreien (Lebens-)Weg und sagt dann selbst, was ihr davon haltet, respektive spürt.

 

Warum soll demnach gerade Weizen so ungesund sein? Hier ein paar Fakten:

 

  • Weizen stellt die Hauptquelle in unserer Ernährung in Sachen Klebereiweiß Gluten dar.
  • Weizen wird in Österreich (aber auch bei unseren Nachbarn in Deutschland und natürlich in den USA) als Getreide Nummer 1 angebaut. Wie bei allen Getreidearten (ausgenommen Mais) gibt es eine Sommervariante und eine Wintervariante, sodass wir 2-mal im Jahr ernten können. Das alleine macht dieses Nahrungsmittel zu einem sehr lukrativen Geschäft. Der Sommerweizen zum Beispiel, wird im Frühjahr gesät und braucht nur einige Monate bis zur Reifung….alles klar?
  • daraus ergibt sich nur alleine für Weizen (Weichweizen) eine jährliche Produktion von 1,6 Millionen Tonnen (!!) durchschnittlich.
  • umgerechnet sind das 1,6 Billionen Gramm Weichweizen. Rechnen wir nun weiter ergibt das für eine ausgebackene Kaisersemmel von 46 g, die wir ÖsterreicherInnen zum Frühstück so lieben, ca. 35 Billionen Semmerln!! Wie viele davon isst du??

Mir ist schon klar, dass Brot, Nudeln und alle anderen Weizenprodukte da mitgezählt werden müssen und das Ausbackgewicht nicht mit dem Rohzustand gleichzusetzen ist, aber das Rechenbeispiel soll einfach verdeutlichen, wie enorm präsent dieses Agrarprodukt in unserer Ernährung momentan ist.

War das immer so? NEIN!

Vor 200.000 Jahren, als sich der Homo sapiens in Afrika entwickelte, ernährte sich dieser von Kräutern, Wurzeln und Samen. Viel anderes war nicht zugegen. Der erste wilde Weizen war Einkorn, der sogenannte Urururahne aller späteren Weizensorten. Dieses Korn hatte mit nur 14 Chromosomen den einfachsten genetischen Code. Unserem, in den Tiroler Alpen aus dem Gletscher geborgenen und mumifizierten Steinzeitmenschen „Ötzi“, wurden verdaute Reste dieses Einkorns entnommen. Dieser Urweizen oder Einkorn und Emmer wurde erst vor 10.000 Jahren in Höhlen, Hütten und dann Palästen aufgetischt. Daraus wurde allmählich der Brotweizen (Triticum aestivum) kultiviert. Dieser unterschied sich vor 100 Jahren noch nicht so sehr vom Weizen, den unsere Urgroßeltern verzehrten. Die Veränderungen waren nur geringfügig.

Was dann aber ab Mitte des 20. Jahrhunderts geschah, war atemberaubend, im wahrsten Sinne des Wortes. Der Welthunger musste gestillt werden und so wurden die Genetiker im Labor auf den Plan gerufen. Der Weizen wurde zerlegt, zerschnitten und in seine kleinsten Bestandteile aufgeteilt und dann begann ein neues Spiel: neue Zusammensetzung, genetische Veränderungen, sodass das neue Produkt zwar den gleichen Namen trug, aber eine völlig neue Zusammensetzung aufweist – kleinerer Wuchs von allenfalls 30 – 60 cm Höhe, „nackte“ Weizensamen an den Ähren, wodurch das Dreschen viel einfacher vonstattengeht, Mutation der Gene Q und Tg, daher erhöhter Ertrag pro Hektar Anbaufläche, geringere Produktionskosten, Anbau in großem Stil, Resistenzen gegen so ziemlich alles auf Erden. Ob dieses Nahrungsmittel dann auch noch gut im Sinne von wohltuend und förderlich für den Menschen ist, war nicht wichtig. Das Genom des modernen Weizens ist das größte Genom, das bisher vollständig sequenziert wurde – 5-mal größer als das des Menschen!!

  • wir fügen demnach das Fakt der genmanipulierten Form vom Einkorn zum Weichweizen und seiner Unterform dem Zwergweizen hinzu!

Und jetzt mal ganz ehrlich: wer das alles über den Weizen weiß, hat doch gar keine Lust mehr drauf – oder?? Daher gibts auf meinem Blog in der nächsten Zeit weizenfreie Rezepte und noch mehr Info, damit der vollkommene Verzicht auf Weizen euch ein gesundes und fittes Jahr beschert.

Neu: ich bin auch für Online-Coaching zu haben, damit ein Umstieg auf eine artgerechte Lebensweise für euch angenehm machbar ist. Einfach melden – Ernährungs- und Bewegungsplan erhalten und los gehts… ; ) 

 


g´sunde Grüße, eure Martina