Eine etwas andere Sportstunde in der HTL Weiz

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Der Gesundheitsbeauftragte und Lehrer Herr D.I. Michael Nast lud mich in die HTL Weiz, um die dort angehenden TechnikerInnen (plus ihres Sportlehrers) einmal etwas anders zur sportlichen Höchstleistung zu motivieren. Ich durfte knapp 50 junge Burschen und 2 junge Damen mit einem Warm-up aus dem Aerobic, inklusive Koordinations- und Beweglichkeitsübungen versteht sich, einstimmen. Ein Tabata-Circle aus dem HIIT (High Intensity Intervall Training) brachte uns dann alle (!) zum Schwitzen. Als Cool down wurden die Bewegungen aus der Faszientransformation der Shaolin Formel durchgemacht, damit wir „geschmeidig wie ein Leopard“ (K. Starrett) Faszien gedehnt die Sportstunde verließen.

Danke für Euren begeisterten Einsatz!

Martina


Faszien – die Alleskönner

 

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Wohin man schaut – Faszientraining wird überall angeboten! Was ist es, dass diese Begeisterung so überschwappt?

Faszien sind in der westlichen Schulmedizin    uIMG_7542nd Sichtweise bis dato stiefmütterlich behandelt bzw. in den Abfalleimer geworfen worden. Neuere Erkenntnisse zeigen jedoch die Wichtigkeit dieses grazilen, feinen, netzförmigen Bindegewebes. Dass wir es gezielt trainieren können ist ebenso neu, wie, dass wir es gut ernähren können. Neu, nur für uns im Westen. Die östliche Tradition hat ihren Blick schon immer darauf gelegt.

Faszien brauchen für Ihre Gesundheit eine Entspannung, Anspannung und Überstreckung. Und genau da ist das Problem in unserer heutigen, gestressten Welt, die mit Auto, Lift und Rolltreppe, mit Geierkopfhaltung vor dem PC und Handy in rasendem Tempo durchlebt wird. Einfache Übungen mit und ohne Hartschaumrolle oder Ball bringen dieses Netzkostüm, welches sich in mehreren Schichten in unserem Körper befindet, wieder zum stabilen und geschmeidigen Konstrukt, wie es von Geburt an war.

Bei einem „Faszien-Impulsvortrag“ im Rahmen von BGF-Projekten oder in Schulen möchte ich einen Konnex zwischen Ost und West schaffen und Ihnen diese faszinierende Faszienwelt näher bringen.

Bei Interesse bitte melden unter: +43(0)67688812229 oder martina.bacher003@gmail.com

 

 


Weihnachts-Menü 3-gängig und vegan…hmmm

Rhonen-Süppchen / Rote-Bete-Suppe

Zutaten für 4 Personen:

  • 500 g frische Rhonen
  • 2 Schalotten
  • 2 Karotten
  • 1 Zehe Knoblauch, 1 kleine Stange Lauch
  • 4 EL Olivenöl
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • je 1 EL Thymian und Majoran, Salz, Pfeffer
  • zum Verfeinern – 4 EL Hafersahne sowie Brotsterne geröstet (oder Meerrettich)

Rhonen, Karotten, Schalotten, Lauch und Knoblauch schälen. Alles klein würfeln. In einem Topf das Olivenöl erhitzen und die Schalotte, den Knoblauch und die Lauchringe kurz anschwitzen. Rhonen- u. Karottenwürfel hinzufügen u. unter Rühren 5 min. anbraten. Mit Gemüsebrühe aufgießen u. ca. 30 min. köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Mit Sahne u. den Gewürzen verfeinern u. mit dem Pürierstab mixen. Auf Teller verteilen u. mit dem angerösteten Brotstern u. ev. Kürbiskernöl garnieren (Meerrettich geht auch!).

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Festlicher Linsenbraten mit cremigen Gartenbohnen und Kartoffelpüree

Zutaten für 5 – 6 Portionen:

  • 2 mittlere Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 4 Zehen Knoblauch, gepresst
  • 3 EL Olivenöl
  • 650 g braune Linsen aus der Dose
  • 3 EL Leinsamen, gemahlen
  • 5 EL Wasser
  • 2 TL Oregano u. 1 TL Basilikum, getrocknet
  • 60 g Haferflocken
  • 2 EL Tomatenmark, 3 EL Sojasoße
  • 40 g Semmelbrösel
  • 1 EL Edelhefeflocken
  • 2 EL Ketchup, Salz

Eine Brotbackform (ca. 30 cm) mit Backpapier auslegen oder mit Butter und Mehl bestäuben. Den Ofen auf 180° C vorheizen. In einer Pfanne Zwiebeln u. Knoblauch im Öl glasig dünsten. Beiseite stellen und auskühlen lassen. Leinsamen mit Wasser sehr gut vermischen u. beiseite stellen. In einer großen Schüssel die Linsen mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer fein stampfen (einige intakte Linsen können dann noch dabei sein). Alle restlichen Zutaten, bis auf Ketchup, beimengen und gut durchmischen. Mit Salz abschmecken. Die Masse in die vorbereitete Form streichen u. sanft in die Form drücken, damit ein kompakter Braten entsteht. Im Ofen 55 – 60 min. nicht zugedeckt backen. Nach etwa 30 min. 2 EL Ketchup auf den Braten streichen. Der Braten ist fertig, wenn am Zahnstocher, in die Mitte gestochen, nichts kleben bleibt u. der Braten oben eine schöne Kruste bekommen hat. Den Braten aus dem Ofen nehmen, u. ihn nach etwa 30 – 45 min. aus der Form heben, damit er komplett auskühlen kann. Wenn er heiß serviert werden soll, den Braten in 2 cm dicke Scheiben schneiden u. in einer heißen Pfanne einige Minuten von beiden Seiten vorsichtig anbraten.

Cremige Gartenbohnen

Zutaten:

  • 1 mittlere Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 EL Öl, 1  EL Sojasoße, 1/4 TL Senf, 1 gestr. TL Maisstärke, 2 EL Wasser, Salz
  • 3 Zehen Knoblauch, gepresst
  • 300 g Gartenbohnen, tiefgekühlt
  • 100 ml Soja- oder Hafersahne
  • 50 ml Sojamilch

In einer Pfanne bei hoher Hitze den Zwiebel im Öl leicht anbräunen, dann die Hitze auf mittel reduzieren u. die Gartenbohnen u. den Knoblauch hinzugeben. Wenn die Bohnen aufgetaut u. schließlich heiß sind, die Sojasoße u. den Senf unterrühren. Die Hitze auf klein reduzieren u. Soja-/ Hafersahne u. Sojamilch hinzugeben. In einer kleinen Schüssel die Maisstärke mit dem Wasser verrühren, zu den restlichen Zutaten geben, gut umrühren u. vorsichtig erhitzen, bis die Soße eingedickt ist. Mit Salz abschmecken.

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Zimtäpfel mit Schokolade im Glas

Zutaten für 4 Portionen:

  • 3 EL Kokosöl
  • 100 ml Apfelsaft
  • 100 g Zartbitterschokoloade (vegan), grob gehackt
  • 8 Dinkelspekulatius-Kekse
  • 4 mittelgroße säuerliche Äpfel, geschält u. klein gewürfelt
  • 1 TL Zimt
  • Vanilleeis (vegan)

Kokosöl in einem Topf erhitzen, Apfelstücke, Zimt u. Apfelsaft hinzufügen. Alles ca. 10 min. köcheln lassen. Zartbitterschokolade auf 4 Gläser aufteilen u. die heißen Zimtäpfel darüberschichten, sodass die Schokolade schmilzt. Mit je einer Kugel Vanilleeis u. zwei Dinkelkekse servieren.

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Rezeptideen aus: „Ab jetzt vegan“, Tiras Verlag, „Weihnachten vegan“, kneipp verlag, active beauty.

 


Roter Power-Saft

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Am Markt hab ich die letzten Rhonen (für unsere deutschen FreundInnen- rote Bete – Beta vulgaris) ergattert und mir daraus einen wunderbar schmeckenden Saft gemixt. Die Power-Knolle ist reich an Vitaminen (A, B und C) und Mineralstoffen (Kalzium, Jod, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor und Folsäure)

Von Natur aus besitzt die dunkelrote Knolle einen hohen Nitratgehalt, weshalb sie frisch gepresst eine Blutdruck senkende und Gefäß erweiternde Wirkung in uns entfaltet. Sie steigert die Abwehrkraft und hilft bei der Wundheilung. SportlerInnen (wie ich) gibt sie durch vermehrten Mitochondrienaufbau mehr Power und Leistung. Daher auch der Nebeneffekt … sie hilft beim Abnehmen… ; ) dann aber ohne Banane!

Und damit ich im Winter ebenso fit bleibe, sind die neuen Rhonen schon gesät! (Foto)

Mein Rezept:

  • 2 mittlere Rhonen
  • 2 Äpfel (mit Schale und Gehäuse)
  • 2 Orangen (gepresst)
  • 2 kleine Banane

Rhonen und Äpfel entsaften, Orangen auspressen und alles gemeinsam im Blender cremig fein mixen. Ins Glas gießen und genießen. Ergibt ca. 600 ml Power-Saft.

Quelle: natur & heilen (Die Montaszeitschrift für gesundes Leben, Mai 5/2016)

 

 


Blütenküche

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Veilchen (Viola calcarata subsp. zoysii) – die ersten strahlenden Boten des Frühlings. Sie sind nicht nur wunderbar anzuschauen, sondern schmecken auch wirklich gut. Für „Neuschmecker“ garantieren sie ein Aha-Erlebnis auf Gaumenebene. Zwei bis drei Blüten auf dem Salat, als nicht mehr wegzudenkende Deko! Aber: wie gesagt, müssen sie zum Schluss ebenfalls gegessen werden. Und das Gute daran, je mehr frau erntet, desto schneller sprießen die kleinen, gelben Köpfchen wieder hervor…

Inhaltsstoffe: Saponine, Bitterstoffe, Flavonoide, Glykoside, Salizylsäure, Schleim…

Heilwirkung: abschwellend, antibakteriell, beruhigend, Blut reinigend u.v.m.


Wildkräuter-Smoothie

Was wächst denn schon?

Die ersten Gartenbesuche enden mit dem Sammeln von ein paar Wildkräutern, die dann im Blender zu einem grünen Smoothie gemixt werden. Na klar, kann frau auch alles essen, aber so im Glas isst sogar das Auge mit!

Mein Rezept:

  • eine Hand voll Brennnessel (Urtica urens)
  • ein kleine Hand voll Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • 2 Blättchen Gundelrebe (Glechoma hederacea)
  • Spinat (vom Bauernmarkt)
  • 3 Stück Quitten vom selbstgemachten Kompott  (als Süße, optional)
  • mit ein wenig Wasser trinkfähig mixen!

Wirkung:

  • Brennnessel – Blut reinigend, erhöht die Ausscheidung von Harnsäure (bei Gicht!),
  • Schafgarbe – Appetit anregend, bei Magenverstimmung Krampf lösend,
  • Gundelrebe – Magen wirksam entzündungshemmend, Schleim lösend, Blase und Niere anregend, fördert den Stoffwechsel.

Quelle: Die Kraft der Pflanzen (Barbara Olesko, 2010)