Tag der Schokolade

Servus! Schön, dass du dir wieder die Zeit nimmst und bei mir rein schaust und mitliest. Ich hoffe, es geht dir gut, wo auch immer du gerade in der Welt bist. 🙂

Ich liebe Süßigkeiten, auch wenn es mir fast keiner glaubt. Aber ein gutes Stück Schokolade kann mich schon glücklich machen. Bist du ebenfalls auf der süßen Linie unterwegs oder eher nur sauer-pikant und würzig? Beides hat so seine Reize in der Kulinarik und wenn es sich die Waage hält, beziehungsweise wenn du es nicht übertreibst, ist gegen eine kleine und faire Süßigkeit nichts einzuwenden.

Ehrentage für diese weiße bis dunkle Naschsache gibt es mehrere. So feiert die USA den 28. Oktober als Nationalfeiertag der Schokolade. Dann steht da noch der Internationale Tag der Schokolade am 13. September ausgeschrieben und eben heute, der 7. Juli, der Tag der Schokolade. Ein Grund näher auf diese süße Leckerei zu schauen.

Wenn du der süßen Versuchung heute nicht widerstehen kannst, solltest du einige Dinge darüber wissen, denn durch deinen Konsum kannst du die Welt der Schokolade verändern 😉

Von der Bohne zur Tafel

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Bevor du dir ein gutes Stück Schokolade in den Mund stecken kannst, sind viele Handgriffe notwendig, vielerorts noch die Handarbeit von Kindern. Das darf in der heutigen, aufgeklärten Welt eigentlich nicht mehr sein!! Daher gibt es viele Zertifikate und Siegel, die uns EndverbraucherInnen informieren, wie das Produkt entstanden ist. Eines dieser Zertifikate ist das im Jahr 1997 eingeführte UTZ Zertifikat, zuerst nur für Kaffee gedacht, nun auch auf Tee, Rooibos, Haselnüsse und Kakao ausgeweitet. Eine gute Galileo-Dokumentation besucht solche Kakaoplantagen. Ein Kakao-Plantagenbesitzer bekommt durch dieses Label ca. € 500,00 im Monat an Einkommen, weil die Kakaobohnen mit einem höheren Preis ihm abgekauft werden. Ein Plantagenarbeiter erhält € 10,00 am Tag. Alles Löhne, die über dem normalen Kakao-Handelspreis liegen.

Die weltgrößten und meisten Kakaoplantagen gibt es an der Elfenbeinküste / Afrika. Dort ist nach wie vor die häufigste Kinderarbeit anzutreffen. Laut UNICEF sollen weltweit 500.000 Kinder auf Kakaoplantagen arbeiten. Du kannst dem Ganzen entgegen steuern, wenn du die Firmen kennst, die Kakaobohnen von der Elfenbeinküste als Rohprodukt kaufen. Schokolade besteht zum größten Teil aus Kakao, das wiederum aus der Kakaobohne gewonnen wird.

Die Kakaofrucht, in der 20 bis 60 Samen enthalten sind, wird mit Macheten von der Kakaopflanze abgeschlagen, sodann der Länge nach geöffnet und die Samen herausgeholt. Macheten verletzen jedoch sehr oft zu stark die Baumrinde der Kakaobäume. Ein Kakaobaum benötigt 20 Jahre, bis er die ersten Früchte trägt. Die nachhaltigere Methode ist mit Scheren die Früchte vorsichtig vom Baum zu schneiden, damit an dieser Stelle wieder bis zu drei neue Früchte entstehen können. Diese Kakaosamen müssen nun zuerst einmal getrocknet werden, wozu sie auf Tischen ausgelegt werden. Dann, in Säcken verpackt, treten sie eine lange Reise an.

Der größte Kakaobohnen-Hafen liegt in Amsterdam. Dort werden 80 % aller Kakaobohnen eingeschifft und gelagert. Oft ist die Lagerung der Kakaobohnen mehrere Jahre lang und die Hallen sind so groß, dass sie bis zu 100.000 Tonnen von dieser braunen Bohne beherbergen können, bevor sie zur Weiterverarbeitung abtransportiert werden. Dann erst geht es in die Schokoladenfabriken in ganz Europa. Führend natürlich das Schoggi-Land Schweiz. 🙂

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Im Vergleich zu anderen EU-Ländern, liegt Österreich weit abgeschlagen beim Verzehr von Schokolade. Trotzdem noch 0,83 kg pro Kopf und Jahr. Im Vergleich dazu isst Deutschland 11 kg (!!) pro Kopf und Jahr. Wir Europäer sind die Nummer 1 im weltweiten Schokoladenverzehr. Mit 15.000 Tafeln pro Kopf und Jahr ist das eine Unmenge an Süßigkeit, die Nachhaltigkeit verlangt. Leider ist der weltweite Bedarf an Kakao bereits schwer zu decken, das heißt wir als KonsumentInnen haben es in der Hand, wo der Schokoladenweg hinführt. <3

Mein Gesundheitstipp für dich

♦ Je dunkler die Schokolade, desto gesünder ist sie für dich. Sie hebt deine Stimmung und reduziert dein Stresslevel.

♦ Je dunkler die Schokolade, desto weniger kannst du sie beißen. Nimm ein Stück und lutsche sie, damit kannst du das volle Aroma genießen und das noch dazu sehr lange.

♦ Schau beim nächsten Schokoladeneinkauf auf die Gütesiegel, die dir Fairtrade oder UTZ Kodexregeln versprechen.

♦ Probier einmal eine vegane Schokolade, du wirst begeistert sein.

♦ Probier einmal „alternative“ Schokolade. Ich habe gerade eine dunkle Schokolade gefunden, die mit Kokosblütenzucker gesüßt ist.

♦ Ich versuche mit meinem Konsum die Welt zu verändern. Hilfst du mir dabei?

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Wenn du die folgenden Firmen reduzierst oder versuchst ganz weg zu lassen, bist du auf dem fairen und nachhaltigen Schokoladenweg mit mir gemeinsam unterwegs …

Nestlé (!! Schweiz), MARS (USA), Cargill (USA), Kraft (USA, Philadelphia Streichkäse & Capri Sonne Säfte!!), ADM (USA – Archer Daniels Midland) und Barry Callebaut (Schweiz)

Wenn du dich weiter informieren möchtest, gibt es auf Youtube viele gute und kritische Reportagen. Zwei davon kann ich dir gleich einmal empfehlen. Das Fazit ist immer das gleiche …

YouTube:

  • Der lange Weg der Schokolade / Galileo / Pro Sieben
  • Schmutzige Schokolade 1

Auf einen „neuen“ Schokoladengenuss!

Süße Grüße am Tag der Schokolode

Martina

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