A stoarke Steirerin

Servus und „Griaß di“! Schön, dass du wieder dabei bist. Danke dir für deine Zeit. Ich hoffe, es geht dir gut, wo auch immer du gerade in der Welt bist. 🙂

Falls du in Österreich zu Hause bist, dann hast du heute ja einen Feiertag zu feiern, nämlich den Nationalfeiertag. Daher kommen heute ein paar Gedanken aus dieser Richtung. Feiertag und „frei haben“ ist für viele gleichzusetzen mit „ins Freie gehen“ oder „raus in die Natur“. Ob das jetzt beim (einstigen) traditionellen Wandern am Nationalfeiertag ist oder einfach ein Spaziergang in der nahen Umgebung, das ist egal. Klar ist, dass die Natur Balsam für unsere Seele bedeutet. Die letzten Monate haben uns ebenso gezeigt, dass es umso wichtiger ist, jederzeit nach draußen gehen zu können beziehungsweise zu dürfen, sodass viele von uns nun vermehrt den bunten Herbst in all seinen Zügen genießen. Wie sieht dein heutiger Nationalfeiertag aus? Bist du schon am Berg oder noch im Garten beim Ernten der Äpfel, so wie ich? 🙂

Ich bin ja glückliche Gartenbesitzerin und blicke so oft es geht ins Grüne, jetzt Bunte und genieße noch die letzten Nahrungsmittel, die ich im Frühjahr gesät habe. Das Miterleben der Biorhythmen, dem Frühling, Sommer, jetzt Herbst und dann Winter, dass alles periodisch wiederkehrt, ist eine beruhigende Sache. Durch diese Rhythmik können wir zyklische Ereignisse vorhersagen und uns auf diese gut einstellen, indem wir andere Dinge damit geplant koordinieren können. So ist es nicht nur im Großen, sondern ebenfalls auf unserer (kleinen) physischen Ebene.

Dein Herz- und Atemrhythmus ist aufeinander abgestimmt und zwar ziemlich genau in einem Verhältnis von 4:1. Wenn es nicht so ist, dann fühlst du dich unwohl, gestresst, müde und ausgelaugt. Das Leben in der Stadt bietet kaum Verschnaufpausen an, die Reizüberflutung gibt noch den Rest dazu. Deshalb sind Feiertage enorm bedeutungsvoll für (d)eine Auszeit und dein Innehalten und Verschnaufen. Ein Erholungsbad im herbstlichen Wald bringt dich bereits nach wenigen Minuten in einen beruhigten Zustand, denn die ätherischen Öle der Bäume, die Terpene, wirken über deinen Riechsinn und über deine Haut, ohne dass du etwas dazu tun musst. Diese Duftmischung wirkt senkend auf deinen Herzschlag, das vegetative Nervensystem (Sympatikus und Parasympatikus) und dein Immunsystem regulieren sich nach unten und so stärkst du deine Abwehrkräfte. Dein Blutdruck sinkt als Folge dessen und das Stresshormon Kortisol nimmt ab. Wenn dich nun die Aufmerksamkeit deiner Körperfunktionen nicht so sehr in Anspruch nimmt, dann hast du Zeit, um dich und deine Umwelt besser wahrzunehmen. Du kannst in Selbstreflexion gehen und kannst Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten. Ein Perspektivenwechsel gibt dir vielleicht eine andere Richtung. Eine Richtung, die dein Leben einen anderen Weg einschlagen lässt. Finde deinen Weg, der gut zu dir passt. Ein Weg, den du gerne gehst. Ein Weg der dich an dein Ziel bringt.

 

Mein Gesundheitstipp für dich

♥ Spüre heute noch in dich hinein und errechne dein Herz-Atemrhythmus-Verhältnis. Dazu halte für zwei Minuten inne, miss deinen Puls am Handgelenk für eine Minute, dann deine Atmung für eine Minute. Stelle die beiden Werte gegenüber. Sie sind im korrekten Verhältnis von 4:1? Gratuliere! Du bist bereits in erholter Feiertagsstimmung. Wenn deine Werte jedoch auseinanderklaffen, dann gönne dir heute noch eine Auszeit im Freien oder nimm eine bequeme Stellung ein, damit du deine Atemfrequenz gezielt reduzieren kannst, d.h. die Ausatmung bewusst vertiefen und somit verlangsamen. Die Einatmung lass dann einfach geschehen. 

♥ Der Ruhepuls ist zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute; die Ruheatmung sollte nicht mehr als 15 Atemzüge pro Minute ausmachen!

♥ In diesem entspannten Körperzustand werde deiner Fähigkeit bewusst, dass dein Organismus sich selbst erhalten, selbst regulieren und damit selbst heilen kann. 

♥ Durch die Zeitumstellung von vorgestern, lass den neuen Umweltrhythmus erst einmal in deinem Körper ankommen. Das braucht Zeit! Diese Umweltrhythmen solltest du nicht außer Acht lassen.

 

Quelle: Salutogense und Positive Psychotherapie; Gesund werden – gesund bleiben; N. Jork, N. Peseschkian, H. Heine; Huber Verlag; Bern; 2006. Kerngesund mit der Kraft des Waldes; M. Moser; Servus Verlag; 2020.

Einen erholsamen Nationalfeiertag dir und deiner Familie,

Martina

2 Kommentare zu „A stoarke Steirerin

    1. Liebe Barbara!
      Schön, dass wir beide am gleichen Strang ziehen – den Menschen Entspannung bringen, sie tief und langsam durchatmen lassen. Achtsamkeit ist das Sprichwort 🙂
      G’sunde und entspannte Grüße zurück.
      Martina

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