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3-gängiges Gründonnerstagsmenü – etwas Frisches, etwas Altbewährtes, etwas Süßes ohne Reue

Der Frühling kommt nur mit kleinen Schritten und so auch die frischen Lebensmittel für unsere Küche. Ich bin ein Fan von „Nichts verschwenden“ – ich würde es als „fair kitchen“ bezeichnen, denn wir leben hier in Saus und Braus und vergessen oft, dass das Gute so nah ist. Ein Blick in den Garten, ein Besuch auf dem nächsten Bauernmarkt und eine Erinnerung an das, was in unserem Tiefkühler noch auf Verarbeitung wartet. All das hilft, unsere Umwelt für unsere Kinder vor dem Kollaps zu bewahren.

Meine Rezepte sind einfach nachzukochen und fallen sehr preisgünstig aus, wenn wir auf die Suche gehen – noch nicht auf die Eiersuche : )

Brennnessel-Schaum-Süppchen mit Bärlauch-Paleo-Brot – vegan

 

Einer der ersten Frühlingsboten in meinem Garten ist immer die Brennnessel (Urtica dioica), die ihre sattgrünen Blätter samt ihrer „brennenden Härchen“ aus der Erde streckt. Wir scheuen ihre Berührung und das ist gut so, denn die glasharten Haare, brechen bei Berührung ab und bringen auf bzw. in unserer Haut das in ihnen befindliche „Brenngift“ zur Wirkung. Damit es soweit erst gar nicht kommt und wir dieses wunderbare Küchenkraut trotz alle dem genießen können, ziehe ich mir dicke Gartenhandschuhe an, schneide die obersten Triebe ab, verfrachte diese sogar mit der Schere oder mit einer Küchenzange in ein Gefäß und schwemme es dann in der Salatschleuder durch – ohne in Kontakt zu kommen.

Was wir brauchen:

Wie ich es mache: die Frühlingszwiebel in Öl anschwitzen, mit Buchweizenmehl stauben und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Brennnessel zufügen. Das Ganze ca. 5 min. köcheln  lassen, mit der veganen Nuss-Frischcreme verfeinern und wer noch mag mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Dann mit dem Stabmixer fein pürieren. Die Croutonsstücke in einer heißen Pfanne kross braten, mit den Veilchen und den rohen Frühlingszwiebelringen garnieren – sofort servieren. Diese ersten feinen, verkochten Brennnesselblättchen schmecken besonders zart-aromatisch und brennen garantiert nicht in unserem Mund…

 

Spinat-Erdäpfelauflauf mit Champignons – vegan

 

Spinat und Erdäpfelpüree sind seit dem ich mich zurück erinnern kann, das Essen an Gründonnerstag bei uns in der Familie. Gutes und Altbewährtes sollte frau pflegen und so versuche ich, diese Tradition aufrecht zu erhalten, wobei ich jedes Jahr einige kleine Veränderungen ausprobiere.

Was wir brauchen:

Wie ich es mache: In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, Frühlingszwiebel glasig dünsten, Knoblauch und Champignons dazugeben, kurz mitdünsten. Spinat beigeben und zusammenfallen lassen. Eine Lasagneform mit Olivenöl ausfetten, einen Teil der gekochten und in Scheiben geschnittenen Erdäpfel Dachziegel artig einlegen, danach die Spinat-Champignons-Masse darüber verteilen. Diesen Vorgang insgesamt 3-mal wiederholen, mit einer Lage Erdäpfel abschließen. Etwas Olivenöl in einem kleinen Topf erwärmen, Reiscuisine unter ständigem Rühren zugeben, zum Schluss die Hefeflocken beimengen. Mit Salz und Pfeffer, ev. Suppenwürze, abschmecken. Alles über den Auflauf gießen und im vorgeheizten Rohr (200°C) ungefähr 20 min. überbacken. Für „Allesesser“ geht natürlich auch ein darüber geriebener Parmesan, um die Kruste etwas krosser zu bekommen.

Aus dem Rohr nehmen, kurz ausdampfen lassen und in Stücke schneiden. Auf Teller mit buntgemischten Blattsalat anrichten – Schnittlauchhalme zur Garnierung darüber legen und die traditionelle Gründonnerstagsspeise einmal anders genießen.

 

Obstsalat mit veganer Vanillesoße

 

Wir alle freuen uns schon riesig auf die vielen bunten Beeren, die bald auf unseren heimischen Bauernmärkten angeboten werden. Bis dahin wird aber noch ein bisschen Zeit vergehen und wir sollten das Obst, das uns momentan von der Natur geschenkt wird vernaschen. Ebenso möchte ich meinen Tiefkühlschrank vom Früchteschatz des letzten Erntejahres befreien. Ich hatte noch wahnsinnig viele Weichseln und Äpfel übrig. Letztere sind noch als Kompott im Schrank gewesen. Verfeinert mit einer Vanillesoße, ein Nachspeisentraum, der ohne Bauchweh genossen werden kann – ich liebe Vanillesoße!

Was wir brauchen:

Für die vegane Vanillesoße:

Wie ich es mache: Geschnittenes Obst in Dessertgläser füllen und gleich mit Zitronensaft und -schale vermengen, sodass das Obst seine frische Farbe behält. Die Datteln untermischen.

Für die Soße alle Zutaten im High Speed Blender auf mittlerer Stufe (60″) fein mixen. Falls einige Nussstückchen noch vorhanden sind, diese beim Eingießen in ein Kännchen mit einem Teesieb zurückhalten.

Den Obstsalat mit der Vanillesoße übergießen und rasch servieren. Schmeckt lecker süß und ist ohne Reue zu genießen…


Auf einen Genuss in unserer „fairen Küche / fair kitchen“

eure Martina

Alles Liebe, deine


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