Margot 12.08.1971 – 17.10.2026

Margot 12.08.1971 - 17.10.2026

Griaß di‘! Ich danke dir für deine Zeit, wenn du die nächsten Zeilen mit all deiner Achtsamkeit liest. Mit Margot 12.08.1971 – 17.10.2026 möchte ich einem wundervollen Menschen, meiner Seelenschwester Margot, ein Andenken bereiten. Sie ist viel, viel, viel zu früh von uns gegangen. Ich bin fassungslos.

Margot meine Freundin

Ich schreibe diese Zeilen über meine Freundin Margot, nachdem ich von ihrem Tod über Umwege in Kenntnis gesetzt worden bin. Am Donnerstag rief mich eine gemeinsame Freundin an, ob ich etwas über Margot weiß, denn es hieße, sie sei tot. Für mich brach meine Welt zusammen, da ich erst am vergangenen Wochenende ihr eine Nachricht über WhatsApp überbracht hatte. Darin hieß es, ich würde sie für eine spezielle Arbeit brauchen – Äpfel brocken bei einem Bauern, um Apfelsaft zu pressen. Ich wusste nicht, dass Margot zu diesem Zeitpunkt nicht mehr hier auf Erden war. Ich wartete vergebens auf ihre Antwort. Bei Margot kam die Antwort nicht immer sofort. Viel zu viel half sie allerorts aus, um die Welt besser zu machen, denn nur als Vorbild, kann man etwas ändern. Das war ihr Motto – und danach lebte sie. Helfen, wo Hilfe notwendig war. Ob im Kindergarten oder in der Volksschule bei all den Jahreskreisfesten, ob beim Siedeln, ob bei der Organisation der Grazer Friedensspaziergänge. Margot half überall!

Lang, lang ist es her

Margot 12.08.1971-17.10.2026

Unser Kennenlernen vor 20 Jahren war beim gemeinsamen Arbeiten des ersten Festes im Jahreskreis im Kindergarten unserer Jüngsten und beim Maroni-Schulfest unserer Ältesten. Wir waren eine der wenigen Mamis, die nicht nur selbst Gebackenes Mitbrachten, nein wir standen auch bei den Standeln und schenkten aus und zu guter letzt, räumten wir noch zusammen und waren die Letzten, die die Feste verließen. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut und lachten viel, trotz der Arbeit.

Unsere beiden großen Töchter wurden Freundinnen und unsere beiden Jüngeren, ihre Tochter und mein Sohn, wurden Freunde. Daher sah man sich natürlich oft. Bei jedem Kindergeburtstag saßen wir bei gutem Essen und gutem Wein bis spät in den Abend zusammen, um über die Kinder, die Schule und die Welt zu philosophieren. Als sich der Schulweg unserer Kinder nach sieben Jahren trennte, verloren wir uns kurz aus den Augen.

Margot, meine Kräuterhexe

Margot war gelernte Floristin und ich kann mich noch gut erinnern, als wir für den Osterbazar in der Volksschule St. Veit Osterkränze binden sollten. Diese florale Bastelei fand in meinem damaligen Haus statt. Margot kam mit all dem Grünzeug, mit all dem Werkzeug und lehrte uns Mamis aus der Klasse das klassische Kranzbinden. Ich war begeistert! Das war doch tatsächlich einfacher, als ich dachte. Seit diesem Jahr habe ich nie mehr einen Türkranz oder Adventskranz gekauft und ich bin Margot unendlich dankbar dafür. Ich bin froh, dass ich ihr dies ein paar Mal sagen konnte.

Margot, meine Schamanin

Als ich Margot nach kurzer Pause wieder traf, war sie geschieden, so wie ich. Unser Lebensweg war ident. Wir hatten alles für unsere Familie gegeben und wurden trotzdem nicht wertgeschätzt. Die Partnerschaften, die Margot hatte, waren leider immer mit den falschen Personen. Personen, die sie ausnutzten und sie klein machten. So gaben wir uns gegenseitig Mut, Stärkung und motivierten uns zu mehr Selbstwertgefühl und Selbstliebe. Bei unseren sporadischen, leider viel zu seltenen Treffen unserer „Mar-Frauenrunde“ (Margot-Marianne-Martina), war Margot für die Nachspeise auf energetischer Ebene zuständig. Ich stellte für diese grandiosen Erfahrungen mein Haus zur Verfügung, kochte ein dreigängiges Abendessen und durfte dann in den Genuss von schamanischen Trommelreisen, Klangbädern und heilenden Räucherungen kommen. Margot war mit allen Sinnen Schamanin und Hexe des Landes.

Als Urrufweib, wie sie sich selbst bezeichnete, organisierte sie den Hexenwunden-Kongress und kam am Sonntag, dem 13. September zu mir, um Fotos und Videos für diesen, ihren ersten Kongress aufzunehmen. Die beiden Fotos oben stammen von diesem achtstündigen Foto-Shooting. Sie war hochmotiviert und bat mich, ihr dabei zu helfen, denn ich war für sie das große Vorbild in Sachen Online-Präsenz. Sie wollte lernen – von mir lernen. Dieser Sonntag war voller Lebensenergie und Leidenschaft für eine bessere Welt, hin zu unseren keltischen Wurzeln. Meine kleine Hilfe war mein Blogpost >> Hexenwunden-Kongress, den ich gerne für Margot schrieb, um für sie und ihren Herzenswunsch (kostenlos) Werbung zu machen. Ihre eigene Webseite Urrufweib hatte sie bereits selbstständig veröffentlicht.

Heute, zum Übergang von Halloween auf Allerheiligen, dem Samhain, in deiner Sprache Margot, darf ich dir diesen Blogpost zu Ehren veröffentlichen. Heute werden die Schleier zur Anderswelt dünner. Ich wünsche dir, dass du heute, in dieser für dich immer so besonderen Nacht, deinen Weg in Liebe in diese Anderswelt gehen kannst …

Margot 12.07.1971 – 17.10.2026

Bei einem Treffen kam Margot mit einem Karton, indem sie wunderschönes Geschirr hatte. Es war ein Set von zwei Schüsseln, zwei kleinen Tellern, zwei Suppen- und zwei Hauptspeisentellern. Sie sagte, dass sie dieses wunderschöne Geschenk von ihren Töchtern bekam, aber nicht für sich selbst aufkochte. Solch ein schönes Geschirr sei eine Verschwendung für sie. Sie wolle es mir borgen, um damit meine Rezepte-Blogs zu füllen. Das Geschirr kam in meinen Glasschrank und ich durfte damit edle Fotos kreieren, aber einige Male auch für sie aufkochen und servieren. Danke Margot für deine Großzügigkeit. >> Topinambur-Chips / Spargel-Nudeln Alfredostyle / Reispfanne nach Thai-Art / Ofen-Kürbis mit Kräuter-Hirse / Veganes Erdäpfel-Rotkraut-Türmchen sie alle werden mich immer an dich erinnern, Margot!

Erst vor kurzer Zeit gab ich ihr dieses wunderschöne Gedeck retour, mit den Worten: sie muss es sich wert sein, ihr Essen für sich selbst „aufzutischen“, um mit allen Sinnen zu speisen. Ich habe sie nie gefragt, ob sie es auch tatsächlich gemacht hat …

Margot, meine Mitorganisatorin der Grazer Friedensspaziergänge

Margot hat mich von der ersten Minute der Grazer Friedensspaziergänge unterstützt. Als Lichtbringerin, wie sie sich und mich bezeichnete, war sie beim 1. Grazer Friedensmarsch, am Nationalfeiertag, dem 26. Oktober 2025 als Trommlerin dabei. Als Zuschauerin und Schlusslicht, damit alle Schäfchen, wie sie sagte, beisammen bleiben. Beim 2. Grazer Friedensspaziergang, am Mariä Empfängnis Feiertag, dem 8. Dezember 2025, nahm sie sogar mutig das Mikrofon und wollte aktiver Teil sein. Sie brachte uns das Friedensmantra „Om Mani Padme Hum“ als Abschluss. Sie war sehr nervös, aber überglücklich, dass ich ihr diesen Schritt in die Öffentlichkeit ermöglichte. (Fotos oben und unten)

Beim 3. Grazer Friedensmarsch, am 19. März 2026, war sie bereits ein Fixpunkt, mit einer wunderbaren Ansprache über den Frieden, der in uns selbst entsteht und erneut mit dem Abschlusslied „Om Mani Padme Hum“. Beim 4. und bislang letzten Grazer Friedensmarsch, am 4. Juli 2026 stand sie an meiner Seite als Weltfriedensaktivistin. Sie war fixer Bestandteil von „Wir sind Frieden“. Der 5. Grazer Friedensmarsch hätte am 17.10.2026 stattfinden sollen. Die Polizei gab die vorgesehene Route aus unbegreiflichen Gründen nicht frei und wollte uns an den Rand von Graz drängen. Ich entschloss mich daher zur Absage. Hätte ich gewusst, dass dieser Tag ihr Sterbetag sein würde, hätte ich alles gemacht, damit Margot an meiner Seite ist, auch am Rande von Graz. Margot hat mich eingeladen, statt dem Friedensmarsch mit ihr gemeinsam einer schamanischen Schwitzhütte beizuwohnen, die sie organisierte. Ich lehnte ab, weil ich in der Innenstadt die abgelehnte Friedensmarschroute kontrollieren wollte. Hätte ich gewusst, dass diese Schwitzhütte ihr den Tod bringen würden, wäre ich natürlich mitgekommen. Margot, ich hätte dich retten können …

Meine liebe Margot du warst wundervoll, lebenslustig, gesprächig, achtsam & empathisch, verlässlich, ehrlich & aufrichtig, hattest eine gewisse Leichtigkei und warst trotzdem bodenständig, konntest humorvoll lachen, warst aufgeschlossen für Neues und tolerant, denn du hast in jedem Menschen das Gute gesehen. Wir hatten noch so viele gemeinsame Projekte geplant! Ich weiß nicht, ob ich für dich die engste Vertraute und beste Freundin war, für mich warst du meine kleine Seelenschwester …

Unvergessen!

Ich bin zutiefst bedrückt…

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