Griaß di‘ und Hallo! Der Wonnemonat Mai und seine angenehmen Temperaturen haben Einzug in unser Land gehalten. Mit ihm kommen die vielen Feiertage, die zu einer Gartenparty einladen. Was darf da auf keinen Fall fehlen? Genau: meine Maibowle – frisch & würzig. Also nix wie rein in deinen Garten und den herben Waldmeister für die Maibowle ernten.
Springe zu RezeptMaibowle mit dem Waldmeisterkraut

Waldmeister (Galium odoratum), auch bekannt als Wohlriechendes Labkraut, ist in Österreich weit verbreitet und bevorzugt schattige Laubwälder sowie Buchen- und Laubmischwälder und meinen Garten. 🙂 Er liebt meine Thujen, die ihm Schatten spenden. Dort kriecht er seit ein paar Jahren immer weiter auseinander und ist ein wunderbarer Bodendecker. Seine sattgrünen Blätter leuchten das ganze Jahr über und erst mit Ende April bis Anfang Mai kommen seine kleinen weißen Blüten zum Vorschein. Die Stängel und die Blätter kannst du verspeisen oder eben in die Maibowle zugeben. Die Sammelzeit ist eigentlich vor der Blüte. Ein Feldteppich aus Waldmeister ist jedoch immer ein kunterbuntes Miteinander aus jungen, grünen Trieben und älteren Stängel mit weißen Blütenpünktchen. Daher kannst du ein paar Blüten zur Dekoration immer mitnehmen. Beim Ernten bitte achte aber darauf, dass du die letzte Blattrosette stehen lässt. Nur dann kann der Waldmeister von dort aus erneut austreiben. Damit ist ein nachhaltiger und achtsamer Umgang mit deiner Umwelt gegeben. Danke dafür!
Maibowle – frisch & würzig
Botanisch zählt der Waldmeister zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 20 cm. Die Pflanze ist bekannt für ihren charakteristischen, heuartigen Geruch, der durch den Inhaltsstoff Cumarin verursacht wird. Gib acht bei Cumarin, denn es kann bei übermäßigem Konsum zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Erbrechen und Schwindel kommen. Das heißt genieße die Maibowle einmal im Mai und den Waldmeister-Tee, aus dem getrockneten Kraut, trinkst du als Medizin. Nämlich dann, wenn du nicht gut einschlafen kannst. Der Waldmeister ist ein perfekter Entspannungsbringer. Dann kannst du seine vielen wertvollen Inhaltsstoffe voll und ganz genießen und bleibst im grünen, gesunden Bereich.
Cumarin entsteht erst beim Trocknen der Pflanze aus einer geruchlosen Vorstufe. Der Geschmack des Waldmeisters ist würzig, leicht bitter und adstringierend (zusammenziehend), was ihn besonders für die Verwendung in der Maibowle beliebt macht. Denn nicht jeder liebt es süß!
Maibowle – Zutaten

Zutaten
Kochutensilien
Method
- Das Waldmeister-Sträußchen frisch pflücken und unter kaltem Wasser kurz abspülen.
- In ein Bowle-Gefäß oder großen Krug legen und mit dem Erythrit (wahlweise braunem Zucker) bestreuen.
- Mit dem gekühlten Weißwein übergießen und 5 Minuten zugedeckt stehen lassen.
- Waldmeister herausnehmen.
- Mit dem gekühlten Sekt und Apfelsaft aufgießen und vorsichtig umrühren, bis der Erythrit vollkommen aufgelöst ist.
- In Bowle-Gläser jeweils eine dünne Zitronenscheibe legen und mit der Waldmeister-Bowle aufgießen.
- Eventuell mit Eiswürfel und einem Glasstrohhalm servieren und kühl genießen.
Quelle: Selbstversorgung aus der Natur mit essbaren Wildpflanzen; Constanze von Eschbach; Kopp Verlag; Rottenburg; 2014 / https://www.bfw.gv.at/die-forstlichen-wuchsgebiete-oesterreichs/ https://www.plantura.garden/kraeuter/waldmeister/waldmeister-pflanzenportrait
Wenn du keine Bowle-Liebhaberin bist, sondern eher die Natur in Form eines grünen Smoothies schlürfen möchtest, dann bist du hier richtig >>So schmeckt mein grüner Mai !!

Lass im Wonnemonat Mai deine Seele ab und zu baumeln und hab heute noch einen schönen Pfingstsonntag!
Alles Liebe, deine

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