C wie Corona UND C wie Vitamin C

Servus! Danke fürs Reinlesen, danke für deine Zeit. Mein Spruch, ich hoffe dir geht es gut, wo auch immer du gerade in der Welt bist, ist speziell in diesen Tagen sehr ernsthaft von mir gemeint, denn die CORONA-Erkrankung hat uns alle fest im Griff und verändert momentan unser aller Alltagsleben. All meine Sportkurse wurden für die nächsten 5 Wochen gestrichen!! Ich bin geschockt, denn das Semester hat erst vorigen Montag begonnen. Daher werde ich versuchen, dich mit präventiven Rezepten und Tipps auf meinem Blog gesund zu halten.

Seit gestern ist die CORONA-Viruserkrankung von der WHO als Pandemie eingestuft worden. Was bedeutet das eigentlich? Wenn eine Erkrankung zur gleichen Zeit in mehreren Kontinenten auf unserer Welt auftritt und diese von Mensch zu Mensch übertragbar ist, dann spricht man von einer Pandemie. Die CORONA-Grippe hat dies bereits getan und da dieses COVID 19 Virus, ein komplett neuartiges Virus auf unserer Erde ist, haben wir keine Erfahrungswerte mit ihm, deshalb sind klare Antworten oft schwer zu hören, beziehungsweise zu finden. Was wir wissen ist, dass es sich seit 12 Wochen rasant ausbreitet und daher durch alle Medien geistert. Es stehen kaum Forschungsergebnisse zur Verfügung, was es damit von der echten Grippe, der Influenza, unterscheidet. Hier haben wir uns bereits 100 Jahre Erfahrungen und Wissen angeeignet. Ob das den einzelnen Betroffenen nun hilft oder nicht, ob das nun gut oder schlecht ist, sei dahingestellt.

Was raten Experten, um eine Ausbreitung zu verhindern?

  • testen
  • aufspüren
  • isolieren

Ganz einfach, ganz klar. Wir alle können etwas dazu beitragen. Ich möchte jetzt weder Panik machen, noch beschwichtigen, aber ich komme aus dem Medizinnahen Bereich und habe schon sehr viel gesehen und erlebt. Wenn du meine Blogposts aufmerksam durchgelesen hast, ist dir sicherlich nicht entgangen, dass ich ein Fan von „Vorbeugen statt Heilen“ bin – so auch hier im CORONA-Fall.

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Ein paar Fakten zum CORONA, kurz und knackig:

  • Kinder unter dem 10 Lebensjahr sind oft nur Träger, aber nicht Erkrankte, weil ihre Zellmembranen (Zellhaut) anders ist als bei uns Erwachsenen.
  • HochrisikopatientInnen sind, laut Robert-Koch-Institut, Personen 60+
  • Daher bitte die Kinder nicht von den Großeltern beaufsichtigen lassen.
  • Schwangere und Babys sind keine Risikogruppe.
  • Übertragen wird das CORONA-Virus über Speichel (Tröpfchen), Blut, Harn und Stuhl (es gibt zwar weltweit nur einige Fälle, aber dies ist mittlerweile ebenso evident / nachgewiesen).
  • Lebensmittel und Trinkwasser bereiten keine Ansteckungsgefahr, auf Metalloberflächen überlebt es 12 Stunden und auf Kleidung 6-12 Stunden, auf unseren Händen 5-10 Minuten, daher nicht ins Gesicht fahren. ACHTUNG! Das Robert-Koch-Institut lässt sich bei dieser Frage einfach nicht festlegen, es soll Stunden bis Tage sein, aber nichts Genaueres – Info ZIB II vom 14. März 2020!!
  • Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung) ist in der Regel 1 bis 14 Tage (meist 5 bis 7 Tage).
  • Die CORONA-Symptome sind der Grippe ähnlich (Fieber, Husten, Atembeschwerden) nur dauern sie länger, mehr als eine Woche, an. Die Notrufnummer ist 1450: wähle diese und du bekommst weitere Hilfe!!

Sind diese gesetzten Maßnahmen in Österreich gerechtfertigt?

Wenn es stimmt, dass die Länder Singapur, Taiwan und Südkorea nur durch ihr rigoroses Einschränken des sozialen Alltaglebens, die CORONA-Erkrankungen in Schach halten konnten, dann finde ich es gut, dass wir ÖsterreicherInnen von diesen lernen und ich bin gerne bereit, mein Alltagsleben anzupassen. Machst du mit?

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Was kannst du als einzelne Person tun?

Auch wenn du es schon so oft gehört hast, bitte halte dich dran …

  • persönliche Interaktion reduzieren, d.h. einmal mehr in der Fastenzeit zu Hause bleiben und zur Ruhe kommen, entschleunigen, Buch lesen, Garten arbeiten, Badewanne genießen …
  • Abstand halten! Daher sind all (meine) Sportkurse abgesagt, weil ich mit dir und 50 anderen in vollen Hallen trainiere ;-P … Spaß bei Seite. Wir können bei der Kassa warten, ohne uns auf die Pelle zu rücken, wir können uns treffen, ohne uns die Hand zu geben oder mit Küsschen zu begrüßen, wir können weiter Sport betreiben, wir gehen halt ins Freie.
  • Finde neue Begrüßungsformeln, das kann mitunter recht spannend werden.
  • Richtiges Händewaschen, mindestens 20 bis 30 Sekunden. Bitte stopp einmal die Zeit mit. Du wirst es nicht für möglich halten, wie lange 30 Sekunden sein können.
  • Verwende Seife, weil das CORONA-Virus eine Lipid(Fett)-Oberfläche hat, die durch die Seife aufgelöst wird.
  • Trockne deine Hände vollständig ab, nur das gibt optimalen Schutz.
  • Verwende eine Händedesinfektion, wenn es die Situation erfordert.
  • Hab eine korrekte Husten- und Nieshygiene!!! Da mach ich jetzt echt drei Rufzeichen, weil ich heute noch immer Leute gesehen habe, die sich in die Hand niesen! Das ist ein NEIN! Du musst husten? Du musst niesen? Dann halte deine Schulter und / oder deine Ellenbeuge zum Mund.

 

Du hast es im wahrsten Sinne in deiner Hand!! Deine

oberste Instanz ist dein Immunsystem.

Daher: Prävention!!

 

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Was raten die ExpertInnen jetzt? Das, was ich dir schon in all meinen letzten Blogposts ans Herz gelegt habe 🙂

Meine Gesundheitstipps für dich (die ExpertInnen aus dem ORF sagen vieles, aber nicht alles :-))

→ Ernähre dich vitamin- und mineralstoffreich, nicht nur jetzt, sondern immer. Meine Blogrezepte sind perfekt dafür. 

→ Vitamin C: Kohl, Kraut, grünes Gemüse & Salate, Paprika, Kartoffeln, sowie die Zitrusfrüchte Zitrone, Orange und Mandarine. Aus unseren Breitengraden hauptsächlich die schwarze Johannisbeere & Sanddorn – auch als Saft oder Fruchtfleischöl. Erhältlich im Reformhaus (Bioherz in Andritz zum Beispiel oder wenn du es geliefert haben möchtest, online unter: https://www.aromapflege.com ) Schau hier auf BIO-Ware und esse diese Lebensmittel täglich!

→ Zink ist ein Spurenelement und ist maßgeblich für ein starkes Immunsystem verantwortlich – in Käse (v.a. Emmentaler), Eigelb, Nüsse (Kürbis & Sonnenblumenkerne, Para- & Walnüsse) Mohnsamen (!!) & Leinsamen, Haferflocken, Linsen, Buchweizen. Tägliche Zufuhr ist essentiell!

→ Vitamin D ist das lebensnotwendige Vitamin für ein gesundes Leben. Daher ebenso eine tägliche Zufuhr beziehungsweise an die Sonne mit dir.

→ Hanf hilft immer. In Form von Hanfsamen oder Hanföl auf deinen Salat oder auf dein Frühstücksbrot – täglich!

→ Heißen Tee und Wasser trinken, denn das CORONA-Virus stirbt schon bei über 26 – 27° Celsius ab.

→ Tägliches Ölziehen mit Kokosöl, damit deine Mundschleimhaut robust ist und keine Krankheitserreger einlässt!

→ Bring deinen Geist & Körper in Gleichklang

→ Atemübungen sind gerade jetzt immens wichtig – stärke deine Lungenfunktion.

→ Stressabbau stärkt nachweislich dein Immunsystem

→ Bewegung stärkt nachweislich / meßbar dein Immunsystem (im Fitness-Center halte Abstand zu deinem nächsten, geh hinaus in die Natur an die Sonne spazieren / Nordic Walking. Achtung: auf Grund der neuesten Entwicklungen sind all meine Sportkurse abgesagt, ich versuche euch über die sozialen Medien zu motivieren 😉 )

→ Faszientraining ist nun wirklich ein MUSS, damit unterstützt du die Lymphe, die alles abtransportieren, was dein Körper gerne ausscheiden möchte (z. B. Viren und Keime)

→ Beachte eine gute Schlafqualität (> 8 Stunden / Nacht 🙂 

→ Fasten!! Wir haben ja gerade Fastenzeit. Überlege dir, wie du diese Zeit nun nützen kannst, denn Fasten stärkt nachweislich dein Immunsystem. Bist du nun schon „grippig“, dann auf keinen Fall vollkommen fasten, das hilft wirklich nur als Vorbeugung. Was aber immer hilft, ist eine Schonkost, wo du auf die „heftigen / deftigen “ Lebensmittel verzichtest. Ein Suppentag kann Wunder wirken. Da wir ja bereits drei Vollmond-Fastentage gemeinsam durchgestanden haben, sind wir daher resilient gegen CORONA!!

→ Psychisch sei positiv und relaxt / entspannt, das hilft sehr!

→ Und selbstredend ist hoffentlich, dass Rauchen, Alkohol und Drogen ein absolutes NO GO in diesem Zusammenhang sind. Also Hände weg!

 

Wenn du dir nicht um dich Sorgen machst, dann sei so nett und schau auf deine „älteren“ Mitmenschen. Mach es denen zuliebe und zeige damit dein soziales Engagement und deine Solidarität. Stell die Selbstliebe ein bisserl hinten an. Sei so nett und gib meine Tipps und Rezepte an deine Umgebung weiter, verschicke diesen Link, damit auch andere von meinem komplementären und präventiven Wissen profitieren und sich um ihr gesundes Leben selbst kümmern können. Ich helfe dabei gerne 😊…


In diesem Sinne: schau auf’s Ganze, deinem Nächsten zuliebe!

G‘sunde Grüße, deine Martina


Auszeit in Las Palmas de Gran Canaria: Palmen, so weit das Auge reicht

¡Hola! Ich hoffe, es geht dir gut, wo auch immer du gerade auf dieser Welt bist und danke, dass du dir die Zeit nimmst, bei mir reinzuschauen.

Heute möchte ich dich an meiner Auszeit in Las Palmes de Gran Canaria teilhaben lassen und dir Mut geben, einfach mal „verrückte“ Dinge in deinem Leben zu machen, ohne wenn und aber.

Mein Sohn hat sich voriges Jahr entschieden, für ein Jahr hier auf Gran Canaria in die Basketball-Akademie Canterbury School zu gehen. Ich war anfangs emotional sehr betroffen, würde ich ihn ja für so lange Zeit nicht sehen können. Doch gab ich meinem Sohn die viel zitierten „Flügel“ und er ging. Mehr und mehr kam mir dann der Gedanke, ihn irgendwann zu besuchen. Dieser Gedanke wurde immer realistischer und aus dem irgendwann wurde jetzt!! Nun sitze ich hier, schau aufs blaue Meer hinaus und schreibe diese Zeilen und mehrmals in der Woche gehe ich mit meinem Sohn Abendessen, wenn er von seinem Coach einen „Ausgang“ bekommt. All seine Basketball-Spiele besuche ich natürlich und juble, bei jedem Korb, den er oder seine spanische 😛 Mannschaft wirft!!

In der Zeit dazwischen, und die ist reichlich, lerne ich Land, Kultur und Menschen hier auf Gran Canaria kennen. Eine sehr spannende Erfahrung, denn für mich ist es der erste Besuch in diesem Lande. Der Sommer hat hier bereits Einzug genommen und die Flora und Fauna zeigen sich in schönster Bracht.

Gran Canaria ist die 3. größte Insel, nach Teneriffa und Fuerteventura und wurde 1478 vom Konquistador Juan Rejón erobert. Das Land ist nun mit knapp einer Million Einwohnern und 3 Millionen Tourist*innen im Jahr eine gewinnbringende Geldmaschine geworden, was leider seine Spuren hinterlassen hat.

Wenn du aber abseits der Touristenattraktionen die stillen und ruhigen Plätze und Zeiten nimmst, findest du eine wunderbare Vielfalt an Pflanzen vor, die schon alleine unter den Palmen schier endlos zu scheinen mag.

Ob groß oder klein, ob dick oder dünn, ob krause oder vielblättrig, alles hat hier seinen Platz und seine Schönheit. Die Kargheit der Insel und das regenarme Wetter können diesen stolzen Bäumen nichts anhaben und würde frau die Palmen zählen, wären sie mehr als Menschen hier, auf diesem wunderbaren Stück Erde. Und das ist gut so…


Trau dich verrückte Dinge zu tun, die dir neue Erfahrungen bringen,

dies wünscht dir deine Martina


Aus eigener Kraft

Hey. Schön, dass du wieder bei mir dabei bist.

Ich gebe seit mehr als 20 Jahren Fitness- und Sportunterricht in diversen Institutionen und mache seit 46 Jahren Sport. Angefangen habe ich mit meinem 3. Lebensjahr im Ballett und bin dann über die rhythmische Sportgymnastik in die Aerobic gekommen, die ich über alles liebe. Sich in der Gruppe mit dem Rhythmus zur Musik zu bewegen und dabei ins Schwitzen zu kommen, ist für mich phänomenal. Bist du eine Teilnehmerin / ein Teilnehmer von mir? Wenn ja, dann kennst du mich und meine Warm-ups mit den Schritten aus der Aerobic zugute. In meinen Fitnesseinheiten ist es mir jedoch sehr wichtig, neben dem Spaßfaktor, dir und allen anderen eine tolle und vor allem korrekte Körperwahrnehmung mit auf den Weg zu geben. Es ist nicht so essentiell, welchen Sport du machst, viel wichtiger ist es, in allem was du tust, deinen Körper richtig auszurichten.

Am Anfang war die Wahrnehmung

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Dein Körper ist unwahrscheinlich robust und nimmt dir lange Zeit Fehlhaltungen nicht übel. Irgendwann jedoch kommt der Zeitpunkt, wenn dein Faszienkostüm, welches deinen ganzen Körper durchdringt wie ein Taucheranzug, vor lauter Verklebungen den Geist aufgibt und dich vor Schmerzen glühen lässt. Spätestens dann solltest du mit Faszientraining, welches gleichzeitig Wahrnehmungsübungen sind, beginnen.

Eine Reise durch deinen Körper

Spüre, wann immer du kannst, in deinen Körper, in deine Haltung hinein und richte ihn anschließend korrekt aus. Du musst wissen, dass deine Wirbelsäule immer nach Stabilisierung strebt und durch das Aktivieren von Muskeln und Gewebesystemen abhängig ist. Diese Mobilisation der Muskel- und Faszien-Kräfte bezeichnen wir als „Core-Stabilität“ – core steht dabei für Kern und kommt aus dem Englischen. Wenn nun also dein Kern, deine Mitte, gut fixiert bzw. zentriert ist, kannst du in jede mögliche und unmögliche 😛 Körperstellung kommen, die du dir nur ausdenkst. Wenn du ausschließlich Krafttraining machst oder wenn du Ausdauer trainierst, lass deine Faszien am Ende deines Workouts ebenfalls federnd, wippend und elastisch dran kommen, ganz unter dem Motto: „Faszientraining muss sein!“ Durch mein Faszientraining nach der Shaolin Formel hat sich mein Körper am meisten in die richtige Richtung bewegt. Faszientraining ist also nicht nur über die Hartschaumrolle, alias Blackroll®, drüber quälen, sondern viel mehr! Jeder noch so kleine oder tiefliegende Muskel und Muskelfaser ist von Faszien umhüllt und genau dort sind die Fühler für unsere Wahrnehmung eingebettet, auch wenn wir sie an unserer Körperoberfläche nicht sehen können. Diese Fühler bezeichnen wir als Propriozeptoren. Sie sagen uns, wie und wo unsere Körperteile sich gerade befinden.

Was gehört nun zur „Core“?

Von unten nach oben gesehen …

… der Beckenboden (Diaphragma pelvis mit zahlreichen Muskeln)

… die Bauchmuskeln (gerade & schräge, innere & äußere)

… die kurzen Rückenstrecker (Musculi multifidi)

… das Zwerchfell (Diaphragma)

… die muskulären Anteile der Hüfte (von einigen Autor*innen, ich bin auch dafür 🙂 )

 

Mein Gesundheitstipp für dich 

Ob du nun Indian Balance, Yoga, Faszientraining nach der Shaolin Formel oder die Engpassdehnungen nach Liebscher & Bracht ausübst: bleib dran, halte durch und bekomm ein komplett neues Körpergefühl. Nach ungefähr einem halben Jahr wirst du deine Körperwahrnehmung durch die teilweise wiedererlangten, geschmeidigen Faszien neu erfahren und deine goldene Mitte lieben. Faszientraining ist gleichzeitig Stressmanagement, Entspannung und Erholung für deinen Körper und deinen Geist – du kannst somit alles erreichen!!

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Damit du dein Leben und die Welt auch aus anderen Perspektiven erfahren kannst,

dies wünscht dir deine

Martina


Schmerzen? Lass dich drücken – nach Liebscher & Bracht

Hey, du! Schön, dass du wieder reinschaust.

Du kennst das sicherlich: nach einem langen Tag in der Arbeit, vorn übergebeugt am Computer oder schwer hebend am Krankenbett, im Restaurant oder Geschäft. Wir alle haben meist eine Schwachstelle in unserem Körper, da wir tagein tagaus die gleichen Bewegungen ausführen. Unser heutiger Lebensstil wird hauptsächlich im „ventralen Moment“ gelebt, d. h. im Oberkörper stets nach vorne gebeugt, dabei entsteht der Rundrücken. Wir in der Steiermark nennen das einen „Buckl“. Die Geierkopfhaltung und die Vernachlässigung der Gelenke, die nicht mehr in all ihren Bewegungsumfängen geführt werden, sind die Folge. Aus diesen zahlreichen Fehlbelastungen im Alltag resultieren Spannungszustände und Schmerzen.

Dass die Schmerzen durch Druck verschwinden können, ist keine neue Erkenntnis. Osteopressur oder Tuina sind beides gute und altbewährte Interventionsmethoden, um eine Schmerzfreiheit herbeizuführen. (Relativ) neu sind jedoch die Erfahrungen die Roland Liebscher-Bracht in seinen Schmerzcoach-Ausbildungen an Personen in Gesundheitsbereichen lehrt. Diese Ausbildung ist seit guten 12 Jahren am Markt und gewinnt immer mehr an Beliebtheit.

Erst vor kurzem konnte ich diese Schmerzcoach-Ausbildung in Baden bei Wien besuchen, wobei ich nicht nur gedrückt wurde : ), sondern ebenfalls schon drücken durfte / musste.

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Unter präziser Anleitung, zuerst auf dem Papier, dann am Knochenmaxi und zu guter Letzt an meinen Kolleginnen, war ich auf der Suche nach den 72 Schmerzpunkten, die ich teilweise sofort, teilweise nach längerem Palpieren gefunden habe. Erstaunlich waren die Ergebnisse nach diesem Schmerz-weg-drücken. Wie ich dir bereits in vorherigen Blogs (und immer wieder in meinen Faszientrainings meinen TeilnehmerInnen) mitgeteilt habe, müssen wir bei diesem speziellen Training, dem Faszientraining und so auch bei dieser Intervention, aus unserem Wohlfühlbereich heraus. Die Faszie bewegt sich durch „streicheln“ rein gar nicht – tut mir leid.

Hast du einmal mit der Osteopressur den Akutschmerz beeinflusst, kommen die Schmerzfrei-Übungen mit den Faszienwerkzeugen und die Engpassdehnungen hinzu. Diese machst du dann täglich (!) und dein Faszienkostüm zieht sich in ihre gesunde Form  zurück.

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Faszienrollmassage für den Gesäßmuskel – Musculus gluteus maximus und wie du siehst, genieße ich es in vollen Zügen. Danach fühlt sich der Po völlig weich an…

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Fuß zum Gesäß-Engpassdehnung: bei dieser Übung reduzierst du die zu hohe Spannung an der gesamten Körpervorderseite. Vor allem wird hier der Anteil des großen Oberschenkelmuskels, der an der Hüftbeugung beteiligt ist, wunderbar aufgedehnt.

Schulter-Rücken-Engpassdehnung: nach dem Rollen der Schulter mit der Mini-Kugel von Liebscher & Bracht, gehst du in die Schlaufe und auf allen Vieren bei voll gestreckten Armen nach vorne auf den Boden. Oberschenkel bleiben senkrecht, Brustbein zieht Richtung Knie. Eine gewisse Zeit wird dies verstärkt, weiter gedehnt, wieder verstärkt etc.

Vordere-Schulter-Arm-Engpassdehung: nach dem Rollen der Schultervorderseite und des Schlüsselbeins mit der Mini-Kugel von Liebscher & Bracht, werden mit Hilfe der Schlaufe die Arme nach hinten geführt, immer weiter und weiter. Unbedingt mit gestreckten Ellenbogengelenken arbeiten. Auch hier wird verstärkt, weiter gedehnt, verstärkt usw. in ganz speziellen Schritten, die du mit mir in einer Intervention nach Liebscher & Bracht durchmachst.

Nach all der Mühe und Plage, Faszientraining ist ein Training außerhalb des Wohlfühlbereichs, denn eine Faszie braucht eine Überstreckung bzw. eine Dehnung in alle möglichen Richtungen, tut es gut, sich einfach gerade hinzulegen und zu entspannen. Dann ist der Blick nach oben an die Decke besonders erholsam, wenn, wie im Casino Baden, dieser Ausblick dem Himmel sehr ähnlich kommt. : )

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Und was wäre Liebscher & Bracht ohne ihn? Unser aller Liebling Rene, der immer für uns TeilnehmerInnen da war. Der bei großen und kleinen Problemchen jedesmal einen Scherz auf seinen Lippen hatte und uns half, während dieser sehr intensiven Ausbildung  auf das Lachen nicht zu vergessen. Danke, Rene!

Mein zweiter Dank gilt meinem Aktiv-Assistenzhelfer André Wrobel, der mir in meiner Gruppe zur Seite stand, selbst bereits Schmerzspezialist ist und die Fotos geschossen hat: www.gesundundschmerzfrei.de 

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Und danke an Roland Liebscher-Bracht der mir ganz neue Interventionstools zur Hand gab, damit ich dich : ) in meiner Praxis in Graz oder hier im Blog ein Stück in deine Schmerzfreiheit begleiten kann / darf.


Wenn du nun auf den Geschmack gekommen bist und dich von mir drücken lassen möchtest, dann kannst du jeder Zeit hier auf meinem Blog oder auf Facebook einen Termin ausmachen. Ich freue mich auf dich,

deine Martina


Shaolin-Faszientraining Bewegung 5

Meine Lieben! Schön, dass ihr wieder dabei seid.

Wer mich bei meinem Shaolin Weg bis jetzt begleitet hat, wird seinem Körpergefühl schon mehr vertrauen und vielleicht kleine Veränderungen „… am eigenen Leibe spüren.“ (Sigmund Freud). Vielleicht habt ihr eine stolzere Haltung, vielleicht ist euer Po straffer. So ist das Feedback in meinen Shaolin-Trainingsstunden sehr häufig.

Was spürt ihr, was für mich eventuell neu ist? Und dann möchte ich euch heute eine sehr typisch asiatische Bewegung ans Herz legen. Bitte einfach ausprobieren.

Beginn „Neun Rinder am Schwanz zurückziehen“

Dao Ye Jui Niu Wei Shi

  • Nimm dein rechtes Bein nach vorne, Zehen stehen gerade. Dein linkes Bein setzt du zurück, Zehen stehen 45 ° nach außen. Der Schritt ist breiter als deine Schulter. Bring dein Becken gerade, respektive parallel zu deinen rechten Zehen. Bring dein Schambein in Richtung Nabel hoch.
  • Strecke nun das linke Knie komplett durch – das alleine sollte schon ein leichtes Ziehen in deinem hinteren Bein spüren lassen.
  • Dein rechter Arm ruht in Fausthaltung, mit dem Arm ganz abgewinkelt, auf deiner rechten Schulter.
  • Dein linker Arm liegt in Fausthaltung auf deiner Lendenwirbelsäule in Höhe des Nabels.
  • Atme nun aus – vollkommen und bring dein rechtes Knie über die große Zehenspitzen – lass die Bewegung von beiden Hüften ausgehen,
  • deine rechte Hand parallel zum Boden nach vorne, in eine inkomplette Streckung(!) und
  • deine linke Hand nach hinten.

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  • Atme nun ein – vollkommen und bring dein rechtes Knie über deinen rechten Knöchel in Lotlinie zurück. Lass die Bewegung von beiden Hüften ausgehen.
  • Dein rechter Arm zieht sich wieder, deine rechte Hand zieht Richtung Unterarm und alles kommt auf der rechten Schulter wieder zu ruhen.
  • Dein linker Arm zieht sich in Richtung Lendenwirbelsäule retour.
  • Beachte, dass die hintere Ferse immer am Boden bleibt! Mache diese Übung 5 bis 7 Mal, dann wechsle die Seite und komm zu deiner inneren Ruhe.
  • Linkes Bein nach vorne,  Zehen in gerader Stellung, rechtes Bein nach hinten,    Zehen zeigen 45 ° nach außen, vollkommenen Streckung des rechten Knies. Bring dein Becken gerade, zieh dein Schambein hoch.

 

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Je breiter die Schrittstellung, desto fortgeschrittener bist du… ; ) ich habe noch einen langen Shaolin-Weg vor mir!

Versteifungen im unteren Rücken lösen sich, die gesamte Beinmuskulatur wird gedehnt und gleichzeitig gekräftigt. Durch dieses „Öffnen der Hüfte“ wird vor allem die Tiefe Frontal-Faszienlinie aktiviert. Was bei uns „VielsitzerInnen“ essentiell ist.

(Quelle: Dynamische Faszien, R. Egger)

In ein Shaolin aktives und fittes Wochenende

eure Martina


Shaolin-Faszientraining Bewegung 4

Meine Lieben! Schön, dass ihr hier seid.

Kennt ihr das Gefühl nach einem lagen Tag vor dem PC klein und nach vorne gebeugt zu sein, krumm im Rücken und in den Beinen völlig verspannt? Da gibt es wunderbare Bewegungen, die einfach in den Büro- bzw. Arbeits- und Schulalltag eingebaut werden können. Ihr braucht nichts anderes, als euren Körper und ein bisserl Körperwahrnehmung, respektive Achtsamkeit. Die Faszien strecken und überstrecken und weiter gehts mit der Arbeit, die bei uns allen ja nicht von alleine getan wird…  : )

So strecken wir uns heute nach oben, Richtung Himmel und nach unten, Richtung Erde…

Beginn „Einen Stern pflücken und gegen den Großen Bären tauschen“

Zhai Xing Huan Dou Shi 

  • Stehe hüftbreit, die Zehen nach vorne gerichtet, im Drei-Punkt-Stand, Knie in angenehmer Beugung.
  • Nimm zuerst die rechte Hand – Handrücken liegt sanft auf deinem Kronen-Chakra, Handfläche exakt zum Himmel gerichtet.
  • Deine linke Hand ist hinter deinem Körper, Handrücken auf dem Rücken, etwa in Höhe des Nabels – Daumen liegen immer entspannt auf den Zeigefingern, deine Fingerspitzen zeigen zur Körpermitte.
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Beginn der Bewegung 4: ein Handrücken liegt entspannt auf dem Bai Hui, der andere ruht in Höhe des Nabels auf der Lendenwirbelsäule.

  • Atme nun aus – vollkommen und strecke deine rechte Handfläche Richtung Himmel, dabei kommt der Oberarm zum rechten Ohr – nicht umgekehrt und das Ellenbogengelenk geht in absolute Streckung. Es darf ein bisserl ziehen…
  • Linker Arm zieht über den Po Richtung Erde, nur knapp über den Hosenbund, also nicht ganz gestreckt. Beide Schultern sollten nun schief stehen.
  • Spüre in die angenehme Überstreckung im oberen Brustwirbelsäulenbereich hinein.
  • Atme nun ein – vollkommen und ziehe jeweils die rechte und die linke Schulter wieder in eine Gerade, die rechte Hand wird zum Kronen-Chakra und die linke Hand zur Lendenwirbelsäule zurück gezogen.
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Ende der Bewegung 4: eine Handfläche hat sich Richtung Himmel gezogen, die andere Richtung Erde. Die Schultern stehen schief.

Ende: dein rechter Handrücken liegt wieder auf deinem Bai Hui, dein linker Handrücken in Höhe des Nabels auf der Lendenwirbelsäule. Dieses Mal bleiben deine Beine immer gestreckt, aber entspannt am Boden stehen. Mache die Übung 5 bis 7 Mal je Seite.

Dann wechsel die Seiten: linker Handrücken gen Himmel, rechter Handrücken gen Erde.

Verspannungen im oberen Rücken, Kopfschmerzen und Schulterschmerzen können so vorgebeugt, ja sogar reduziert werden.

Im Nacken, Hals und Kopf, in den Schultern, den Armen und im Rücken kommt es nun zur Faszientransformation – spüre achtsam hinein.

(Quelle: „Die Shaolin Formel“, R. Egger)

Donnerstag ist für mich und meine KursteilnehmerInnen Faszientag und an alle die diese Bewegung ausprobieren, viel Angenehmes beim Üben

eure Martina


Shaolin-Faszientraining Bewegung 1

Die Fastenzeit ist seit ein paar Tagen bei uns eingezogen und mit ihr hoffentlich ein bisschen Ruhe und Stille in unser Leben eingekehrt! Ich möchte diese Zeit nutzen, um euch in ein sehr spannendes Thema einzuführen: die Faszientransformation nach der Shaolin Formel aus dem Qi Gong.

Mit diesen 12 aufeinanderfolgenden Bewegungen, immer in der gleichen Reihenfolge und in einer ganz speziellen Choreografie, entspannen, spannen und überstrecken wir unser ganzes Faszienkostüm und geben so unserem Bindegewebe die Chance sich richtig zu platzieren. Wir brauchen dazu nichts, außer unserem Körper. Wer seine Faszien dazu superoptimal vorbereiten möchte, trinkt 30 Minuten vor den Übungen ca. 250 ml heißes Wasser (Achtung vor Verbrühungen!).

Beginn „Wei Tuo tragend eine Stange darbieten, 1. Bewegung

  • Stehe hüftbreit im Dreipunktstand – Zehen gerade nach vorne gerichtet. Knöchel, Knie, Hüftgelenk sowie die Schulter sind in einer Lotlinie übereinander gereiht. Den höchsten Punkt unseres Kopfes, den Bai Hui, respektive das Kronenchakra lassen wir Richtung Himmel wachsen – das bedingt eine aufrechte Halswirbelsäule.
  • Schließe deine Hände etwa in Brusthöhe so, als ob du einen Baum umarmen möchtest. Der Baum ist keine Nuss, sondern eine grazile Japanische Kirsche ; ) Deine Finger berühren sich nicht.
  • Atme nun ein und führe die Schulterblätter zueinander – nicht die Ellenbogen, nicht die Schultergelenke!! Achtsam und mit großer Körperwahrnehmung.
  • Deine Finger vorne sind nur eine handbreit auseinander geführt worden – den Rest übernimmt dein Rücken, respektive deine Schulterblätter!
  • Atme nun aus – vollständig, und bringe die Fingerspitzen zueinander – nicht die Ellenbogen, nicht das Schultergelenk, bis sich die Fingerspitzen wieder begegnen, aber nicht berühren. Die Beine beugen sich leicht im Kniegelenk.
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Ende Bewegung 1: die Fingerspitzen haben sich ziehend wieder angenähert und sind in der Ausgangsstellung – Finger gegenüber, Daumen entspannt auf den Fingern.

Ende: du stehst wieder, wie zu Beginn, gleichmäßig auf beiden Beinen im Dreipunktstand und beginnst erneut – in deinem Atemtempo, in deiner Regelmäßigkeit.

Spüre hinein und genieße das Weit- und Offen-werden in deinem Brustkorbbereich, wo die Transformation der Faszien beginnt.


Einen langen und ruhigen Atem für diese Woche wünscht

Martina