Bonjur! Bevor du in den Weihnachtstrubel eintauchst, möchte ich dich für einen Augenblick in die Stille und ins Staunen mitnehmen. Die Côte d’Azur im November war für mich voller bunter und strahlender Momente.
Die Côte d’Azur im November



Während hierzulande die Temperaturen im November sinken und der Hochnebel die Tage trüb und finster macht, ist in Nizza der Himmel an vielen Tagen wunderbar blau und die Sonne wärmt dich. Du bist jeden Tag unterwegs, um die größte Stadt an der Côte d’Azur zu entdecken. Und entdecken musst du das einzigartige, russisch-orthodoxe Gebetshaus Saint-Nicolas. Gut versteckt, zwischen großen Wohnblöcken im Stadtteil Thiers gelegen, gelangst du mit der Straßenbahn Linie 1 zur Cathédrale Orthodoxe Russe Saint-Nicolas. Während du 10 Minuten zu Fuß von der Haltestelle „Saint-Nicolas“ durch die schmutzigen Straßen gehst und Ausschau hältst, bist du nicht vorbereitet, was dich hinter der letzten Biegung erwartet. Ein „Wow-Erlebnis“ sondergleichen. Ich rate dir mit den öffentlichen Verkehrsmittel zu fahren, denn freie Parkplätze gibt es hier so gut wie nicht.
Cathédrale Orthodoxe Russe Saint-Nicolas



Die Kathedrale Heiliger Nicolas ragt majestätisch und prunkvoll in den Himmel, bekrönt von 5 Kuppeln. Du kannst für einen Moment die Größe Gottes erahnen, denn wer solch ein Meisterwerk baut, muss einen tiefen Glauben haben, dass das, was uns erschaffen hat, einzigartig ist. Das russische Gebetshaus ist das größte russische Gotteshaus außerhalb Russlands. Hier treffen sich noch heute orthodoxe Russen, die von überall Europas zusammenkommen. Mächtige Torbögen, verziert von feinsten Stuckaturen und strahlend-bunte Mosaike laden ein, einzutreten und das Gotteshaus von Innen zu bestaunen. Der große Innenraum ist mit wertvollen Ikonen, Fresken und Holzschnitzereien geschmückt. Im Untergeschoß, in der Krypta, beginnt die Führung mit einem Film über das Leben der Zarenfamilie rund um Alexander III. und seiner Frau Maria Fjodorowna. Sie war die Mutter von Nikolaus II. von Russland, dem letzten russischen Zaren.
Nizza und seine russische Seite



Im 19. Jahrhundert kamen immer mehr russische Adelsfamilien und Mitglieder des Zarenhofs nach Nizza, um sich in wärmere Gefilde niederzulassen. Der Bau solch einer Kathedrale wurde daher notwendig. Die russische Gemeinde eröffnete 1912 feierlich das Gotteshaus, welches in terrakottafarbenem Backstein, hellgrauem Mamor und mit türkisen Zwiebeltürmen erstrahlt. Die Marmor-Kappelle, die im großen Parc Belmond ebenfalls ein kleines Meisterwerk darstellt, ist durch eine Tor ohne Schloß, mit Schlüssel zu öffnen. Die Touristenführerin lässt die Eintrittsstelle für den Schlüssel suchen und es braucht doch ein Weilchen, bis du den Geheimzugang findest.
Historisches Denkmal Saint-Nicolas



Die Besichtigung des historischen Denkmals beginnt oder endet mit einem Spaziergang um das Bauwerk, denn von jeder Seite, aus jedem Blickwinkel und hinter jeder Ecke bist du mehr begeistert von diesem Kunstwerk. Also nimm dir unbedingt die Zeit dazu. In der Nachbarschaft gibt es sonst leider nichts zu erkunden. Die Kathedrale ist über das Jahr hindurch geöffnet und hat unterschiedliche Öffnungszeiten. Diese erfährst du hier: https://www.sobor.fr Der Eintritt ist frei, die Führung, die ich dir empfehle, kostet etwas.
Die Côte d’Azur im November

Danach kannst du dich in einem der hunderten Cafés/Bistros von Nizza stärken und über deine neuen Eindrücke sinnieren. Welche kulinarischen Tipps ich dir geben kann, findest du hier >>Die Côte d’Azur im April !<3
Quelle: Nizza, Antibes, Cannes, Monaco; Marco Polo Reiseführer.
Für heute wünsche ich dir noch einen friedvollen 1. Adventsonntag mit Momenten der Stille und Freude.
Alles Liebe, deine

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Diese Kathedrale ist ein Traum, der Himmel an dem Tag war uns auch gut gesonnt ☀️ Die Tage / Wochen in Nizza waren wunderschön!
Liebe Laura!
Danke dir für diese wunderbaren Tage und Wochen! Wir hatten so viele schöne Momente und neue Entdeckungen erfahren dürfen. Ich werde diese Zeit nie vergessen und ich erinnere mich gerne daran.
Ich freue mich auf unsere nächste große Reise.
Alles Liebe zu dir.
Martina