Alte Lehre, neue Wege – bewege dich frei mit dem Premiumgym (#1)

Hej, du! Schön, dass du wieder dabei bist.

Warst du am vergangenen Wochenende am Berg? Oder bist du vielleicht im See geschwommen? Warst du Rad fahren? Alles ist super, Hauptsache du machst Bewegung. Ich konnte als eine der Ersten in Österreich am Samstag und Sonntag eine ganz spezielle Art der Bewegung machen bzw. kennen lernen.

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Original von Michael Ketels

Wir Menschen, so wie wir heute sind und immer schon waren, sind für die Bewegung ausgerichtet und ausgestattet. Das 3. Jahrtausend tut aber alles daran, dass wir uns so wenig wie möglich körperlich verändern müssen. Wir fahren mit dem Auto und dem Motorrad, wir benutzen den Lift oder die Rolltreppe, wir fahren mit dem Scooter – es gibt sogar schon E-Scooter, damit noch weniger von uns in Bewegung sind, wir sitzen auf Stühlen, wo immer möglich… Wann werden unsere Extremitäten in alle vier Himmelsrichtungen gemeinsam mit einer Rotation im Oberkörper durchgeführt?

Richtig! Nie mehr. Unsere Kinder machen es noch, bevor wir sie im Kindergarten oder in der Schule auf Sessel zwingen. Leider ist der Trend hin zur Kinderkrippe für unsere 0- (!?) bis 3-Jährigen ein schlechtes Zeichen unserer modernen Zeit. Sie und wir müssen erneut lernen und anfangen uns richtig zu bewegen, denn die „freie Mobilität ist das Ziel“ und die Idee hinter dem Premiumgym, laut Michael Ketels.

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Original von Michael Ketels

Nach einem schweren Fallschirmunfall, bedingt durch seine Arbeit als Bundeswehrfallschirmspringer, war Mike, wie er in Sportkreisen genannt wird, über acht Monate an den Rollstuhl gefesselt. Die Schulmedizin hatte wenig Antworten darauf und so hatte Mike selbstständig damit begonnen, wieder Schritt für Schritt in (s)ein normales Leben zu finden. Er hat dabei unter anderem das Premiumgym, ein Funktionsboard, und den AP-Tower erfunden, entworfen, gebaut und Schulungskonzepte mit diesen Tools erarbeitet. Als Mitbegründer der Rückenschule 2.0 sind ihm die haarsträubenden Zustände unserer Wirbelsäulen gut bekannt. Sein Leitspruch „weicht der Druck, weicht der Schmerz!“ ist demnach ein wichtiger Ansatz, um unser Klientel, das wir coachen, bereits im ersten Setting mit Motivation, größerer Vertrautheit und Selbstsicherheit, für die eigene Gesundheit etwas tun zu können, auszustatten. Denn schon nach einer intensiven Stunde am Premiumgym spürst du dich freier und offener. Du hast einfach ein anderes Körpergefühl.

Was ist nun dieses Premiumgym-Funktionsboard?

  • ein aus Holz gefertigter Halbkreis, ca. 8 cm hoch, mit je drei kugelförmigen Aussparungen auf der rechten und linken Seite
  • 2 dazugehörige „Stöcke“ aus rostfreiem Stahl, in der Höhe individuell verstellbar, mit leicht einzurastendem Zahn
  • auf beiden Seiten der Stöcke aus Holz gefertigte Kugeln, die in die Aussparungen perfekt hineinpassen
  • nicht dazugehörend aber optional eine Matte, wenn Übungen am Boden liegend durchgeführt werden sollen

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Der Anblick alleine verlangt nach mehr – hochheben, drehen, verstellen. Da kommt das verspielte Kind in uns allen wieder zum Vorschein. Und genau das sollte hier in Kombination passieren – spielerische Selbsterfahrung und Kreativität, gepaart mit unterschiedlichen Anreizen und Antrieben, die von der Trainerin kommen.

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Diese glatte Holzkugel basiert auf dem Prinzip der Kugelmechanik. Sie imitiert quasi das menschliche physiologische Hüft- und Schultergelenk und lässt, bei vorgegebener Richtungszuweisung, dreidimensionale Bewegungsmuster zu.

Daher ergeben sich eine Vielzahl an Trainings- bzw. Bewegungsformen für eine

  • hocheffektive
  • funktionelle
  • spiraldynamische
  • langkettige
  • anspruchsvolle UND
  • spielerische Gymnastikstunde!

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Die in der richtigen Höhe eingerasteten Holzkugeln auf äußerster Position gestellt ergeben eine wunderbare Rotationsübung, die wir Menschen im Alltag einfach nicht mehr machen, aber unbedingt machen sollten.

Von einem 2-Punkt-Stand werden wir durch das Premiumgym in einen sicheren 4-Punkt-Stand geholt, was für viele Menschen heute zusätzlich Sicherheit gibt und die Bewegungsausführung somit optimaler machen lässt.

Gehalten in der Rotation als Dehnübung, gemeinsam mit einem Ausfallschritt, bringst du nicht nur deinen Oberkörper in Form, sondern lässt deine Beine gleichsam mittrainieren (Foto oben links).

In einem Ein-Bein-Stand kannst du nun ein Bein schwingend vor und zurück bewegen. Dieses Schwingen ist die Art Faszien überhaupt in die richtige Form zu bringen. Mit dem Halt an den Holzkugeln und geführt in den Aussparungen bringt es für viele mehr Sicherheit (Foto oben rechts).

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Bist du erst einmal aufgewärmt, kann es mit Kraftübungen weitergehen. Die Grätsche / Squat mit gleichzeitigem Bizeps-Trizeps-Training, wenn du dich an den Kugeln mit deinem Gewicht wieder hochziehst. Die dabei notwendig Koordination ist ein tolle Herausforderung.

Gleichzeitig kannst du dich mal richtig hängen lassen … affenähnliche Bewegungen können leicht nachgeahmt werden und sind essentiell für ein gesundes und schönes ; ) Faszienkostüm.

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Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Bodenübungen, mit hohem Körpergefühl und guter Körperspannung werden wieder entdeckt und sind genauso schweißtreibend wie eine Kraftkammer, die mit vielen Geräten vollgestellt ist. Hier ist aber alles in einem – vom Aufwärmen, Kräftigen, bis hin zur Koordination und Achtsamkeitsübung, wenn du deine Augen bei vielen Übungen zusätzlich schließt. Eine propriozeptive Wow-Erfahrung, die du nicht missen solltest.

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Danke Mike, Michael Ketels, Erfinder und Instruktor von Physiorefreshment™ / Premiumgym und neuralindukative AP-Therapy, für die spannende Einführung in diese brandneue und in Österreich einzigartige Trainingsmethode.

Möchtest du mit dem Premiumgym trainieren?

Möchtest du mehr Infos bekommen?

Kontaktiere das House of Balance  unter

https://houseofbalance.life/locations/oesterreich/graz/

…schau in den Stundenplan, ab September bieten wir 3-mal wöchentlich den Premiumgym in Form einer Gruppenfitness an.

Oder kontaktiere mich gleich mit unten stehendem Formular.


Mit spielerischen Grüßen für einen fitten Herbststart

deine Martina


Mein „wild-grüner“ Jungbrunnen für den Sommer

Hi, du! Schön, dass du reinschaust.

Es ist Wochenende und der Sommer lässt uns schwitzen. Ich habe, so wie du vielleicht auch, an diesen freien Tagen keinen Sport, respektive Trainings frei. Mit meinem Wildkräuter-Smoothie kannst du jedoch an solchen Tagen deinen Körper fit machen, indem du ihn entschlackst und mit vielen wertvollen Spurenelementen füllst.

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Eines meiner Lieblings-Wildkräuter wird jetzt geerntet, laut Mondkalender soll dies nämlich bei abnehmendem Mond im Erdzeichen (Jungfrau, Stier oder Steinbock) geschehen, d. h. die in diesem Zeitraum gepflückten Brennnesseln beinhalten dann besonders viele blutreinigende und wertvolle Substanzen. Heute ist zum Beispiel der „Stier in den Sternen“ und ich habe fleißig gepflückt…

Falls du jetzt keine Zeit hast, die Sterne stehen ab Mitte Juli (17.,25.,26.) wieder perfekt auf „Brennnessel pflücken“!

Wer dieses Jungbrunnen-Wildkraut „nur“ als Unkraut wahrnimmt, sollte sich über mein Rohkostrezept als Wildkräuter-Smoothie hermachen und in sich rein spüren – hmm, einfach aufbauend lecker, weil entschlackend und entgiftend. Danach fühlst du dich freier und leichter. Bei mir im Garten hat die brennende Nessel ein großes Plätzchen für sich alleine und wenn sie sich wohlfühlt, kommt sie immer wieder.

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Die Gojibeere, die ebenso dabei ist, wird noch als Glücksbeere bezeichnet und kommt ursprünglich aus China bis Südosteuropa. In Reformhäusern und Drogeriemärkten gibt es diese schrumpeligen, kleinen, frucht-herben Vitamenbomben in Sackerln abgepackt. In Chinas Küchen kommen sie meist in getrockneter Form auf den Tisch – ich habe sie für meinen Smoothie zuvor eingeweicht, damit der Blender nicht so hart arbeiten muss : P

Gojibeeren

 

Nähtwertangaben Gojibeere: (Durchschnitt pro 100 g)

  • Energie 343 kcal / 1446 kJ
  • 3,5 g Fett, davon
  • 0,4 g gesättigte FS
  • 0,5 g einfach ungesättigte FS
  • 1,3 g mehrfach ungesättigte FS
  • 60 g Kohlenhydrate, davon
  • 52 g Zucker
  • 13 g Ballaststoffe
  • 12 g Eiweiß
  • 0,5 g Salz

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Was wir brauchen für 4 Gläser / Portionen à 200 ml:

  • 40 Gojibeeren
  • 100 ml Wasser zum Einweichen
  • 3 säuerliche Äpfel 
  • 1 Banane, geschält
  • 2 Hand voll Brennnessel = 200 g (bitte Handschuhe anziehen!! : )
  • 300 ml Wasser

Wie ich es mache: die Gojibeeren in 100 ml Wasser für 2 Stunden einweichen, sie werden dann schön saftig-dick, dass Einweichwasser färbt sich rötlich. Alles andere auf einem großen Brett bereit stellen, d. h. Äpfel waschen, Brennnessel ausschütteln oder ebenfalls ein bisserl Wasser drüberrinnen lassen.

Wenn die 2 Stunden um sind, gehts mit der Arbeit los – es dauert aber nur 10 min.

Äpfel und Banane in Stücke schneiden – ich lasse vom Apfel das Kerngehäuse und die  Schale immer dran! Beide haben tolle Inhaltsstoffe für uns Menschen!! Alles, eingeweichte Gojibeeren, Apfel- und Bananenstücke, sowie die Brennnessel in den Blender geben. Das Einweichwasser dazugießen und noch zusätzlich 200 ml Wasser.

Alles über 30 sec. mixen – nochmals 100 ml Wasser zugießen und nochmals kurz, dann auf höchster Stufe, 90 sec. mixen.

Kalorien pro 200 ml Glas: ca. 80 kcal / 335 kJ

In Gläser füllen, Deko drauf, wenn ihr wollt, und genießen. Dieser Wildkräuter-Smoothie ist eine wahre Detox-Bombe, weil er durch die Brennnessel den Körper entwässert und daher entgiftet. Daher solltet ihr in nicht zu spät am Nachmittag verschlingen und auf keinen Fall vor dem Sport… ; )


Prost!

deine Martina


Resümee der House Of Balance“Prevention days“ Graz

Hey! Schön, dass du reinschaust.

Am Wochenende sind die „Prevention days“, die Gesundheitsvorsorgetage im House of Balance in unserer wunderbaren Stadt Graz zu Ende gegangen. Zwei Wochen zuvor durfte ich mit meinem Faszienvortrag bereits mein Faszienwissen an Interessierte weitergeben. Aber dazu später:

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Die Vortragsreihe begann am Dienstag, 11. Juni, abends mit Dr. Arno Sommeregger, Arzt für Allgemeinmedizin, Vorsorge- und Orthomolekularmediziner aus Klagenfurt. Sein Thema „Warum bin ich so müde – Leben wir noch artgerecht?“ ließ uns Einblick in die wichtige Welt der Vitamine und Spurenelemente nehmen und bestätigte mir die Relevanz einer täglich ausgewogenen, regionalen und saisonalen – demnach gesunden Ernährung. Speziell natürlich im Sport, wo ich zu Hause bin, und gerade da ist im Bereich Jugendsport in Österreich, sicherlich ebenso bei unseren Nachbarn in Deutschland großer Handlungsbedarf.

Nahrungsergänzungsmitteln werden ja von uns Sportlern wie Zuckerln eingenommen – sollten aber nur gezielt und nach einem Blutcheck so verordnet werden, dass es quasi eine „Auffüll-Therapie“ ist. Ist der Speicher voll, können wir getrost ohne Mittelchen weitermachen – artgerechte Ernährung und Lebensstil vorausgesetzt.

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Falls du zu denjenige gehörst, die Nahrungsergänzungsmitteln einnehmen, beachte bitte:

  • Reinsubstanz soll es sein
  • keine Zusatzstoffe sollen reingemischt sein
  • achte auf die Qualität der Rohstoffe 
  • die Verträglichkeit ist bei jedem anders, höre dabei in dich hinein
  • keine Verunreinigung durch diverse falsche Zutaten oder Produktionsschritte
  • Dosierung (!) – auf die kommt es an

Den Beipackzettel genau durchzulesen oder in der Apotheke / Reformhaus einmal mehr nachzufragen, ist hier sicher empfehlenswert. Einen Vortrag darüber zu besuchen, ist natürlich vor dem Start in eine Vitamin- und Spurenelemente-Auffüll-Therapie optimal!

 

Am Donnerstagabend, 13. Juni ließ ich mich von Michael G. Leinter in „Die Kraft des mentalen Trainings“ entführen und war wirklich fasziniert, denn ich hatte noch nie einen Vortrag angehört, in dem, bis auf eine Folie, alles „nur“ Bilder gezeigt wurden und der Vortragende uns damit zu einem „spielerischen Lernen“ einladen wollte.

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Mentales Coaching verschafft Überblick, den wir in unserem stressigen Leben ab und an verlieren. Deshalb sehe ich mentales Coaching oder Training als Hilfe zur Selbsthilfe an, denn nur du kannst dein Leben selbst ändern, in dem du anfängst, das zu tun, wovon du überzeugt bist!!

 

Das Highlight dieser Präventionstage waren sicherlich die beiden Vorträge von Prof. Dr. Joseph Godges, MA, MSc. in Physikalischer Therapie, BEd. in Sportmedizin, der aus Los Angeles, USA angereist kam. Stattgefunden haben sie am Mittwoch, dem 12. und Freitag, dem 14. Juni. Der Titel seiner Vorträge: „Wie bewege ich mich richtig und beuge Schäden am Bewegungsapparat vor?“ ist hochbrisant, denn die  Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates sowie Herz-Kreislauf- und Psychiatrische Erkrankungen zählen zu den häufigsten drei Ursachen für die Zuerkennung einer Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension in Österreich und sicherlich in so ziemlich jedem unserer Europäischen Nachbarländer. Spannend waren seine manuellen Eingriffe gleich während des Vortrages an Personen im Publikum und die damit verbundenen „live“ Erfahrungsberichte der Therapierten. : ) 

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Die fünf Grundprinzipien, die bei einer Bewegung ausschlaggebend sind, laut Godges:

  • kritische Elemente, die in jeder Bewegung auftreten können
  • häufige Bewegungsfehler, die wir irgendwann in unserem Leben falsch eingelernt haben
  • die dazugehörigen körperlichen Beeinträchtigungen
  • die daraus entstehenden Übungen zur Behandlung der körperlichen Beeinträchtigungen
  • sowie zum Schluss natürlich die Übungen für die Umerziehung oder Ausbildung für eine korrekte Bewegungsausführung 

Während dieser Woche konnten noch viele andere sehr interessante Workshops und Schnupperstunden erlebt werden – z. B.: Alles zur Ayurveda Marma Therapie, Shiatsu und Do-In, Einführung in die bunte Welt des Taiji und Qigong, Kinesiologisches Tapen, sowie die faszinierende Faszientherapie des Rolfings.

Wie schon oben erwähnt, durfte ebenso ich, als Faszientrainerin im House of Balance meinen Vortrag „Faszien – die Alleskönner“ am Samstag, dem 25. Mai, zum Besten geben und hatte eine ausschließliche Damenrunde zu betreuen. Viele interessante Fragen wurden aufgeworfen – ich hatte Zeit alle zu beantworten. Ich bot einen aktiven Vormittag, bei dem die Damen gleich während meiner Informationsveranstaltung ein kleines, aber feines Faszientraining absolvieren konnten. Wir hatten dazu das typische Faszienwerkzeug wie die Hartschaumrolle, diverse Bälle und natürlich unseren Körper griffbereit und konnten somit ebenfalls die 12 Übungen der Faszientransformation der Shaolin-Formel am eigenen Leib ausführen und spüren. Hochmotivierte Damen schrieben sich gleich im Anschluss in meinen Kurs ein – ich bin seitdem ihr persönlicher Faszien-Bewegungscoach, bedanke mich für dieses Vertrauen und freue mich auf die kommenden Wochen des gemeinsamen Trainings!!

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Das House of Balance gibt es am Hauptplatz in Graz : ), in der Schweiz in Zürich – Glattbrugg & in Bad Zurzach, in Spanien in Malaga & Marbella und in den USA, in Santa Barbara, CA. Wenn ihr dort seid – reinschauen, es lohnt sich!

www.https://houseofbalance.life/

In diesem Sinne wünsche ich dir, wo immer du auch gerade bist, einige interessante Inputs und eventuell Ideen, wie du dein Leben in die richtige Richtung steuern kannst – mit genügend Vitaminen und Spurenelementen, mit mentaler Stärke und der richtigen, artgerechten Bewegung : ) …


Get all in one mit mir und g´sunde Grüße

deine Martina

 


Trendgetreide Süßlupinen

BlumenvaseMeine Lieben! Heute schenke ich euch einen bunten Blumenstrauß, der nicht nur für die Augen ein Genuss ist, sondern ebenso in kulinarischer Weise vieles bietet.

Alle LeserInnen meiner Generation und älter 🙂 kennen die farbenprächtigen Lupinen in den Bauerngärten, ja sogar an den Straßenrändern auf dem Lande sicherlich noch von der Kindheit her. Oder? Dieses Bild, gemalt von meiner lieben Großmutter (Omi) und Künstlerin Viktoria Röck (1923-2016,) ist ein Werk aus diesen Tagen. Dass diese wunderbaren Blumen, die meine Lieblingsblumen damals waren, eines Tages auf meinem Teller landen und meine Nahrung sein würden, hätte ich mir nie gedacht…

Süßlupinen gehören zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und sind somit verwandt mit der Erbse, der Kichererbse und der Erdnuss. Kosenamen wie Wolfsbohne oder Feigbohne hört frau nur selten. Farbenprächtig sind sie allesamt: Ob weiße, blaue oder gelbe Lupine oder sogar die typisch blau-lilafarbene Vielblättrige Lupine. Im Sommer-Bauerngarten ist die Pflanze nicht wegzudenken. Sie ist einjährig und weist im Normalfall einen hohen Anteil an giftigen Bitterstoffen auf, die beim Kochen alleine nicht zerstört werden. Um diese zu entziehen, wird der Lupinensamen in den traditionellen Anbauländern, dem Mittelmeerraum, für bis zu 14 Tage in Meer- oder Salzwasser gelegt. Bei den modernen Züchtungen, das blieb hier leider nicht aus, genügen 1 – 2 Tage. Aber Vorsicht, es muss gemacht werden!

Diese genießbaren Samen, nur aus Züchtungen, werden sodann für die menschliche Ernährung weiterverarbeitet wie zum Beispiel zu Mehl oder Schrot. Als Zusatzstoff sind sie in diversen Lebensmitteln enthalten. Da gibt es vegane Würstel, Lupinen-Drink oder der durchaus interessant schmeckende Lupinen-Kaffee.

Die weiße Süßlupine weist den höchsten Ertrag / Hektar auf, gefolgt von der Blauen. Das Schlusslicht ist die Gelbe, wobei wiederum die Weiße die höchsten Ansprüche an Boden, Licht und Anbautechnik hat. Das ist halt so mit den Züchtungen…

Wer schon mal in Portugal oder rundherum 🙂 auf Urlaub war, hat vielleicht die eingelegten Samen als „Bier-Snack“ in Gaststätten aufgetischt bekommen.

Für mich als Gesundheitswissenschaftlerin ist die Lupine deshalb so attraktiv, weil sie eine wunderbare Nährstoffzusammensetzung aufweist. Im Vergleich dazu gibts ihre Brüder und Schwestern:

Nährwertangaben: (in % der Korntrockenmasse)

  • Lupine                5 % Kohlenhydrate          36-48 % Eiweiß              4-7 % Fett
  • Sojabohne        14,8 % Kohlenhydrate         35-45 % Eiweiß           18-20 % Fett
  • Erbse                 40 % Kohlenhydrate             23-26 % Eiweiß               1,5 % Fett
  • Bohne          34-45 % Kohlenhydrate                  21 %  Eiweiß               1,6 % Fett

sowie einen hohen Ballaststoffanteil von 15-18 % und einen ebenso sehenswerten Anteil von Mineralstoffen mit 4-5 %.  (Quelle: http://www.biothemen.de/Qualitaet/korn_huelse/lupine.html)

Diese tolle Zusammensetzung ist für SportlerInnen und vegan lebende Menschen unerlässlich und hat, weil ihr nicht nur das Gluten, sondern das weitaus schlimmere Amylopektin A zur Gänze fehlt, nun auch einen Siegeszug in alle anderen Haushalte angetreten. Wer meinen Blog bereits seit längerem verfolgt weiß, dass ich mich getreidefrei ernähre, weil nur das eine artgerechte Ernährung für uns Menschen ist.

Süßlupinen – Nudeln

Diese Spiral-Süßlupinen-Nudeln gibt es bei uns in Graz im „Das Gramm“ als offene Ware im Glas. Ich konnte mich selbst bedienen und in meinen mitgebrachten Behälter einfüllen. Das alleine ist schon Anreiz genug diese orange-altrosafarbenen Nudeln zu kochen und kosten. Die Farbe wird erreicht, indem dieser Nudelart rote Linsen  und Kurkuma beigemengt werden.

Die Kochzeit in Salzwasser beträgt 4 – 6 Minuten, wobei es wieder zum Übergehen schäumt! Wie ihr erkennen könnt, geht die Nudel ziemlich aus der Form und ist deshalb ein guter Bissen im Mund, an dem die Soße gut hängen bleibt.

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Geschmacklich ist die Verwandschaft zur Erdnuss nicht zu leugnen. Sie sind ziemlich trocken und mehlig, für meine Begriffe aber doch kernig. Ich kann mir herzhafte Gerichte damit gut vorstellen. Die Farbe geht, wie bei allen anderen Trendgetreide-Nudeln leider verloren.

Nährwertangaben: (pro 100 g Trockenprodukt)

  • 100 g Süßlupinen-Nudeln geben 180 kcal / 753 kJ
  • 42,8 g Kohlenhydrate, davon 3,7 g Zucker UND
  • 29,8 g Eiweiß
  • 5 g Fett, davon gesättigte FS 0,7 g
  • 8,1 g Ballaststoffe

Lupinenmehl – fein gemahlen

Dieses Mehl kann als Eiersatz in diversen Back- und Teigwaren eingemischt werden und macht das Gelb der Speisen durch die gelbe Farbe des Mehls selbst noch intensiver. Als Richtlinie: 2 EL Lupinenmehl ersetzt 1 Ei.

Nährwerttabelle: (pro 100 g Trockenprodukt)

  • 100 g enthalten 320 kcal / 1.336 kJ
  • 12 g Kohlenhydrate, davon 2,8 g Zucker UND
  • 32 g Eiweiß
  • 9,2 g Fett, davon 1,5 g gesättigte FS
  • 31 g Ballaststoffe
  • 0,03 g Salz
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Links: Lupinenmehl fein gemahlen / rechts: Lupinenmehl getoastet

Lupinenmehl – getoastet

Diese Art von Mehl stammt von geschälten Süßlupinensamen der blauen Sorte, die zuerst getoastet und dann vermahlen werden. Verwenden kann frau es für Brot, Bratlinge, Kuchen, als Beigabe in Suppen, Soßen, Smoothies und Müsli. Das Verhältnis von 1:6 mit Getreidemehl sollte jedoch beachtet werden. Und daher fällt es für mich aus der Reihe meiner gesunden Lebensmittel fürs Backen. Werde aber noch andere Möglichkeiten ausprobieren…

 

Lupinen Kaffee – instant

Dieser Instantkaffee ist schnell löslich und koffeinfrei. Da ich aber keine Kaffeetrinkerin bin, sondern Tee-Liebhaberin, verzichte ich gerne darauf. Ebenso ist die Zutat von 60 % Roggen (Secale cereale) nichts für mich als getreidefreie Genießerin.

Zubereitung: 

  • auf 200 ml heißes Wasser kommt
  • 1-2 TL Lupinen-Kaffee-Instantpulver, umrühren und fertig.

Der Geschmack neigt ebenso hier in den nussigen Bereich hinein.

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Einen bunten Reigen an Genuss für die kommende Woche wünscht euch

eure Martina