Sei kein Hohlkopf, iss ’nen Kohlkopf: 8 gute Gründe täglich Wirsing zu essen

Hej. Danke, dass du dir die Zeit nimmst und bei mir rein liest.

Heute möchte ich dich in die Welt der Vitamine und Mineralstoffe entführen, denn was ich da geerntet habe, ist ein wahres „Superfood“ – regional und saisonal noch dazu.

Jetzt in den Novembertagen ist seine Haupterntezeit. Sie beginnt aber bereits im Juli und geht bis in den Dezember hinein. Jänner und Mai sind die Nebensaison-Monate, d. h. den Kohlkopf können wir quasi fast das ganze Jahr über verspeisen. Sind diese grünen, krausen Blätter wohl wirklich so oft bei dir auf deinem Teller? Oder bist du, wie so viele, kein Morgen-, sondern ein Wirsing-Muffel?

Ich werde dir aber 8 gute Gründe nennen, warum du bei deinem nächsten Einkauf auf dem Bauernmarkt dieses Gemüse unbedingt in deinen Korb legen solltest.

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Wirsing, Weiß- und Rotkohl, sie alle sind miteinander verwandt, doch der krause Bruder Wirsing ist derjenige, der als einziger die gewellten Blätter trägt und noch dazu einen lockeren, runden bis spitzen Kopf zeigt. Seine Geschmacksnote ist definitiv die würzigste, wobei seine Blätter zarter, aber trotzdem knackig sind. Die äußersten Blätter kannst du beruhigt abbrechen – dazu brauchst du kein Messer. Falls sie dir zu fasrig sind, nimm sie als Deko, in dem du sie wie einen Teller benutzt. Nüsse, Fingerfood oder sogar als Außenwand für eine tolle Blumendekoration, deine Kreativität ist hier gefragt!

Und weil du ja wissen solltest, was da auf deinem Teller ist, gebe ich dir jetzt die wichtigsten Infos zu diesem Superfood

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♥ 1. guter Wirsing-Grund

Du kannst Wirsing das ganze Jahr über besorgen. Die Haupterntezeit ist von Juli bis Dezember, die Nebenerntezeit ist der Jänner und der Mai. Wir sprechen dann von Früh-, Sommer-, Herbst- oder Winter-Wirsingsorten. In den Monaten Feber, März und April können perfekt gelagerte Wirsingköpfe im Bio-Laden gekauft werden. Wenn du die Blätter kurz blanchierst, kannst du diese dann einfrieren und hast so immer eine wunderbar grüne Speise schnell zur Hand.

Wie blanchiere ich den Wirsing? Die ganzen Kohl-Blätter in reichlich kochendes Salzwasser legen, 2 – 4 Minuten kochen, mit einem Schaumlöffel rausheben, kalt abschrecken und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen – weiter verarbeiten oder, wenn er abgekühlt ist, in einer Tupperbox einfrieren.


♥ 2. guter Wirsing-Grund

Beim Wirsing kannst du wirklich alles essen! Die äußeren, dunklen Blätter kommen kleingeschnitten in Suppen und Eintöpfe. Ebenso sind sie perfekte Blätter für Rouladen oder sehr gut für sattgrünes Püree. Die zarten Blätter innen drinnen sind roh auf deinem Paleo-Frühstücksbrot oder fein geschnitten als Beigabe im Salat ein toller Tipp. Der Strunk ist köstlich, wenn du ihn blanchierst oder kurz anbrätst. Er wird dabei sehr zart.


♥ 3. guter Wirsing-Grund

Roh genossen ist der Wirsing eine wahre Vitamin Bombe: Vitamin C – bei 100 g Wirsing hast du bereits 49 mg Vitamin C zu dir genommen. Der Tagesbedarf liegt bei Frauen bei 95 mg und bei Männern bei 110 mg. Das ist demnach die Hälfte an Bedarf von deinem immunstärkenden Nährstoff.

Vitamin E steckt mit 2,5 mg in 100 g Wirsingblätter drinnen und bereits 250 g von ihm genossen decken den Tagesbedarf dieses Körperzellen schützenden Vitamins. Freie Radikale haben dann keine Chance und ein vorzeitiges Altern wird verhindert.

Außerdem enthalten sind die Vitamine A, B1, B2 & Folsäure.


♥ 4. guter Wirsing-Grund

Wirsing enthält sehr viel Chlorophyll, daher auch seine wunderbar grüne Farbenpracht. Das Chlorophyll fördert deine Blutbildung und unterstützt deine Wundheilung.


♥ 5. guter Wirsing-Grund

Durch den hohen Gehalt an Kalzium, Phosphor & Magnesium (28 mg) hilft er dir, diverse Mängel auszugleichen und sorgt für starke Knochen.

Natrium (28 mg), Kalium (230mg) und Eisen (0,4 mg) sind ebenso enthalten.


♥ 6. guter Wirsing-Grund

Im Wirsing findest du reichlich sogenannter Glucosinolate. Wenn du diese verdaust, entstehen in dir Substanzen, die nachweislich dem Karzinom (Krebs) in verschiedenen Körperbereichen entgegen kämpfen.


♥ 7. guter Wirsing-Grund

Als Paar eignet er sich mit zahlreichen regionalen Gemüsesorten, wie z. B. Erdäpfeln, Lauch und Zwiebeln, hervorragend, d. h. Abwechslung ist in deiner Küche total leicht gemacht.

Spannend werden die Zusammenkünfte aber erst richtig, wenn der Wirsing mit Zitrusschalen eine Verbindung eingeht. So verstärkt sich nämlich die leichte Zitrusnote des Kohls.

Um Blähungen vorzubeugen, wird der Wirsing mit Fenchel, Kümmel und Bockshornklee, Anis und Muskat gewürzt. Seine holzige, balsamische und warme Note intensiviert sich dadurch. Wenn du Pfeffer verwendest, kommt die typisch kräftige trigeminale Note (Trigeminus-Nerv, der für schmerzenden Geschmack zuständig ist) aller Kohlgewächse zum Vorschein. Also sparsam mit Pfeffer!!

Haselnüsse zum Wirsing verstärken die wachsig-fettigen AromenWalnüsse steigern seine bitteren und adstringierenden (zusammenziehenden) Aspekte.


♥ 8. guter Wirsing-Grund

Und zum Schluss muss ich dich noch mit den geringen Kalorien des Wirsings ködern. Auf 100 g Wirsing sind nur 25 kcal / 104 KJ enthalten. Trotzdem 3 g Eiweiß, was für Veganer*innen wichtig ist, 2,4 g Kohlenhydrate und nur 0,4 g Fett (0 Cholesterin!) Das Zusammenspiel all dieser Inhaltsstoffe ist perfekt für deine Faszien. 

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Mein Gesundheitstipp für dich:

Wenn du „ewig jung“  bleiben möchtest, iss Wirsing täglich, auf Grund der antioxidativ wirkenden Inhaltsstoffe. Wenn du abnehmen möchtest, iss Wirsing täglich, auf Grund der geringen Kalorien. Wenn du gesund bleiben möchtest, iss Wirsing täglich, auf Grund seiner basischen Wirkung, die vorbeugend gegen vielerlei Arten von Karzinomen wirkt. 

Iss Wirsing täglich, weil es ein „Superfood“ ist; zero waste und clean eating noch dazu!!

 


Sei demnach kein Hohlkopf und iss ’nen Kohlkopf!

Einen gesunden guten Appetit wünscht dir

deine Martina