#2 Vollmond-Fastentag

Hey. Schön, dass du wieder dabei bist. Ich hoffe, dir geht es gut, wo auch immer auf der Welt du gerade bist 🙂

Wir alle haben morgen wieder einen wunderbaren Vollmond am Himmel zu bewundern und mit ihm gibt es viele Möglichkeiten deinen Körper positiv zu beeinflussen. Hast du bei meinem ersten Vollmond-Fastentag erfolgreich mitgemacht? Ist es dir leicht ergangen, kürzer zu treten, weil die Kraft des Vollmondes dich gepusht hat? Einige von euch haben mir ihre Erfolge geschrieben. Danke fürs Teilen!! Das gibt mir Mut, dich für morgen, Sonntag, den 9. Feber, aufs Neue zu motivieren.

Falls du beim ersten Mal nicht dabei warst oder vielleicht kein Wasser-Fan bist, dann habe ich heute für dich vielleicht eine tolle Möglichkeit deinen morgigen Vollmond-Fastentag erfolgreich zu bewältigen.

 

Lust auf neue Ziele

Es ist egal, zu welcher Zeit am Tag du eine Fastenphase einlegst. Jeder von uns tickt ein bisserl anders. Leichter ist es jedoch, wenn du mit dem zirkadianen Rhythmus lebst, isst und fastest. Der zirkadiane Rhythmus ist dein Tag-Nacht-Rhythmus, der bestimmt wird durch die vorhandene Lichtmenge, die gerade vorherrscht. Sie verändert sich im Laufe des Tages und hat auf dich großen Einfluss, auch wenn du es nicht unbedingt merkst. Dieses Licht ist nämlich verantwortlich für die Ausschüttung bestimmter Hormone. Diese wiederum bestimmen zahlreiche Prozesse in deinem Körper. Wie du siehst, spielt alles perfekt in deinem Körper zusammen, du solltest dir dessen nur bewusst werden und deine Aufmerksamkeit in diese Körpererfahrungen legen. Dann funktionieren diese Essenspausen (fast) wie von selbst.

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Mercado de vegueta in Las Palmas de Gran Canaria

Intervall-Fasten 16 / 8

Da morgen Sonntag ist und du vielleicht gerade diesen freien Tag am Familientisch nicht ganz entsagen möchtest, lege ich dir die Intervall-Fasten-Methode 16 / 8 ans Herz. Beginne heute bereits vor 20 Uhr mit deinem Fasten und erstrecke diese Nahrungskarrenz bis morgen 12 Uhr Mittags. Dann hast du nämlich bereits 16 Stunden deinen Körper entschlackt und kannst ab 12 Uhr Mittag bis 20 Uhr abends wieder „alles“ essen, was dir guttut. Das sind dann die 8 Stunden, in denen du essen kannst bzw. sogar sollst, wie die I-Fasten Community erklärt. So hast du einen optimalen Start in die Intervall-Fasten-Methode genommen und kannst diese, wenn sie dir angenehm erscheint, weiter verfolgen. Du kannst natürlich diese Nahrungskarenz von 8 Stunden ausweiten, so lange, wie du sie willst. Dein Körper würde dann natürlich noch mehr entrümpeln. Viele Promis sind von dieser Essgewohnheit begeistert und schwören auf sie. Um das I-Fasten ist ja in den letzten Jahren in den Medien ein wahrer Hype entstanden und nach wie vor klingt dieser nicht ab. Probiere es einmal aus und erfahre selbst, wie es is(s)t 🙂

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Mercado de vegueta in Las Palmas de Gran Canaria

Mein Gesundheitstipp für dich 

Iss an deinem I-Fastentag Lebensmittel, die dir guttun! Grundsätzlich ist alles erlaubt, sofern es vielfältig, ausgewogen und möglichst aus Bio-Qualität ist. Du kannst auf Fleisch noch nicht verzichten? Passt für morgen ebenfalls. Bitte nur in Maßen und nimm möglichst viel buntes Gemüse mit auf deinen Teller.

Bitter- und Scharfstoffe unterstützen deinen Stoffwechsel und deine Verdauung besonders gut. Nimm morgen daher Chicorée, Rucola und / oder  Kohlsprossen auf deinen Ernährungsplan. Wenn du ganz im Süden von Europa bist, so wie ich gerade ;-P , dann muss eine Grapefruit morgen unbedingt verspeist werden…

Würze mit Kurkuma, Ingwer oder Chili deine Gerichte, sodass du hier nochmals mehr an Verdauung und Entschlackung für dich ausschöpfen kannst.

Du bist begeisterter Wasserfasten-Fan durch den ersten Wasserfasten-Tag im Jänner geworden? Perfekt! Mach weiter so und sei stolz auf deine Ausdauer!


Egal für welche Art von Fasten du dich morgen entscheidest, spüre in deinen Körper hinein und genieße deine neugewonnene Stärke!

Alles Liebe, Martina


Vegetarisch / vegan auf die Schnelle – Kohlrabigemüse als Süppchen

Hey. Schön, dass du dabei bist.

Ich habe für die kommenden Monate kulinarische und life-style-Experimente im Wochentakt angesetzt. 6 Experimente für ein erfolgreiches Jahr 2020 – hast du diesen Blogpost gelesen? Machst du mit? Nach einigen Anfragen von meinen Leser*innen, die um nachkochbare 😛 Ideen gebeten hatten, habe ich ihnen versprochen, sie mit tollen und einfachen vegetarischen Rezepten zu versorgen. Und da sieben Rezepte für einen Blogpost ein bisserl viel sind, beginne ich heute schon mit einem vegetarischen Rezept, welches gerade jetzt saisonal und regional ist.

Bio-Kohlrabis sind den ganzen Winter über sogar am Bauernmarkt in deiner Nähe erhältlich. Außerdem sind sie relativ günstig im Preis und unverpackt, d. h. deine Küche ist „zero waste„. Da ich ohne jegliche künstliche Aromen koche, ist es ein „clean eating„-Rezept noch obendrauf!!

Keine Sorge, ich werde alles nochmals mit Einkaufsliste und Menüplan für die vegetarische Kochwoche kurz vor Start posten. Dann hast du alles auf einen Blick und sparst Zeit und Mühe beim Einkaufen. Aber für heute wird’s einmal ein wärmendes Süppchen sein. Gut als Vorspeise, perfekt als leichtes Abendessen mit einem Butterbrot (von smart bread 🙂 )dazu. Trotz wenig Eigengeschmack kann dieses hellgrüne Gemüse zu einer wahren Kulinarik-Attraktion werden, wenn ihm Zimt zugefügt wird, der noch zusätzlich wärmt …

 

Kohlrabicremesuppe mit gebratenem Zwiebel und Schwarzkümmel

 

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Was wir für 4 Portionen brauchen

  • 1 großen Kohlrabi mit den knackigen Stängeln & Blättern (ca. 700g), geschält und in 1 cm große Würfel geschnitten
  • 1 Zwiebel, geschält & gehackt
  • 1 Zimtstange
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Schlagobers, wenn es für dich unbedingt sein muss, sonst wahlweise Hafer-Cuisine

Für die Garnitur

  • 1 Zwiebel, in Ringe geschnitten
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Schwarzkümmel, angeröstet

Wie ich es mache und in 30 Minuten servierfertig bin

Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel und Kohlrabi mit der Zimtstange ungefähr 5 Minuten anbraten. Das Gemüse soll weich werden.

Dann 1 Liter Wasser zugießen, alles zum Kochen bringen und 15 Minuten weich köcheln.

Inzwischen die Garnitur vorbereiten. Dabei die Zwiebelringe in Öl etwa 7 Minuten anschwitzen, bis sie glasig und weich sind. Danach die Hitze erhöhen und die Zwiebelringe bräunen lassen – Vorsicht; nicht übersehen! In einer anderen kleinen Pfanne mit dickem Boden, den Schwarzkümmel anrösten, damit dieser seine Schärfe ein bisserl verliert.

Die Suppe inklusive der Zimtstange oder so viel wie du davon haben möchtest (ich nehme ½ Zimtstange), mit einem Mixstab oder in einer Küchenmaschine sehr fein pürieren. Wenn dir die Suppe zu dick ist, etwas Wasser zugießen. Ist sie dir zu dünn, dann mit aufgeschlagenem Schlagobers oder mit etwas Mehl stäuben, bis es deine gewünschte Konsistenz aufweist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Suppe in Schalen schöpfen und jeweils mit der Zwiebel-Schwarzkümmel-Mischung garnieren und sofort servieren.

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Mein Gesundheitstipp für dich

Ersetzt du den Schlagobers durch Hafer-Cuisine, wird das Gedicht, ähh Gericht sogar vegan. Aber fürs Erste kannst du stolz auf dich sein, wenn du eine ganze Woche ohne Fleisch und Wurstwaren überleben kannst. Die Zahlen für Österreich sagen nämlich, dass Anzahl der Vegetarier*innen (ca. 765.000) in den letzten 10 Jahren ziemlich konstant geblieben ist, d. h. die Österreicher*innen sind dem Fleischkonsum treu geblieben. Dabei könnten wir gerade durch diesen Fleischverzicht enorm viel für unsere Gesundheit, für unsere Fitness und für unseren Planeten machen!! 


Einen guten, vegetarischen Appetit wünscht dir

Martina


Aus eigener Kraft

Hey. Schön, dass du wieder bei mir dabei bist.

Ich gebe seit mehr als 20 Jahren Fitness- und Sportunterricht in diversen Institutionen und mache seit 46 Jahren Sport. Angefangen habe ich mit meinem 3. Lebensjahr im Ballett und bin dann über die rhythmische Sportgymnastik in die Aerobic gekommen, die ich über alles liebe. Sich in der Gruppe mit dem Rhythmus zur Musik zu bewegen und dabei ins Schwitzen zu kommen, ist für mich phänomenal. Bist du eine Teilnehmerin / ein Teilnehmer von mir? Wenn ja, dann kennst du mich und meine Warm-ups mit den Schritten aus der Aerobic zugute. In meinen Fitnesseinheiten ist es mir jedoch sehr wichtig, neben dem Spaßfaktor, dir und allen anderen eine tolle und vor allem korrekte Körperwahrnehmung mit auf den Weg zu geben. Es ist nicht so essentiell, welchen Sport du machst, viel wichtiger ist es, in allem was du tust, deinen Körper richtig auszurichten.

Am Anfang war die Wahrnehmung

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Dein Körper ist unwahrscheinlich robust und nimmt dir lange Zeit Fehlhaltungen nicht übel. Irgendwann jedoch kommt der Zeitpunkt, wenn dein Faszienkostüm, welches deinen ganzen Körper durchdringt wie ein Taucheranzug, vor lauter Verklebungen den Geist aufgibt und dich vor Schmerzen glühen lässt. Spätestens dann solltest du mit Faszientraining, welches gleichzeitig Wahrnehmungsübungen sind, beginnen.

Eine Reise durch deinen Körper

Spüre, wann immer du kannst, in deinen Körper, in deine Haltung hinein und richte ihn anschließend korrekt aus. Du musst wissen, dass deine Wirbelsäule immer nach Stabilisierung strebt und durch das Aktivieren von Muskeln und Gewebesystemen abhängig ist. Diese Mobilisation der Muskel- und Faszien-Kräfte bezeichnen wir als „Core-Stabilität“ – core steht dabei für Kern und kommt aus dem Englischen. Wenn nun also dein Kern, deine Mitte, gut fixiert bzw. zentriert ist, kannst du in jede mögliche und unmögliche 😛 Körperstellung kommen, die du dir nur ausdenkst. Wenn du ausschließlich Krafttraining machst oder wenn du Ausdauer trainierst, lass deine Faszien am Ende deines Workouts ebenfalls federnd, wippend und elastisch dran kommen, ganz unter dem Motto: „Faszientraining muss sein!“ Durch mein Faszientraining nach der Shaolin Formel hat sich mein Körper am meisten in die richtige Richtung bewegt. Faszientraining ist also nicht nur über die Hartschaumrolle, alias Blackroll®, drüber quälen, sondern viel mehr! Jeder noch so kleine oder tiefliegende Muskel und Muskelfaser ist von Faszien umhüllt und genau dort sind die Fühler für unsere Wahrnehmung eingebettet, auch wenn wir sie an unserer Körperoberfläche nicht sehen können. Diese Fühler bezeichnen wir als Propriozeptoren. Sie sagen uns, wie und wo unsere Körperteile sich gerade befinden.

Was gehört nun zur „Core“?

Von unten nach oben gesehen …

… der Beckenboden (Diaphragma pelvis mit zahlreichen Muskeln)

… die Bauchmuskeln (gerade & schräge, innere & äußere)

… die kurzen Rückenstrecker (Musculi multifidi)

… das Zwerchfell (Diaphragma)

… die muskulären Anteile der Hüfte (von einigen Autor*innen, ich bin auch dafür 🙂 )

 

Mein Gesundheitstipp für dich 

Ob du nun Indian Balance, Yoga, Faszientraining nach der Shaolin Formel oder die Engpassdehnungen nach Liebscher & Bracht ausübst: bleib dran, halte durch und bekomm ein komplett neues Körpergefühl. Nach ungefähr einem halben Jahr wirst du deine Körperwahrnehmung durch die teilweise wiedererlangten, geschmeidigen Faszien neu erfahren und deine goldene Mitte lieben. Faszientraining ist gleichzeitig Stressmanagement, Entspannung und Erholung für deinen Körper und deinen Geist – du kannst somit alles erreichen!!

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Damit du dein Leben und die Welt auch aus anderen Perspektiven erfahren kannst,

dies wünscht dir deine

Martina