Alte Wege, neue Lehre – bewege dich frei mit dem AP-Therapy-Tower (#2)

Hey, du! Schön, dass du wieder reinschaust.

Falls du meinen letzten Blog aus der Vorwoche gelesen hast und ganz begeistert vom Premiumgym warst, dann hast du mit diesen kommenden Zeilen nun die gesamte Information, die das Physiorefreshment™ und die neuralinduktive AP-Therapy, nach Michael Ketels, ausmachen. Und wenn du nun glaubst, schon alle Fitness-Geräte zu kennen, dann werde ich dich jetzt wahrscheinlich enttäuschen, denn diesen AP-Tower gibt es erst seit Kurzem und er ist ganz neu im österreichischen Fitness- und Gesundheitsbereich und einzigartig im House of Balance, Graz. Darauf bin ich als Grazerin natürlich stolz.

Ebenso bin ich stolz, dass ich bereits die ersten Informationen und Einschulungen auf diesem Gesundheitsgerät bekommen habe, die noch dazu viel Spaß gemacht haben.

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Der AP-Tower und das Funktionsboard Premiumgym sind zwei Module, die als Werkzeuge für aktive, assistive und passive Interventionsmöglichkeiten im Alltag, im Sport und ebenso in der Therapie einsetzbar sind. Beide Teile lassen sich wunderbar zu einer funktionellen Einheit verbinden, somit kann Platz und Zeit gespart werden. Wie du oben auf dem Foto erkennen kannst, steht dem AP-Tower ein Premiumgym voran. Es könnte allenfalls noch ein zweites unter den Sitz dazu gestellt werden. Die Aussparungen sind gut sichtbar und daraus wird dann ein rundum Fitness-Fasziengerät für eine Drehrichtung in alle vier Himmelsrichtungen! Es kann mit ihm Kraft, Mobilisation, Haltung und Beweglichkeit, sowie Dehnungen in einem trainiert werden. Falls es von einem Therapeuten genutzt wird, können verschiedenste Lagerungs- und Behandlungstechniken damit ausgeführt werden.

Fotos oben: in sitzender Position, gut gehalten mit den Händen an den glatten Holzkugeln und die Beine wunderbar auf einer Faszienkugel rollend, kann komplett isoliert der Rücken nun gestreckt und gebeugt werden. Das ist Mobilisation der Wirbelsäule vom Feinsten.

Für mich als Gesundheitstrainerin und Faszienexpertin eine wirklich spannende Sache, denn der spielerische Ansatz ist mit dem AP-Tower ebenso gegeben. Ob reitend ohne Pferd, ob Schi fahrend ohne Schnee oder rudernd ohne Boot – der Fantasie sind hier ebenso keine Grenzen gesetzt.

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Endlich einmal ein „Behandlungsstuhl“, vor dem frau sich nicht fürchten muss… ; P denn er kann als

  • Trainingsturm
  • Sitz für manual-therapeutische Behandlungen
  • für spezielle Dehntechniken
  • für diverse Lagerungsmöglichkeiten hergenommen werden und macht außerdem viel Spaß und eine gute Figur…

Ob in gerader oder in schiefer Ebene, alles ist möglich und will ausprobiert werden.

Nochmals zurück zum Premiumgym, welches ich ab Herbst zum Training und Gesundbleiben anbieten werde. Mit viel Fantasie und Spaß haben meine Kolleginnen und ich einzelne Grundübungen mit „netten“ Begriffen versehen.

Der kickende Kranich – KK – kicking crane & der haxerl-hebende Hund – HHH – the mad dog usw. erwarten dich in einer unserer Premiumgym-Fitnesseinheiten im House of Balance.

http://www.houseofbalance.life

Du bist neugierig? Du möchtest mit dem neuesten Faszien-Fitnessgerät auf dem österreichischen Markt trainieren? Super, melde dich bei mir oder im House of Balance und wir bringen deinen Körper gemeinsam ins Schwitzen.

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Danke Mike für deine tollen Erfindungen!


Spiralförmige Fitnessgrüße von deiner

Martina


No excuse II – Workout am See

Hi, du! Schön, dass du wieder reinschaust.

Am Wochenende nahm ich mir nach dem super tollen, aber lauten Bon Jovi Konzert in Klagenfurt, eine kleine Auszeit am See. Kennst du das, wenn du nach einem Tag an der Sonne und im Wasser dich doch noch richtig durch bewegen willst? Entspannen ist gut und gehört dazu, aber die Bewegung ist für unseren Körper extrem wichtig.

Du kannst das Schwimmen als Cardio-Training heranziehen, wenn du im Wasser Tempo gibst. Ebenso werden die Arme gut trainiert. Den Rest habe ich am Steg gemacht – dazu brauchst du nur ein Handtuch und eine Trinkflasche mit Wasser. Also – los gehts!

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Kniebeuge / Squat für Oberschenkel und Po-Training: stelle deine Beine hüftbreit – Zehenspitzen zeigen nach vorne bzw. leicht nach außen. Jetzt beuge deine Knie, bis dein Po noch über dem Knieniveau ist. Die tiefe Kniebeuge muss es ja nicht gleich zu Beginn sein…. : ) 

Die Schienbeine so senkrecht wie möglich halten. Achte auf die perfekte Knieführung, sie ist leicht nach außen führend. Auf keinen Fall hineinfallen lassen – vor allem wir Frauen neigen zu X-Beinen. Also aufpassen! Spüre in deinen geraden Rücken! Dann wieder hochkommen. 

Mach die Übung 30-mal. Dann kurze Pause und nochmals einen Satz mit 30 Wiederholungen. Halte deine Core-Stabilität immer, denn nur dann sind optimale Bewegungsabläufe möglich. Ich halte mich hier an die Ausführungs-Variante von Dr. Kelly Starrett und hatte noch nie Knieprobleme oder Knieverletzungen, und immerhin trainiere ich schon Jahrzehnte… ; P 

Langsitz und Beinheben / Leg raises Level I: einer meiner „Lieblingsbeinübungen“ – auch für meine Teilnehmerinnen in meinen zahlreichen Kursen, denn die ziehen so richtig schön hinein und während dessen kann ich eine kleine Geschichte erzählen, damit die Zeit vergeht.

Korrekter Langsitz, spüre deine Sitzbeinhöcker. Hände hinter dem Po – sie sind aber nur „Kosmetik“ – du hältst dich durch deine Core-Stabilität aufrecht! Hebe nun dein rechtes Bein, im Kniegelenk leicht in der Beugung. Zehenspitzen in Flexion. Und jetzt gehts ein bisserl hoch und tief – nicht zu große Bewegungen. Klein und fein heißt hier die Devise. Mache die Übung 30-mal. Dann Beinwechsel.

Langsitz und Beinheben / Leg raises Level II: Stelle deine Arme weiter nach hinten, in den Ellenbogen gebeugt. Achte auf einen großen Abstand zwischen Schulter und Ohren – ich sage immer langer, durchgängiger Nacken… Beinbewegung wie oben, klein und fein, gebeugt im Kniegelenk, Zehenspitze wieder in Flex-Stellung. 30-mal rechts, dann wechsle zu 30-mal links.

Langsitz und Beinheben / Leg raises Level III und IV: nun positioniere deine Ellenbogen nach hinten und stütze dich auf sie. Nacken lang und durchgängig. Bauch noch mehr in Spannung bringen. Beine wie oben hoch und tief, 30-mal rechts. Keine Pause, sondern bleibe bei rechts und weiter gehts, indem du die Zehenspitzen nun zur Körpermitte zeigen lässt und die Ad- und Abduktoren (Innen- und Außenseite der Oberschenkel) in einem großen Bogen von unten mit der Ferse nach oben mit der Zehenspitze über deine Körpermitte führst. Also: Ferse rechts unten außen vom Boden bis oben mit der Zehenspitze kommen. Im Bild ist Level IV zu sehen und sei nicht verwirrt – ich habe mich umgesetzt, damit du meine Armposition im Bild besser sehen kannst.

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Handstütz und seitliche Rotation / Plank & bring your Hands up: für Bauch, Rücken und Arme: bring deinen Körper in eine schiefe Ebene, dabei stellst du dich auf deine Zehenspitzen und auf deine Handflächen – halte deine Core-Stabilität, sonst ziehst du in ein Hohlkreuz und das sollst du unbedingt vermeiden! Nun rotiere deinen Oberkörper so auf, dass du die linke Hand zum Himmel führst, schau mit der Bewegung mit. Dann wieder mit der Hand zu Boden – fester Stand und öffne deinen Oberkörper zur linken Seite, linke Hand Richtung Himmel. Wechsel wieder – mach die Übung 30-mal, 15-mal pro Seite. Kurze Pause. Wiederhole die 30-mal. 

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Vierfüßlerstand / All-fours-position für einen starken Rumpf: nimm eine schräge Tischposition ein, dabei stellst du die Zehenballen auf, die Ellenbogen liegen bequem auf dem Boden. Achte darauf, dass deine Knie unter den Hüften und die Ellenbogen unter den Schultergelenken stehen. Core – Bauchmuskeln anspannen und die Knie etwa 5 bis 10 cm weg vom Boden bringen. Rücken in gerader Position, Gesicht zu Boden, damit die Halswirbelsäule nicht überstreckt wird. Ich liebe es, wenn ich kleine, pulsierende Bewegungen auf und ab mache – 30-mal. Kurze Pause, nochmals wiederholen.

Du kannst dich nun wieder durchdehnen – Beine, Po, Arme.

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Du hast dein nächstes Workout geschafft! Super! Bring dich nun in eine komplett gerade Rückenlage, damit die extremen „Krümmungen“ des modernen Lebens – starkes Hohlkreuz, runder Rücken und Geierkopfhaltung vom vielen Sitzen, ausbalanciert werden. Das solltest du nach jedem Training machen – nütze die Erdanziehungskraft und den Boden – ich nütze hier den Holzsteg, um diese Krümmungen Stück für Stück wieder ins Lot, in eine physiologische Stellung zu bringen. Genieße den Himmel oder schließe einfach deine Augen und genieße die Stille und dein neues Körpergefühl. ; )


Toll, wie du trainiert hast – danke fürs Mitmachen,

sportliche Grüße, deine Martina


Osterfest – für mich immer mit Tradition verbunden

Meine Lieben! Das Osterfest steht vor der Tür. Und bei all diesen traditionellen Festen schwelge ich immer in Erinnerungen, wie es früher einmal war. Geht es euch genau so?

Als meine Kinder klein bzw. jünger waren, bemühte ich mich besonders in der Fastenzeit vor Ostern auf Diverses zu verzichten. Und zu Ostern gab es all das, was eben so dazu gehört: Karsamstags-Osterspeisensegnung, anschließende Osterjause mit Kren und Osterpinze, Auferstehungsgottesdienst mitten in der Nacht, gefärbte Ostereier und viel Schokolade am Ostersonntag in den vielen kleinen Osternesterln versteckt…

Was ist geblieben, nachdem meine Kinder, 19- und 16-jährig, nicht mehr an den Osterhasen glauben?

Ich bemühe mich oft verzweifelt an Altbewährtes festzuhalten und doch wird jedes Osterfest immer mehr anders. Der Osterschinken wird, wie schon in den vergangenen Jahren, durch Kichererbsen-Hummus ersetzt, die Weizen-Osterpinze wird durch das Paleo Bärlauch SMART BREAD heuer zum ersten Mal getauscht. Die gute „alte“ Schokolade darf bleiben, so auch das Eier färben. Heuer aber einmal anders, nämlich mit Blau-Holz aus unserem Bioherz-Reformhaus in Andritz.

Ebenso Premiere ist, dass mein Sohn seine Freundin mit nach Hause zur Osterjause und Osterfeier mitbringen wird, die dieses Osterfest somit ganz speziell werden lässt. Ebenso ein Pflichttermin ist die „Fleischweihe“ am Fuße des Kalvarienberges, da der Besuch am Kalvarienbergfriedhof bei meinem Beni gerade an diesen Tagen ein MUSS für mich ist.

Und bevor ich nun in die letzten, doch mit ein bisserl Stress versetzten, Vorbereitungen eintauche, noch einmal kurze Stille und Blick auf die Gegenwart, auf das Hier und Jetzt. Veränderung ist Leben – leben ist Veränderung!

In diesem Sinne euch allen ein gesegnetes und fröhliches Osterfest, wie auch immer ihr es heuer feiern werdet…


dies wünscht euch eure Martina


Shaolin-Faszientraining Bewegung 5

Meine Lieben! Schön, dass ihr wieder dabei seid.

Wer mich bei meinem Shaolin Weg bis jetzt begleitet hat, wird seinem Körpergefühl schon mehr vertrauen und vielleicht kleine Veränderungen „… am eigenen Leibe spüren.“ (Sigmund Freud). Vielleicht habt ihr eine stolzere Haltung, vielleicht ist euer Po straffer. So ist das Feedback in meinen Shaolin-Trainingsstunden sehr häufig.

Was spürt ihr, was für mich eventuell neu ist? Und dann möchte ich euch heute eine sehr typisch asiatische Bewegung ans Herz legen. Bitte einfach ausprobieren.

Beginn „Neun Rinder am Schwanz zurückziehen“

Dao Ye Jui Niu Wei Shi

  • Nimm dein rechtes Bein nach vorne, Zehen stehen gerade. Dein linkes Bein setzt du zurück, Zehen stehen 45 ° nach außen. Der Schritt ist breiter als deine Schulter. Bring dein Becken gerade, respektive parallel zu deinen rechten Zehen. Bring dein Schambein in Richtung Nabel hoch.
  • Strecke nun das linke Knie komplett durch – das alleine sollte schon ein leichtes Ziehen in deinem hinteren Bein spüren lassen.
  • Dein rechter Arm ruht in Fausthaltung, mit dem Arm ganz abgewinkelt, auf deiner rechten Schulter.
  • Dein linker Arm liegt in Fausthaltung auf deiner Lendenwirbelsäule in Höhe des Nabels.
  • Atme nun aus – vollkommen und bring dein rechtes Knie über die große Zehenspitzen – lass die Bewegung von beiden Hüften ausgehen,
  • deine rechte Hand parallel zum Boden nach vorne, in eine inkomplette Streckung(!) und
  • deine linke Hand nach hinten.

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  • Atme nun ein – vollkommen und bring dein rechtes Knie über deinen rechten Knöchel in Lotlinie zurück. Lass die Bewegung von beiden Hüften ausgehen.
  • Dein rechter Arm zieht sich wieder, deine rechte Hand zieht Richtung Unterarm und alles kommt auf der rechten Schulter wieder zu ruhen.
  • Dein linker Arm zieht sich in Richtung Lendenwirbelsäule retour.
  • Beachte, dass die hintere Ferse immer am Boden bleibt! Mache diese Übung 5 bis 7 Mal, dann wechsle die Seite und komm zu deiner inneren Ruhe.
  • Linkes Bein nach vorne,  Zehen in gerader Stellung, rechtes Bein nach hinten,    Zehen zeigen 45 ° nach außen, vollkommenen Streckung des rechten Knies. Bring dein Becken gerade, zieh dein Schambein hoch.

 

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Je breiter die Schrittstellung, desto fortgeschrittener bist du… ; ) ich habe noch einen langen Shaolin-Weg vor mir!

Versteifungen im unteren Rücken lösen sich, die gesamte Beinmuskulatur wird gedehnt und gleichzeitig gekräftigt. Durch dieses „Öffnen der Hüfte“ wird vor allem die Tiefe Frontal-Faszienlinie aktiviert. Was bei uns „VielsitzerInnen“ essentiell ist.

(Quelle: Dynamische Faszien, R. Egger)

In ein Shaolin aktives und fittes Wochenende

eure Martina