So schmeckt mein grüner August

Servus! Schön, dass du wieder bei mir reinschaust. Danke für deine Zeit. Ich hoffe, es geht dir gut, wo auch immer du gerade in der Welt bist. 🙂

Der heiße August geht dem Ende zu und bald gibt es wieder den Spinat, als Basiszutat, für meine grünen Smoothies. Bis dahin kommt aber anderes Grünzeugs rein, das ebenfalls gesund und, gerade passend für diese Zeit, sehr erfrischend ist. Ein achtsamer Blick auf unseren Bauernmärkten zeigt, dass es regional und saisonal alle Arten von Melonen zu kaufen gibt. In meiner Kindheit hat’s die Sommerfrüchte ja nur aus dem südländischen Ausland gegeben. Melonen aus Spanien und Italien waren da hauptsächlich vertreten. Ich versuche jedoch bei jedem Einkauf auf die Nachhaltigkeit zu schauen, was mir leider nicht immer und überall gelingt. Das gebe ich natürlich zu. Aber wenn es möglich ist, dann bevorzuge ich auf jeden Fall Obst und Gemüse vom nächstgelegenen Bauernmarkt. Und so habe ich mich dieses Mal für einen Melonen-Mix mit Kräutern entschieden. Daher ist dieser grüne Smoothie wieder eine wahre Detox-Bombe, weil die Wildkräuter reich an Bitterstoffen sind. Also nix für süße Schleckmäuler …. ;-P

Melonen-Petersilien-Dost-Smoohtie

 

Die Wassermelone kannst und sollst du mit der Schale essen, die Kerne kommen sowieso in den Mixer. Bei der Netzmelone – Zuckermelone, sieht es da schon ein bisserl anders aus. Meine Internetrecherchen haben folgendes ergeben: Rein botanisch gesehen, gehört die Netzmelone oder Cantaloupe-Melone zu den Gurken, die wiederum in die Gattung der Kürbisgewächse, Cucurbitaceae, fällt. Eigentlich isst du ja die Schale der Gurke und der meisten Kürbisarten mit. Bei der Cantaloupe-Melone, die durch ihre, wie ein Netz drüber gespannte Haut an der Außenschale sehr tiefe Furchen aufweist, sitzen vor allem in den importierten Früchten sehr oft Bakterien. Hier können Salmonellen sehr rasch zum Problem führen. Daher immer nach dem Anschneiden innerhalb von zwei Tagen aufessen und, wie oben bereits erläutert, die Schale für Smoothies weglassen. Falls du andere Erfahrungen damit hast, würde ich mich freuen, wenn du diese mit uns teilst. <3

 

Was wir für 4 Portionen à 250 ml brauchen

  • ½ Bio-Wassermelone, mit Kernen und Schale, gewaschen, in Stücke geschnitten
  • ½ Bio-Zuckermelone / Netzmelone, mit Kernen, geschält
  • 1 Bund glatte Petersilie, gewaschen und zerzupft
  • 1 Zweig Zitronenverbene, gewaschen und zerzupft
  • 2 Zweige wilder Majoran, gewaschen und zerzupft
  • eventuell 50 ml Wasser
  • Kügelchen aus der Wasser- und Zuckermelone, zur Dekoartion

Wie ich es mache und in 10 Minuten servierfertig bin

Alle Zutaten in den Blender geben und auf kleiner Stufe 2 Minuten mixen. Die Kräuter brauchst du nur klein zerzupfen, das reicht. Je nach Konsistenz nochmals ein wenig Wasser zugießen und alles nochmals auf höchster Stufe zu einem cremigen Smoothie mixen. Die in kleine Kügelchen ausgestochenen Melonen auf ein Holzstäbchen stecken und das Glas damit dekorieren. Eventuell mit Eiswürfeln servieren.

Falls es dir zu viele grüne Kräuter sind oder du nicht alle in deinem Garten hast, dann lass eines davon weg oder nimm nur die Petersilie, die bekommst du garantiert auf deinem Bauernmarkt in deiner Nähe. 

Mein Gesundheitstipp für dich

>> Melonen sind reich an Wasser und an heißen Tagen als Durstlöscher zu empfehlen.

>> In der Schale der Wassermelone befinden sich zahlreiche Nährstoffe, die du nicht vergeuden solltest. Dafür muss es natürlich eine Bio-Qualität sein <3

>> Petersilie ist ein optimaler Vitamin C-Spender, den du auf deinem Fensterbankerl kultivieren kannst.

>> Dost oder wilder Majoran, Origanum vulgare, wächst in meinem Garten wie Unkraut. Es riecht sensationell krautig und ist ein Bienenfutter sondergleichen. Also bitte anpflanzen!

>> Das Wildkräutel hing schon im Mittelalter an Türen, in Kränzen geflochten, weil man glaubte, dadurch Neider und finanzieller Nöte den Eintritt ins traute Heim zu verwehren. Ein schöner Gedanke …

>> Auf uns Menschen wirkt der Dost im Speziellen auf Magen, Darm und den Kopf beruhigend. Das wusste schon Hildegard von Bingen. Die Wirkung wird durch Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherische Öle und dem Thymol herbeigerufen.

>> Vorsicht ist bei Schwangeren geboten: durch die krampflösende Wirkung ist er leicht wehenfördernd, was vor allem zu Beginn einer Schwangerschaft absolut vermieden werden sollte.

Quelle: Kulinarische Geschenke aus der Natur; Ein Führer durch die Jahreszeiten; Usch von der Winden, Cornelia Renson; Editon Fackleträger.


Einen lieben grünen Gruß von mir zu dir,

Martina

2 Kommentare zu „So schmeckt mein grüner August

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